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19.10.2010 09:00

Semesterstart für rund 20.600 Studentinnen und Studenten: Uni Kassel hat absoluten Höchststand erreicht

Kassel/Witzenhausen. Mit rund 20.600 Studentinnen und Studenten (exakt 20.616, Stand 15. Oktober) wurde zum jetzt beginnenden Wintersemester 2010/2011 der höchste Stand der Studierendenzahlen in der Geschichte der Kasseler Universität erreicht (Vorjahr:19.557). Dass die Zahl der Erstsemester mit derzeit 4.750 gegenüber dem Vorjahr nicht noch einmal angestiegen ist, liegt daran, dass für noch mehr Studiengänge Zulassungsbeschränkungen verhängt werden mussten (38 im WS 10/11 zu 22 im WS 09/10). Zugleich ist die Zahl der zugelassen neuen Masterstudenten von 1.789 im WS 09/10 auf 2.056 gestiegen. Der Anteil internationaler Studierender liegt mit 11,7 Prozent auf dem Niveau vom Vorjahr. Das Verhältnis von studierenden Männern und Frauen ist mit 10.600 bzw. 10.016 annähernd ausgeglichen. Diese Zahl ist im Hinblick auf die starke natur- und technikwissenschaftliche Ausrichtung der Universität durchaus positiv zu bewerten. Die endgültigen Zahlen werden allerdings erst mit Stichtag 15. November festliegen. Größere Veränderungen sind aber nicht mehr zu erwarten.

Freude und Besorgnis zugleich äußert Universitätspräsidenten Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep:  „Ich heiße unsere Studierenden an der Universität herzlich willkommen: Sie haben sich für eine Universität entschieden, an der Wissenschaftler in Forschungsverbünden interdisziplinär Probleme lösen, wo das Studium durch forschendes Lernen mit Anwendungsbezug geprägt ist, und wo die Qualität der Lehre generell einen hohen Stellenwert hat." Aber angesichts der bereits seit Jahren bestehenden Überauslastung der Universität Kassel und der jetzt in die Universitäten kommenden geburtenstarken Jahrgänge und doppelter Abi-Jahrgänge mahnt Postlep zugleich noch mehr Unterstützung durch die Politik an: "Wir sind gerne bereit, unsere Zukunftsgeneration hervorragend auszubilden. Aber wir können nicht wie bisher und auf Dauer Lücken staatlicher Finanzierung mit besonderem persönlichen Einsatz und Kreativität überbrücken." Im nun beginnenden Wintersemester würden daher Lehrende und Studierende wieder aufgefordert sein, die bestehende Enge in Hörsälen, Mensen und Seminarräumen zu überbrücken. „Die Hochschulleitung hat so gut es geht vorgesorgt und zusätzliche Räume im Stadtgebiet angemietet, darunter Räume in Kirchen, ein Hörsaal im Klinikum und Räume in der Oskar-von Miller -Berufsschule. "Zusätzlich werden die Fachbereiche noch stärker Veranstaltungen an den Tagesrandzeiten anbieten müssen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Vorlesungen und Seminare werden von 8 Uhr am Montag bis um 21 Uhr am Freutag stattfinden."

Doch klar sei, dass die Uni Kassel unter den gegenwärtigen Bedingungen ihre räumliche Kapazitätsgrenze überschritten hat. Ein umfangreiches Neubauprogramm wird allerdings nachhaltig Abhilfe schaffen. „Die Universität Kassel braucht und verdient so schnell es geht alle durch das Land zugesagte Unterstützung, um ihr Engagement auf hohem Qualitätsniveau aufrechterhalten zu können", so der Universitätspräsident.  

Mehr als 23.000 Bewerbungen auf NC-Studienplätze lagen vor
Insgesamt waren 23.158 Bewerbungen um einen der 3.358 zulassungsbeschränkten  Studienplätze zum Wintersemester 2010/11 an der Universität Kassel zu bearbeiten. Die höchsten Zahl von Bewerbern im Verhältnis zu den vorhandenen Studienplätzen hatten in diesem Jahr der neu eingerichtete Studiengang Psychologie (2.345 Bewerbungen auf 60 Plätze sowie die Studiengänge Soziale Arbeit und Wirtschaftswissenschaften mit Bachlerorabschluss sowie das Lehramt für Grundschulen (1.989 Bewerbungen auf 140 Studienplätze zu verzeichnen. Hervorragende Auslastungszahlen erreichen auch die Technikstudiengänge, etwa im Bauingenieurwesen mit 230 Erstsemestern/ Vorjahr 138), im Maschinenbau 320/Vorjahr 291), in der Mechatronik (54/30), in der Informatik (175/147). Verdoppelt haben sich die Anfangszahlen in der Philosophie, deutliche Steigerungen gab es auch in den Studiengängen Kunstwissenschaft, Wirtschaftspädagogik sowie im Wirtschaftsrecht.

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