Nachrichten
Soziale Infrastruktur muss mit der Universität wachsen
65 Plätze in einer Tagesstätte für Kinder von Angehörigen der Kasseler Universität und ein Wohnheim für 156 Studierende – diese beiden Neubauten des Studentenwerks Kassel werden einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der sozialen Infrastruktur für die Studierenden der Universität und zur Erweiterung des Campus Holländischer Platz leisten. Mit dem symbolischen Spatenstich gaben die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, und Dr. Robert Kuhn, Kanzler der Universität Kassel, gemeinsam mit dem stellvertretenden Geschäftsführer des Studentenwerks Kassel, Thomas Lehmann, heute das Signal zum Beginn der Bauarbeiten.
Staatsministerin Kühne-Hörmann hob hervor, dass im Hinblick auf die steigenden Studierendenzahlen nicht nur ein größeres Angebot an Lehr- und Forschungsflächen nötig sei, sondern auch die soziale Infrastruktur mit der Universität wachsen müsse. In Hessen würden in den nächsten Jahren aufgrund von Eigeninvestitionen der Studentenwerke oder von Generalmietverträgen der Studentenwerke mit privaten Investoren rund 1.600 Wohnheimplätze neu entstehen.
"Das Land hat die Studentenwerke mit der Novellierung des Studentenwerksgesetzes 2006 in ihrer Autonomie gestärkt und stellt Landesliegenschaften für den Wohnheimbau unentgeltlich zur Verfügung. Das gilt auch für diese Fläche auf dem Campus Holländischer Platz. Darüber hinaus partizipieren die Studentenwerke aus den Mitteln der sozialen Wohnraumförderung. Auch das ist bei diesem Projekt gelungen", sagte Kühne-Hörmann.
Für den Bau des Kinderhauses übergab sie den Zuwendungsbescheid über gut 1,7 Millionen Euro aus dem Hochschulinvestitionsprogramm HEUREKA des Landes. Finanziert wird dieses Projekt außerdem mit 500.000 Euro aus dem Europäischen Regionalfonds EFRE des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, 345.000 Euro aus dem Investitionsprogramm des Bundes für die Schaffung von U-3-Betreuungsplätzen sowie 102.000 Euro aus Mitteln der Universität Kassel.
Universitätskanzler Dr. Kuhn sagte: "Mit dem Kinderhaus wird unser Campus noch ein Stück jünger, noch ein Stück lebendiger, noch ein Stück familienfreundlicher. 65 zusätzliche Plätze für die Kinderbetreuung sind ein großer Schritt hin zu einer besseren Vereinbarkeit von Studium und Familie. Dass davon 35 Plätze auf die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren entfallen, schließt eine besonders spürbare Lücke. Es ist Wunsch der Universitätsleitung, dass dieses Angebot in Zukunft auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschule genutzt werden kann."
Das neue Studierendenwohnheim, in dem vor allem internationale Studierende ihr Zuhause während des Aufenthalts in Kassel finden sollen, wird seinen Bewohnern hohe Aufenthaltsqualität bieten: "Im Herzen des Campus, nur wenige Schritte von Mensa, Hörsaal und Bibliothek entfernt, baut das Studentenwerk nicht nur modernen Wohnraum für Studierende, sondern plant in diesem Gebäudekomplex zugleich offene Treffpunkte für Studierende und Räume für Begegnungen zwischen Campus und Stadt", kündigte Thomas Lehmann, stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks Kassel an.
Dem Land Hessen dankte Lehmann ausdrücklich für die unentgeltliche Überlassung des Grundstücks auf dem Campus Nord. Zugleich wies er darauf hin, dass die Finanzierung des Wohnheims eine wahre Herkules-Aufgabe sei: Die Gesamtkosten für dieses Projekt lägen bei 8,3 Millionen Euro, die das Studentenwerk allein stemmen müsse. Lehmann fügte hinzu: "Doch wo, wenn nicht in der Herkules-Stadt Kassel, wäre mehr Zuversicht zu finden, dass auch sehr große Aufgaben erfolgreich gemeistert werden können?"
Das Kinderhaus soll im Spätsommer 2013 eröffnet werden. Im Wintersemester 2013/2014 werden dann auch die ersten Studierenden das neue Wohnheim beziehen können.
Infos
Dr. Guido Rijkhoek
Universität Kassel
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0561/804-2217
E-Mail: rijkhoek@uni-kassel.de
