1970er Jahre

Für einige Mitglieder des Arbeitskreises Universität Kassel war die 1971 gegründete integrierte Gesamthochschule Kassel zwar nicht die Hochschule, die sie sich wünschten, nachdem das Land eine Gesamthochschule - ohne Medizin und Jura - eingerichtet hatte. Dennoch ging das Engagement unermüdlich weiter. So entwickelte man beispielsweise das Format der Kasseler Hochschulwochen. Wissenschaftler der Hochschule boten, von dem Arbeitskreis Gesamthochschule Kasseler organisiert, Vortragsveranstaltungsreihe in Kassel und in der Region an. Ziel war, die Gesamthochschule Kassel bekannt zu machen und ihre regionale Verankerung zu stärken. Im folgenden Vorwort zur Dokumentation der 1. Kasseler Hochschulwoche vom 14. bis 18. Mai 1973 hat der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesamthochschule Kassel, Prof. Dr. Georg Wannagat, verfasst. Die Textstelle ist dem Band „1. Kasseler Hochschulwoche/ 14. bis 18.Mai 1973“ entnommen; dieser wurde herausgeben vom Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel, 200 Seiten, Bärenreiter Verlag, Kassel, 1974.

Vorwort

 In der Zeit von 14. bis 18. Mai 1973 führte der Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel die  „1. Kasseler Hochschulwoche“  durch.

Der Arbeitskreis ist eine im Jahr 1969 gegründete Vereinigung von Bürgern und Institutionen, die durch ihre Initiative wesentlich zur Errichtung der Gesamthochschule Kassel beigetragen hat. In den vergangenen Jahren hat der Arbeitskreis maßgeblich an der Planung der Gesamthochschule mitgewirkt, hat Arbeitsausschüsse eingesetzt und war im Gründungsbeirat der Hochschule vertreten. Auch nach Errichtung der Hochschule – dem ersten Modell„ einer Integrierten Gesamthochschule“ in der Bundesrepublik Deutschland – im Jahre 1971 – sieht es der Arbeitskreis als eine seiner vordringlichen Aufgaben an, die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Bevölkerung der nordhessischen Regionen und der Gesamthochschule Kassel zu intensivieren.

Die „1. Kasseler Hochschulwoche“ trug dazu bei, die Angehörigen der Hochschule und die nordhessischen Bürger über die Gesamthochschule Kassel, ihre Tätigkeit und ihre Probleme zu informieren.

Wegen des regen Interesses an dieser Veranstaltung – bei der Eröffnung waren etwa 1200 Besucher im Staatstheater Kassel anwesend – hat sich der Arbeitskreis zur Herausgabe dieses Sammelbandes entschlossen.

Das Programm der „1. Kasseler Hochschulwoche“ war breit gefächert. Es erstreckte sich über Beiträge sowohl zur allgemeinen Hochschul- und Bildungspolitik als auch zur regionalen Bedeutung der Gesamthochschule Kassel für die Stadt Kassel und die nordhessische Region bis hin zu fachwissenschaftlichen Referaten.

Wir hoffen, mit der Veröffentlichung dieser Beiträge einen größeren Leserkreis ansprechen und dazu beitragen zu können, der nordhessischen Region und ihrer Bevölkerung gefördert und vertieft wird.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesamthochschule Kassel, Prof. Dr. Georg Wannagat


1970

Vorsitzender ist Dr. Josef Rust; Stellvertretende Vorsitzende sind Prof. Dr. H.U. Asemissen, Stadtrat Wolfgang Becker, Stadtschulrat Kassel,  Dipl.-Ing. Theodor Hennig, Heinrich Kohl (Landrat Frankenberg, MdL),  Gustav Ludwig (1. Vorsitzender DGB-Kreisverband Kassel), Dr. Renate von Trott zu Solz, Stadtverordnete. Beisitzer sind Walter Heilwagen, Eitel Oskar Höhne (Landrat), Fred Link, Prof. Dr. med. Wilhelm Wepler, Chefarzt Stadtkrankenhaus Kassel, Richard Häusler und Dr. Walter Vigener. Ausgeschieden sind: Dr. Erich Reimann, Heinz Jünemann, Hans Mangold, Karl Reuter, Dr. Norman von Scherpenberg.

