Kooperationen

Kompetenzen bündeln

Die Universität Kassel sieht sich als wichtiger regionaler Akteur, der Impulse für die Region setzt. Dies zeigt sich auch darin, dass im Laufe der Jahre eine große Anzahl an Ausgründungen als Firmen, Zentren oder Institute von (ehemaligen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich etabliert werden konnten.  Im Forschungsbereich ist eines der bekanntesten Ausgründungen das heutige Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), das aus dem ehemaligen (An-)Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET e.V.) entstand. Zudem bestehen weitere Kooperationen zwischen Universität und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft wie mit der 2005 in Kassel eingerichteten Fraunhofer Projektgruppe für Bauphysik (IBP). Letztere Gruppe arbeitet eng mit dem Zentrum für Umweltbewusstes Bauen (ZUB), einem An-Verein der Universität Kassel, und den angehörigen Fachgebieten Bauphysik, Experimentelles Bauen und Technische Gebäudeausrüstung zusammen. Ebenfalls im Energiebereich tätig ist der 2003 gegründete Verein „Kompetenznetzwerk Dezentrale Energietechnologien e.V.“ (deENet) bei dessen Aufbau, die Universität Kassel maßgeblich beteiligt war. In gemeinsamer Trägerschaft von deENet und der Uni Kassel sowie weiteren regionalen Unternehmen, der Stadt Kassel und der Gemeinde Niestetal wurde das Institut für dezentrale Energietechnologien (IdE) als gemeinsnnützige GmbH gegründet. Eine gelungene Kooperation auf allen Ebenen und in allen Bereichen verkörpert das Verbundprojekt KLIMZUG-Nordhessen, in dem Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung gemeinsam daran arbeiteten eine Modellregion für Klimaanpassung zu schaffen. Das Projekt endete im Juni 2013. 

Neben der Vernetzung vor Ort ist die Kooperation mit Forschungseinrichtungen mit einer inhaltlich ähnlichen Ausrichtung für die Universität Kassel von großer Bedeutung. Deshalb bestehen Kooperationsverträge mit namhaften Instituten wie dem Helmholtz Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle und dem Wuppertal-Institut für Klima, Energie und Umwelt. Auch mit benachbarten Hochschulen, wie der Universität Göttingen und der Fachhochschule Fulda sowie der Universität Oldenburg sind Kooperationsvereinbarungen getroffen worden. Die Rahmenvereinbarungen sehen eine Abstimmung des Lehrangebots, die kooperative  Betreuung von Doktoranden, die gegenseitige Nutzung von Einrichtungen, eine Intensivierung der Forschungskooperation sowie vor allem die hochschulpolitische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Strukturplanung und der Schwerpunktbildung vor. Umweltfragen werden dabei eine wichtige Rolle spielen.

Ein weiteres Ziel ist, die internationale Zusammenarbeit mit Einrichtungen, die an einer gemeinsamen Umweltforschung interessiert sind, zu stärken. Zu nennen wäre hier die Kooperation mit der Universität Central in Santa Clara auf Kuba, mit der seit Jahren eine Projektzusammenarbeit im Baubereich besteht.

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