Umweltorientierung ein Gesicht geben

Umweltbezüge spielen seit der Gründung der Universität Kassel eine wichtige Rolle und bestimmten ihre Entwicklungsplanung. Die Umweltkompetenz der Universität Kassel setzt sich aus vier starken Elementen zusammen:

Studium und Nachwuchsförderung

Der Bereich der umweltbezogenen Bildung und Nachwuchsförderung ist ein wesentliches Element des Umweltprofils. Mit über 200 Lehrveranstaltungen im Jahr zu Umweltthemen und 20 Studiengängen mit Umweltbezug nimmt die Hochschule eine nationale Spitzenposition ein. Die meisten Studiengänge bieten dabei ein Bachelor- und Masterprogramme an. Von den Masterprogrammen werden 14 sowie 2 verschiedene Promotionskollegs in dem interdisziplinären Graduiertenzentrum für Umweltforschung und -lehre (GradZ) koordiniert. Das GradZ Umwelt der Universität Kassel bietet zahlreiche Chancen, Wissen zu Umweltthemen zu vertiefen und anzuwenden - ein einzigartiges Angebot in Deutschland. Zusätzlich ergänzen Weiterbildungsangebote auf Zertifikatsbasis und Sommer- und Winteruniversitäten zu Umweltthemen das Bildungsangebot.

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Forschung

Wichtiges Kennzeichen der Kasseler Umweltforschung sind die interdisziplinären Forschergruppen. Diese haben sich aus der Erkenntnis herausgebildet, dass die zentralen Forschungsfragen zwischen den Disziplinen angesiedelt sind. Bereits heute stammt etwa ein Viertel des Drittmittelanteils der Universität Kassel aus Projekten der umweltbezogenen Fachgebiete.

Unter dem Motto, die Stärken stärken und vernetzen, wird gezielt nach starken Forschungspartnern im Umweltbereich gesucht, um im immer stärkeren Wettbewerb die gute Ausgangsposition auszubauen. Seit 2004 gibt es einen Kooperationsvertrag mit dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH (UFZ) aus der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Ein Kooperationsvertrag mit dem Wuppertal Institut wurde 2006 abgeschlossen. Außerdem bestehen Kooperationen mit den Universitäten Göttingen und Oldenburg und der Hochschule Fulda.

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Umweltaktivitäten und Wissenstransfer

Umweltaktivitäten an der Universität Kassel tragen dazu bei das Umweltprofil uni-intern zu stärken, aber auch um es in der Region und darüber hinaus bekannt zu machen. Das Projekt Solarcampus setzt sich beispielsweise dafür ein, den Campus energieeffizienter zu gestalten und mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Über Schüler- und Kinderuniversitäten oder der Hessen-Solarcup werden Kinder und Jugendliche für umweltrelevante Themen sensibilisiert und ihnen das Arbeitsfeld eines Umweltforschers nahe gebracht. Darüber hinaus nimmt die Uni Kassel seit dem Jahr 2013 am jährlich stattfindenden Green Day, dem Orientierungstag für Umweltberufe teil, welcher sich an Schülerinnen und Schüler richtet.

Des Weiteren erfolgt der Wissenstransfer über die Öffentlichkeitsarbeit. In der Vergangenheit wurden Projekte und die Angebote der Universtität zum Beispiel auf dem „Tag der Erde" in Kassel, der „CeBit" in Hannover oder der Job- und Bildungsmesse „Erneuerbare Energien" in Gelsenkirchen präsentiert.

Die Kooperation mit verschiedenen regionalen Akteuren in Nordhessen wie der Stadt Kassel und den nordhessischen Landkreisen, aber auch dem deENet und dem Regionalmanagement sowie der cdw-Stiftungsverbund gGmbH bieten weitere Ansätze zum Wissenstransfer. Die Einrichtung eines Clusters zu dezentralen und erneuerbaren Energien (deENet) in Nordhessen wurde maßgeblich durch die Universität vorangetrieben.

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Nachhaltigkeit im Uni-Alltag

Zu einem runden Profil gehört selbstverständlich nicht nur die Forschung und die Lehre, sondern auch deren Umsetzung vor Ort. An der Universität Kassel trägt vor allem das Projekt Solarcampus sowie das Projektstudium "Nachhaltige Universität" dazu bei, den Campus grüner zu machen. Im Bereich Mobilität gibt es das Jobticket, dass auch erworben werden muss, wenn man mit dem Auto die Parkplätze am Hauptcampus nutzen will. So werden Anreize für den Umstieg auf den ÖPNV gegeben. Das Studentenwerk bietet in den Mensen einige Beilagen in Bio-Qualität an und verkauft nur Fair gehandelten Kaffee. In der Beschaffung wird z.B. auf Labels wie den blauen Engel und EnergyStar und der Einhaltung von Sozialstandards geachtet. Des Weiteren macht die Poststelle der Uni beim GoGreen Projekt der Post mit. Diese und viele weitere Aktivitäten hat die Uni Kassel in ihrem ersten Bericht zur Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Betrieb näher beschrieben. 

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