KLIMZUG-Nordhessen

Das Verbundvorhaben KLIMZUG-Nordhessen endete am 30. Juni 2013

Nach fünfjähriger Laufzeit endete des Vorhaben KLIMZUG-Nordhessen im Juni 2013.

Aber es geht weiter! Unter dem Dach des Kompetenzzentrums für Klimaschutz und Klimaanpassung (CliMA) der Universität Kassel, in dem KLIMZUG-Nordhessen seitens der Universität Kassel angesiedelt war, werden die Ergebnisse aus fünf Jahren Verbundlaufzeit für ein KLIMZUG-Wissensarchiv aufbereitet.

Das CliMA ist die Schnittstelle für das Klimawandelwissen diverser Disziplinen der Universität Kassel, mit einem starken Akzent auf den Ansatz der transformativen Forschung. Von daher ist es dem Direktorium und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des CliMA ein Anliegen, die durch KLIMZUG-Nordhessen aufgebauten Kapazitäten in der Region zu pflegen und weiterzuführen – sei es im Rahmen von Folgevorhaben im Themenfeld Klimawandel in Nordhessen oder von Informationsveranstaltungen.

Abschlusspublikation

Die aus dem Verbundprojekt hervorgegangenen Ergebnisse und wesentlichen Erkenntnisse wurden im Rahmen der Abschlusspublikation "Regionale Klimaanpassung: Herausforderungen – Lösungen – Hemmnisse – Umsetzungen am Beispiel Nordhessens" zusammfassend dargestellt.

Projekthintergrund

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, wie Extremwetterereignisse, die Zunahme von Durchschnittstemperaturen, Hitzeperioden und schneearmen Wintern sowie die Veränderung des Niederschlagsregimes, stellt eine der großen Herausforderungen für Wissenschaft und Praxis dar. Im Rahmen des transdisziplinären Verbundprojekts KLIMZUG-Nordhessen wurden in Nordhessen Strukturen, Institutionen, Produkte und Dienstleistungen entwickelt, umgesetzt und erprobt, die für die Klimaanpassung eine enge Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, gesellschaftlichen Gruppen und politischen Entscheidungsträgern sicherstellen.

Klimaveränderungen in Nordhessen

Das Klima in Hessen, Deutschland und der Welt befindet sich im Wandel. Die Temperatur in Hessen ist beispielsweise in den letzten 50 Jahren im Jahresdurchschnitt um 0,9°C gestiegen (HMULV 2007). Berechnungen zeigen, dass bis zum Ende des 21. Jahrhunderts die mittlere globale Temperatur um zwischen 1,1°C und 6,4°C ansteigen könnte (bezogen auf den Zeitraum 1980–1999), je nachdem, welche Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft stattfinden oder in Gang gebracht werden können (IPCC 2007). Als Folge dieser Veränderungen im Energiehaushalt des „Erdsystems“ nimmt in unseren Breiten die Niederschlagswahrscheinlichkeit im Sommer ab und in den übrigen Jahreszeiten zu. Zudem wächst die Wahrscheinlichkeit für Extremwetterphänomene wie Starkniederschläge, Hochwasser, Hitze, Dürre und Stürme (EEA 2008).

Die skizzierten Klimaveränderungen finden ihre Entsprechung in der Region Nordhessen, dort dann verstärkt oder abgeschwächt durch die geographischen Gegebenheiten, Nutzungserfordernisse und bereits erfolgte Anpassungsmaßnahmen. Generell ist davon auszugehen, dass Phänomene wie Zunahme an Warmwetterlagen und Hitzewellen, Abnahme von Frost- und Eistagen, moderate Zunahme an Tropennächten, Rückgang an Sommer- und Zunahme an Winterniederschlägen, Veränderung der Vegetationsperiode sowie Änderungen im Abflussverhalten der Flüsse, auch in der Region Nordhessen zu gegenwärtigen sind (HLUG 2005).

Förderung

KLIMZUG-Nordhessen wurde als eine von sieben Modellregionen im Rahmen der Ausschreibung „KLIMZUG“ (Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über einen Zeitraum von fünf Jahren (2008-2013) gefördert.


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Quellen

EEA (2008): Impacts of Europe's changing climate - 2008 indicator-based assessment. Report No 4/2008.

HLUG - Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie (Hrsg. 2005): Integriertes Klimaschutzprogramm Hessen – INKLIM 2012. Wiesbaden. [pdf]

HMULV - Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (2007): Klimaschutzkonzept Hessen 2012. Wiesbaden. [pdf]

Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): Fourth Assessment Report, Climate Change 2007: Synthesis Report, Summary for Policymakers.