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28.10.2010 09:00

Uni Kassel erwirbt Kasseler Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Kassel. Drei Gebäude, die die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) bislang in Kassel unterhielt, hat die Universität Kassel am Mittwoch mit Unterschrift unter den notariellen Kaufvertrag erworben. Die Universität Kassel erwirbt die drei Gebäude für rund 1,5 Mio. Euro. Die offizielle Übergabe findet am 1. Dezember statt. Die Gebäude in der Wilhelmshöher Allee 47/ Ecke Sophienstraße und Pfannkuchstraße 1 wurden frei, nachdem die KVH mit Hauptsitz in Frankfurt/M. im Zuge eines Konzentrationsprozesses mehrere Filialen geschlossen hat, darunter die in Kassel. Im Gebäude Wilhelmshöher Allee 67 verbleibt die Arztnotrufzentrale als Hauptmieter.

Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep: „Ich bin sehr froh darüber, dass die Universität damit für Drittmittelprojekte, Forschungsverbünde und Fachgebiete aus dem IT-Bereich Gebäude in bester Qualität und in nächster Nähe zum Fachbereich Elektrotechnik/ Informatik in der Wilhelmshöher Allee 71/73 (ehem. Ingenieurschule) gefunden hat. Der IT-Forschungsbereich der Universität Kassel ist einer unserer Wachstumsfaktoren".

Das Konzept der vernetzten Forschung von IT-Technik und ihren gesellschaftlichen und rechtlichen Bedingungen und Auswirkungen werde unter anderem erfolgreich im Forschungszentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) und im daran angegliederten Projekt VENUS (Gestaltung technisch-sozialer Vernetzung in situativen ubiquitären Systemen) praktiziert. „Für die weitere erfolgreiche Einwerbung von Forschungsprojekten stehen auch nach Einzug des ITeG noch Kapazitäten für neue Forschungsverbünde zur Verfügung", so Postlep.

Das ITeG umfasst die Fachgebiete Kommunikationstechnik, Mensch-Maschine-System-technik, Öffentliches Recht, Verteilte Systeme, Wirtschaftsinformatik und Wissensverarbeitung. Beteiligt sind 35 Wissenschaftler sowie ein Promotionskolleg mit über 40 Doktorandinnen und Doktoranden. Mit dem VENUS-Antrag war das ITeG in der zweiten Förderstaffel des hessischen Forschungsförderungsprogramms „LOEWE Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz" erfolgreich: Es erzielte eine Zusage für eine LOEWE-Schwerpunktförderung in Höhe von 4,2 Mio. Euro. VENUS soll ein bundesweit führender und international sichtbarer Forschungsschwerpunkt an der Universität Kassel werden. Die LOEWE-Förderung läuft von 2010 bis 2012.

Das ITeG ist derzeit im Gebäude Wilhelmshöher Allee 64 - 66 untergebracht. Ebenfalls dort ansässig ist die Bezügestelle Hessische Hochschulen und Forschungsanstalt Geisenheim (BHF) als Einrichtung der Universität Kassel für alle hessischen Hochschulen. Mit dem Auszug des ITeG wird auch die BHF umziehen, wohin ist derzeit nocht nicht festgelegt..

Nach einer Renovierungs- und Sanierungsphase stehen die Gebäude Wilhelmshöher Allee 47/ Ecke Sophienstraße und Pfannkuchstraße 1 ab 1. April zur Verfügung, die Arztnotrufzentrale bleibt als Mieter im bestehenden Gebäude. Die 21 verbliebenen Mitarbeiter der KVH werden bis zu einem Umzug bis 31. März 2011 das Gebäude Wilhelmshöher Allee 47 nutzen. Die KVH-Gebäude befinden sich in sehr gutem baulichem Zustand, sie müssen im Wesentlichen nur im Bereich der IT-Ausstattung auf Uni-Standards angeglichen und ins universitäre Datennetz integriert werden. Die bisherige Innenausstattung bleibt weitgehend bestehen. Die Sanierungsmaßnahmen betreffen u. a. Fensteraustausch, Fassadendämmung und die Erneuerungen der Elektrik bei Kosten von ca. 1 Mio. Euro. Das Gebäude Wilhelmshöher Allee 47 stammt aus dem Jahr 1952 und bietet auf einer Nutzfläche von 610,94 Quadratmetern insgesamt 21 Büroräume für rund 50 Personen. Im Gebäude Wilhelmshöher Allee/Pfannkuchstraße, das 1957 als Verwaltungsgebäude errichtet wurde und mehrfach erweitert und angebaut wurde, befinden sich auf einer Nutzfläche von 1978,33 Quadratmetern 48 Büroräume auf vier Etagen für rund 100 Personen, ein Sitzungssaal mit 130 Plätzen sowie ein kleiner Sitzungssaal.

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