Meldung

28.08.2017 10:28

Wissenschaftsstandort Hessen in den USA präsentiert

Bei der 17. Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN) in San Francisco stand das Bundesland Hessen im Fokus. Der Präsident der Universität Kassel, Prof. Dr. Reiner Finkeldey: "Die Universität Kassel kann bei der Rekrutierung von jungen Forscherinnen und Forschern von einer konsequenten Umsetzung ihrer Internationalisierungsstrategie profitieren."

Die Präsidentinnen und Präsidenten aller hessischen Universitäten sowie der Sprecher der hessischen Fachhochschulen gemeinsam mit dem Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein (3. v. r.) während der 17. Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN) in San Francisco, USA. Ganz rechts Prof. Dr. Reiner Finkeldey. Foto: Schlein/HMWK.

Austausch, Vernetzung und Karriereberatung stehen traditionell im Fokus der Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN): Bereits zum 17. Mal hat die GAIN-Tagung in San Francisco, USA, über dreihundert deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die derzeit in den USA forschen und eine Rückkehr nach Deutschland erwägen, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Deutschland zusammengebracht. Erstmals haben in diesem Jahr die Präsidentinnen und Präsidenten aller hessischen Universitäten gemeinsam mit dem Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Hessen präsentiert: Hessen war ein Länderschwerpunkt auf der Tagung.

„Hessen ist ein Land mit sehr leistungsstarken Universitäten, die international sehr sichtbare und exzellente Forschungsschwerpunkte in allen Fächerzonen aufweisen“, so Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), Sprecher der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) und Vizepräsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). „Gerade heute gibt es für deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hervorragende berufliche Möglichkeiten und Karriereoptionen in Hessen.“ Mit Drittmitteleinnahmen in Höhe von rund 563 Millionen Euro pro Jahr und knapp 155.000 Studierenden demonstrieren die fünf hessischen Universitäten eindrucksvoll die enorme Attraktivität und Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Hessen.

„Internationale Zusammenarbeit in Forschung und Lehre ist in der heutigen, von politischen Turbulenzen geprägten Zeit wichtiger denn je“, ergänzte Prof. Dr. Reiner Finkeldey, Präsident der Universität Kassel, aus Kasseler Sicht. „Die Unabhängigkeit und Freiheit der Wissenschaft in Deutschland stellt einen wichtigen Standortvorteil dar. Vor diesem Hintergrund zeigten viele Diskussionen während der GAIN-Tagung, dass die Universität Kassel von einer konsequenten Umsetzung ihrer Internationalisierungsstrategie profitieren kann. Dazu gehört auch die aktive Rekrutierung von jungen Forscherinnen und Forschern mit internationaler Erfahrung, die ihre Karriere gern in Kassel fortsetzen möchten.“ 

Während der GAIN-Jahrestagung haben die Präsidentinnen und Präsidenten hessischer Hochschulen sowie Wissenschaftsminister Boris Rhein bei einem Workshop die Arbeitsmarktsituation am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Hessen dargestellt. Neben den Karrierewegen an hessischen Hochschulen stand die Verlässlichkeit der Karriereplanung im Fokus – Themen, die gerade für junge Akademikerinnen und Akademiker von großem Interesse sind.

Durch die Rückgewinnung von in den USA bestens vernetzten Forscherinnen und Forschern ergeben sich für die hessischen Universitäten auch wichtige Perspektiven für die Internationalisierung, da die zurückkehrenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die hessischen Hochschulen direkt mit den besten Forschungsuniversitäten in den USA in Verbindung bringen.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Ich habe gerne die Gelegenheit genutzt, den Wissenschaftsstandort Hessen mit seinen exzellenten Landesprogrammen vorzustellen und damit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Lust auf eine mögliche Rückkehr und damit Forschung sowie Lehre in unserem Bundesland zu machen. Mit unserem Bauprogramm HEUREKA und dem bundesweit einzigartigen Forschungsförderprogramm LOEWE haben wir in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum in Wissenschaft und Forschung erreicht. Mit HEUREKA stellen wir den Hochschulen insgesamt vier Milliarden Euro für Ausbau und Sanierung bis 2025 zur Verfügung. Bundesweit einmalig ist das Forschungsförderprogramm LOEWE, das interdisziplinäre und standortübergreifende Forschung auf Spitzenniveau ermöglicht. Für das Programm haben wir bis 2016 bereits insgesamt rund 671 Millionen Euro bereitgestellt. Im Jahr 2017 beträgt das LOEWE-Budget rund 58 Millionen Euro. Außerdem haben wir allein in diesem Jahr 160 neue Professorenplanstellen und 50 Professorenstellen für den wissenschaftlichen Nachwuchs geschaffen sowie mehr Geld für die Studentenwerke zur Verfügung gestellt. Insgesamt stärkt das Land Wissenschaft und Forschung in 2017 mit über 2,685 Milliarden Euro.“

GAIN ist eine Gemeinschaftsinitiative der Alexander von Humboldt-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Fraunhofer Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Studienstiftung des deutschen Volkes e.V. und die Deutsche Krebshilfe e.V. sind assoziierte Mitglieder.