Meldung

21.03.2017 10:28

Hochschulperle des Monats für Kasseler UNIKAT-Fellowship-Programm

Der Stifterverband zeichnet die Kasseler Postdoc-UNIKAT-Fellowships mit der Hochschulperle des Monats März aus. Sie unterstützen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nach der Promotion bei anwendungsorientierter Forschung.

Das Förderprogramm basiert auf der Zusammenarbeit der Universität Kassel mit der B. Braun Melsungen AG, einem hessischen Hersteller von Pharma- und Medizinprodukten. Zugleich sollen die aus den Postdoc-UNIKAT-Fellowships gewonnenen Forschungsergebnisse selbst Grundlage für Kooperationen mit Unternehmen oder Organisationen, für Start-ups oder Vermarktungsaktivitäten sein.

Die durch die Fellowships geförderten Projekte drehen sich um technische, soziale, ökologische oder auch kulturelle Innovationen. Sie sollen in konkrete Produkt-, Service- oder Geschäftskonzepte münden. Die Förderung umfasst eine Vollzeitstelle für den Zeitraum von zwölf Monaten sowie 5.000 Euro für Sachmittel. Bewerben können sich Absolventen der Universität Kassel, die ihre Dissertation bereits abgeschlossen haben. Das Fellowship wird einmal pro Jahr für herausragende anwendungsbezogene Forschung vergeben. Fellow 2017 ist eine Nachwuchswissenschaftlerin, die sich mit Bewässerungssystemen in der Landwirtschaft auseinandersetzt.

Die B. Braun Melsungen AG hat damit ihre strategische Kooperation mit der Hochschule ausgeweitet. Sie unterstützt den wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Kassel bereits seit 1989 im Rahmen des Otto-Braun-Fonds mit Promotionsstipendien und Stipendien für künstlerische Abschlussarbeiten.

„Für uns als Unternehmen ist der Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Industrie besonders wichtig“, macht B. Braun-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Heinz-Walter Große deutlich. „Die Kasseler Postdoc-UNIKAT-Fellowships sind für uns eine Möglichkeit, Grundlagenforschung mit Praxisanwendung innovativ zu verknüpfen und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Region erfolgreich zu unterstützen“, so Große weiter.

Für die Jury des Stifterverbandes sind die Postdoc-UNIKAT-Fellowships ein attraktives Transferinstrument, das es jungen Wissenschaftlern ermöglicht, an der Schnittstelle zwischen Grundlage und Anwendung zu forschen. Positiv fiel den Juroren auf, dass der Innovationsbegriff weit gefasst ist, ebenso die leichte Übertragbarkeit des Förderprinzips an andere Hochschulen.

Website zum Projekt:
www.uni-kassel.de/go/unikat-fellowship

Kontakt:
Dr. Isabelle Schulze
Universität Kassel
Graduiertenakademie
Tel.: 0561 804-1968
E-Mail: isabelle.schulze@uni-kassel.de