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KLIMZUG-Nordhessen-Abschlusskonferenz

Klimaanpassungsmaßnahmen und ihre beispielhafte Umsetzung in Nordhessen - Erfahrungen aus fünf Jahren transformativer Forschung

Der Klimawandel findet auch in Nordhessen statt. Sommer werden trockener und heißer, Winter wärmer und feuchter, Extremwetterereignisse nehmen zu. Angesichts der regionalen Merkmale und Besonderheiten Nordhessens in Topographie, Landnutzung, Besiedelung, Altersstruktur oder Wirtschaftsstruktur ergeben sich daraus Verletzlichkeiten wie beispielsweise wirtschaftliche Risiken in den unterschiedlichsten Wirtschaftssektoren, gesundheitliche Belastungen für die Bevölkerung, Schädigung der Umwelt und Beeinträchtigungen der Infrastruktur. Diesen muss durch frühzeitiges, regionales Handeln der Akteure aus der Wirtschaft, der Verwaltung, der Politik, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft begegnet werden.

Um die Region Nordhessen frühzeitig auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten arbeitet der Verbund KLIMZUG-Nordhessen seit 2008 in zahlreichen Forschungs- und Umsetzungsprojekten an konkreten Strategien, Instrumenten und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Die Förderung der Modellregion endet zum 30. Juni 2013.

Nach fünf Jahren Verbund-Projekt-Arbeit wurden im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 10. und 11. April 2013 die gemeinsam entwickelten und umgesetzten Klimaanpassungslösungen in den Handlungsfeldern Ressourcen, Energie, Verkehr, Tourismus und Gesundheit und Strategien zu deren Implementierung vorgestellt und diskutiert.

Das Klimaanpassungsnetzwerk für die Modellregion Nordhessen ist eine der sieben Bundes-Modellregionen, die unter dem Dach der BMBF-Fördermaßnahme „KLIMawandel in Regionen ZUkunftsfähig Gestalten“ (KLIMZUG) auf regionaler Ebene Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels erforschen und erproben.

Als Teilnehmer der Konferenz erschienen Entscheider, Umsetzer und Fachleute aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und regionalen Initiativen, Vertreter von Bundes- und Landesbehörden, interessiertes Fachpublikum.

Programm der Konferenz


4. KLIMZUG-Nordhessen Regionalforum

Bild: A. Molnár

Dokumentation des vierten Regionalforums am 11. Oktober 2012, Wandelhalle, Bad Wildungen

„Klimaanpassung konkret – Erkenntnisse und Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis"

Starke Regenfälle, Stürme und lang anhaltende Trockenperioden – der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit für Wetterextreme in Nordhessen. Doch wie können Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels aussehen und wissenschaftliche Lösungen praktisch umgesetzt werden? Welches sind die entscheidenden Merkmale und Herausforderungen der Anpassungspraxis? Diesen Fragen widmete sich das vierte Regionalforum von KLIMZUG-Nordhessen. Fachleute aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft diskutierten neueste Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis.
Hauptthemen waren: Land-, Wasser und Forstwirtschaft sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen in diesen Bereichen. Zudem konnten sich Interessierte auf dem Nordhessischen Klimamarktplatz an zahlreichen Ständen über Praxisbeispiele aus der Region informieren.

Dokumentation

  • Vorträge zu Verletzlichkeiten und Lösungsansätzen in der Land-, Wasser- und Forstwissenschaft

  • Vorträge zu den Rahmenbedingungen der regionalen Klimaanpassung aus gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive

  • Fachgespräche zur inter- und transdiziplinären Kooperation bei der Umsetzung exemplarischer Klimaanpassungsmaßnahmen in Land-, Wasser- und Forstwirtschaft

  • Dargestellte Themen im Rahmen des Nordhessischen Klimamarktplatzes


3. KLIMZUG-Nordhessen Regionalforum

Dokumentation des dritten Regionalforums am 18. November 2011, Hotel am Stadtpark, Borken

„Herausforderung Klimawandel – von der Erkenntnis zur Anpassungspraxis in Nordhessen“

Starke Regenfälle, Hagel, Stürme und eine dreimonatige Trockenperiode haben uns im Jahr 2011 eine Vorstellung von möglichen Auswirkungen des Klimawandels in der Region gegeben. Wie die Anpassung an den Klimawandel erfolgen kann, zeigt das regionale Klimaanpassungsnetzwerk KLIMZUG-Nordhessen, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt. Nach drei Jahren der Zusammenarbeit mit zahlreichen nordhessischen Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Bildung, stand bei dem dritten Regionalforum die Umsetzung in die Praxis im Vordergrund.

Hauptthemen waren: Die Bedeutung des Klimawandels für den Tourismus in Nordhessen und die praktische Nutzbarmachung von wissenschaftlichen Szenarien für konkrete Anpassungsmaßnahmen vor Ort. Zudem konnten sich Interessierte auf dem Nordhessischen Klimamarktplatz an zahlreichen Ständen über Praxisbeispiele aus der Region informieren.

