KLIMWALD: Auftaktveranstaltung

Dr. Jochen Godt erläutert auf kritische Nachfrage, wie das KLIMWALD Lebensraumkonzept erarbeitet wird.

Volker Diefenbach, Bürgermeister Heidenrod, stellt anschaulich dar, wie seine Gemeinde erfolgreich mit der Herausforderung umgegangen ist, den hohen Rotwildbestand zu reduzieren.

Britta Hartmann Barth, Vorsitzende des Kreisjagdvereins, betont die Notwendigkeit, Diversität im Wald nicht nur für Pflanzen, sondern auch für Wildtiere zu denken

Dass die Einbindung der Öffentlichkeit erforderlich ist, darüber besteht Konsens. Bei der Frage wann, sind sich Hans-Hilmar von der Malsburg (Mitglied des KLIMWALD-Beirats) und Dr. Christian Henschke noch nicht einig.

Uwe Zindel, Leiter des Forstamtes Wolfhagen erläutert, warum neben dem ökologischen auch ökonomisches Denken im Wald handlungsleitend ist.

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Auftakt des Projektes KLIMWALD – erfolgreiche Klimaanpassung im Kommunalwald

Dass wir mitten im Klimawandel stecken, ist unbestritten. Entsprechend berücksichtigen die Förster aus dem Forstamt Wolfhagen schon seit geraumer Zeit die Empfehlungen, wie durch vorausschauendes Handeln Risiken vorgebeugt werden kann, um so die die Waldbestände zu stabilisieren. Förster sind Profis im Umgang mit langen Planungshorizonten. Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst, bringt die wichtigsten Maßnahmen auf den Punkt: Klimaanpassung im Wald bedeutet Risikostreuung durch ungleichaltrige, strukturreiche Wälder mit einer Mischung standortgemäßer Baumarten.

Das Wissen wandelt sich, auch zu den künftigen Folgen des Klimawandels. Daher präzisieren die Förster des Forstamtes Wolfhagen – am Beispiel von ausgesuchten Waldstücken in den Wäldern der Kommunen Calden, Naumburg, Wolfhagen und Zierenberg die geeignetsten Methoden zur Entwicklung klimarobuster Bestände.  Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt und die Forsteinrichtung unterstützt sie hierbei.

Die jungen Bäume im Wald sind – insbesondere wenn es sich um Baumarten handelt, die sonst eher selten vorkommen – begehrte Leckerbissen für Wildtiere. In allen Waldbereichen leben die Rehe vor allem im Winter vom Waldnachwuchs. Und in den Wäldern der Kommunen Naumburg, Wolfhagen und Zierenberg belasten zusätzlich der Verbiss wie auch das Abschälen der Rinde junger Bäume durch das Rotwild die Entwicklung der nächsten Waldgeneration. Gerst betont, Hessen sei Spitzenreiter in Deutschland in Sachen Wildschäden. Dies gelte zu ändern, gerade unter dem Vorzeichen des Klimawandels.

Im Projekt KLIMWALD widmet sich Dr. Jochen Godt dem Thema waldverträglicher Wildpopulationen. Dr. Godt ist selbst Förster und Jäger, er verantwortet die Erarbeitung eines Lebensraumkonzeptes für Wildtiere. Ziel dieses Konzeptes ist es, die Rahmenbedingungen für die Wildtiere – und damit auch für Rehe und das Rotwild – so zu erfassen und zu organisieren, dass die Diversität von Tieren und Pflanzen im Wald funktioniert.

Um diesen Prozess erfolgreich durchzuführen, ist nicht nur die Erfahrung der Förster vor Ort und die Expertise von Wissenschaftlern der Universität Kassel und der Nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt erforderlich. Besonders wichtig ist es, dass die Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Interessengruppen entwickelt werden. Nur so kann Akzeptanz und Wirksamkeit erreicht werden.


Ankündigung der Auftaktveranstaltung des Projektes KLIMWALD

Die Auftaktveranstaltung des Projektes KLIMWALD fand am 6. Februar 2015 im Haus des Gastes Ippinghausen, Leckringhäuser Straße 6a, 34466 Wolfhagen-Ippinghausen von 18-20 Uhr statt.

Programm

Moderation: Dr. Christian Henschke

  • Grußworte
    Reinhard Schaake, Bürgermeister Wolfhagen
    Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs Hessen-Forst

  • Erfolgreiche Klimaanpassung im Kommunalwald – das Projekt KLIMWALD
    Prof. Dr. Ulf Hahne, Fachgebiet Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung, Universität Kassel

  • Erfolgreiches Jagdmanagement im Kommunalwald – Erfahrungen aus der Praxis
    Volker Diefenbach, Bürgermeister Heidenrod

  • Fragen und Diskussion

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