Veranstaltung

Titel: Vortrag: "Goethe und das Goethe-Nationalmuseum in Weimar – eine Kulturgeschichte"
Startdatum: 10 Februar
Startzeit: 19:30
Stoppzeit: 21:30Uhr
Veranstalter: Kurhessische Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft e.V. in Verbindung mit: Goethe-Gesellschaft, Museumsverein, Museumslandscha
Referent:
Dr. Paul Kahl (Göttingen) 
Ort: Hörsaal der Universität Kassel, Campus Wilhelmshöher Allee 71-73, Eingang C
Beschreibung:

Vortrag mit Beamerprojektion mit Dr. Paul Kahl (Göttingen).

Infotext:

Goethes Wohnhaus in Weimar gilt bis heute als ein deutsches „Nationalsymbol“. Seine aus den Quellen erarbeitete Geschichte zeigt, wie sich im Goethehaus und seinen Erweiterungsgebäuden die deutsche Geschichte des 19. wie die des 20. Jahrhunderts spiegelt. 1842 wäre das Goethehaus beinahe zum ersten Nationalmuseum der Deutschen geworden, hätten sich Goethes Enkel nicht im letzten Augenblick gegen den Verkauf entschieden. 1935 wurde mit dem Goethemuseum neben dem Goethehaus der erste Museumsbau des nationalsozialistischen Deutschland eröffnet, und Adolf Hitler, der wichtigste Geldgeber, wurde als Stifter verehrt.

Paul Kahl erschließt „Zeitschichten“, die dem Besucher kaum sichtbar sind: Der Erinnerungsort Goethe-Nationalmuseum, wenige Kilometer vom einstigen KZ-Lager Buchenwald entfernt, repräsentiert die deutsche Bildungstradition – aber auch ihr Scheitern im 20. Jahrhundert. Sein Buch „Die Erfindung des Dichterhauses“ (2015) hat in Weimar eine erinnerungskulturelle Kontroverse ausgelöst, sie betrifft Weimar im Ganzen und das Weimarer Spannungsfeld zwischen „Goethe“ und „Buchenwald“.

Paul Kahl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Uni Göttingen (DFG-Projekt „Kulturgeschichte des Dichterhauses“) und arbeitet als freier Dozent.
 

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