Dokumentation

  • Forum "Klimaveränderungen in Nordhessen - Welche Erkenntnisse liegen vor? Welche Herausforderungen entstehen?"

  • Forum "Klimaanpassung und Tourismus - (k)ein Thema für Nordhessen?"

  • Nordhessischer Klimamarktplatz

Fragen und Antworten

  • Prognosen zur zukünftigen Entwicklung des Klimas sind kaum möglich. Was rechtfertigt heutige Klimaanpassung?

  • Ist die Verwaltung aus rechtlicher Perspektive verpflichtet zu handeln, auch wenn die Entscheidungen auf unsicherer Grundlage getroffen werden müssen?

  • Ist die Einbeziehung der Öffetlichkeit bei Klimaanpassung erforderlich


2. Regionalforum "Nordhessen im Klimawandel"

Dokumentation des zweiten Regionalforums am 12. November 2010, Stadthalle Bad Hersfeld

Beim 2. Regionalforum wurden auf dem Marktplatz „Klimaanpassung in Nordhessen“ die Zwischenergebnisse zur Anpassung an den Klimawandel in den Handlungsfeldern Gesellschaft, Ressourcen, Verkehr, Szenarien, Tourismus, Gesundheit und Energie präsentiert.

Im Forum "Marktchancen im regionalen Energiesektor im Zuge des Klimawandels"wurde vertiefend dargestellt, dass eine frühzeitige Anpassung an den Klimawandel durchaus Chancen bieten kann, indem innovative Technologien neue Märkte erschließen.

Dass die Anpassung an den Klimawandel spezifische Handlungsweisen erfordert, wurde im Forum „Klimaanpassung erfordert angepasste Arbeitsformen – Lokale Aktuere und regionale Steuerung am Beispiel Gesundheit“ verdeutlicht.

In der abschließenden Podiumsdiskussion befassten sich Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, der Geschäftsführer des Regionalmanagement Nordhessen Holger Schach, Prof. Dr. Ulf Hahne und Prof. Dr. Michael Wachendorf mit der Frage, ob und in welcher Weise Klimaanpassung als strategische Option für die Region Nordhessen zu sehen ist.

Es gilt: Frühzeitige Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist Vorsorge für die Region!

Dokumentation:

  • Marktchancen im regionalen Energiesektor im Zuge des Klimawandels

  • Klimaanpassung erfordert angepasste Arbeitsformen – Lokale Aktuere und regionale Steuerung am Beispiel Gesundheit

  • Klimaanpassung als strategische Option für die Region Nordhessen


1. Regionalforum „Nordhessen im Klimawandel“

Dokumentation des ersten Regionalformums "Nordhessen im Klimawandel" am 9. Oktober 2009 im Philipp-Scheidemann-Haus, Kassel

Das erste Regionalforum bildet den Auftakt zu einem Prozess, in dem unter kontinuierlicher und breit angelegter Beteiligung gemeinsam Konzepte und Maßnahmen für ein „klimaangepasstes Nordhessen“ entwickelt werden sollen. Folgende Ziele sind mit der Durchführung des ersten Regionalforums verbunden:

  • Sensibilisierung für regionale Folgen des Klimawandels
  • Erfassen spezifischer lokaler und regionaler Vulnerabilitäten und Identifizieren spezifischer Klimaanpassungsbedarfe
  • Auftakt für regionale Diskussionen in den nordhessischen Landkreisen: Einbindung von regionalen Stakeholdern bei der Entwicklung einer Vision „klimaangepasstes Nordhessen“
  • Kommunikationsplattform für den Austausch zu klimaanpassungsrelevanten Fragen zwischen Forschung und Praxis

Zielgruppe des Regionalforums

Da die Klimafolgen verschiedenste gesellschaftliche Bereiche betreffen, erfordert die Entwicklung einer Anpassungsstrategie für eine Region gemeinsame Anstrengungen aller relevanten Akteure. Zur Zielgruppe des Regionalforums gehören:

  • Institutionalisierte Stakeholder aus der Region, insb. aus Politik und Verwaltung
  • Kooperationspartner und weitere dem Kooperationsnetzwerk angehörige Fachleute, insb. Fachvertreter der Verwaltungen der Gebietskörperschaften
  • Vertreter der sechs weiteren KLIMZUG-Verbünde

Vorträge

  • "Hessen im Klimawandel"
    Gerhard Dörger
    Abteilungsleiter Immissions- und Strahlenschutz, Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie

  • „Klimawandel in Nordhessen – Was haben wir zu erwarten?“
    Dr. Karl-Heinz Simon
    Geschäftsführer Center for Environmental Systems Research, Universität Kassel

  • "Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel in Mittel- und Südhessen"
    Dr. Ivo Gerhards
    Dezernat Regionalplanung, Regierungspräsidium Gießen

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