Quelle: Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel am 4.6. 1970

1972

Neu gewählt wurden Prof. Dr. Georg Wannagat, Präsident des Bundessozialgerichts Kassel, (Vorsitzender) Prof. Dr. Klaus Barner, Hochschullehrer Gesamthochschule Kassel, Prof. Dr. Hans-Karl Beckmann, Hochschullehrer Gesamthochschule Kassel, Norbert Berentz, Studenten der Gesamthochschule Kassel, Dr. Josef Rust als stellvertretende Vorsitzende. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Prof Asemissen.

Quelle. Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel von 19.10.1972

1974

Bis März 1970 befand sich der Sitz des Arbeitskreises im Schloss Bellevue (kostenfrei). Die Stadt Kassel stellt ab März 1974 mietkostenfrei zwei Räume im 1. Obergeschoß des Gebäudes Ständeplatz 16 zur Verfügung. Quelle: Briefwechsel, Geschäftsstelle.

1975

Dr. Karl Branner wird erneut zum Vorsitzenden gewählt, stellvertretende Vorsitzende wird Barbara Dierichs. Dem Vorstand gehören als stellvertretende Vorsitzende Dr. Renate von Trott zu Solz, Prof. Dr. Lucius Burckhard, Stadtrat Wolfgang Becker, Sonderschuldirektor Klaus Thümmler und Prof. Dr. Günter Hartfield an. Weitere Vorstandsmitglieder sind Theodor Henning, Dr. Josef Rust, Alfred Schmidt (MdL) und Ralph Lüdtke (Wissenschaftlicher Mitarbeiter).

Quelle: Protokoll der Mitgliederversammlung am 27.11.1975

Ehrenamtlicher Geschäftsführer ist Dr. Karl Fritz Heise bis circa 1984.  Seit 1969 leitet er das Amt für Kulturpflege in Kassel. Er war zuvor freier Journalist tätig und seit 1959 ehrenamtlicher Geschäftsführer der Asiatisch-Afrikanischen Studentenföderation an der Uni Göttingen. Siehe auch seinen Beitrag „Vorspiele zur Gesamthochschule Kassel“.

VORSPIELE ZUR GESAMTHOCHSCHULE. EIN GESCHICHTLICHER AUFRISS

Karl Fritz Heise

Als am 18. Juni 1970 der Hessische Landtag in 3. Lesung mit den Stim-
men der SPD, CDU und FDP, bei Stimmenthaltung der NPD, das Ge-
setz über die Errichtung einer Gesamthochschule in Kassel verabschie-
dete, da geschah das in der Überzeugung, dass in Kassel bereits vorhan-
dene Höhere Fachschulen verschiedenster Zielsetzung und die Staatli-
che Hochschule für bildende Künste eine breite Basis boten, um in Kas-
sel eine wissenschaftliche Hochschule zu errichten. Sie ist inzwischen
in die Reihe der Universitäten des Landes, kraft Gesetz, eingetreten.

Der Grundstock: Die Höheren Fachschulen und die Hochschule für
bildende Künste

Zum Zeitpunkt der Gründung waren in Kassel folgende Einrichtungen
vorhanden: Die Staatliche Hochschule für bildende Künste, an der eine
Ausbildung in allen Arten künstlerischer Gestaltung möglich war und
die auch Kunsterzieher für das Höhere Lehramt heranbildete (ca. 450
Studierende); die Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen (ca.
500 Studierende); die Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen mit den
Abteilungen Hochbau und Ingenieurbau (ca. 300 Studierende); die Staat-
liche Höhere Wirtschaftsfachschule (über 300 Studierende); die Höhere
Fachschule für Sozialpädagogik der Stadt Kassel (ca. 70 Studierende);
das Pädagogische Fachinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern in
musisch-technischen Fächern (ca. 300 Studierende); eine Kirchliche
Höhere Fachschule für Sozialarbeit (ca. 100 Studierende) sowie ferner,
im weiteren Einzugsbereich der Stadt Kassel, die Ingenieurschule für
Landbau und die Deutsche Ingenieurschule für ausländische Landwirt-
schaft in Witzenhausen (insgesamt ca. 200 Studierende).


Vorhandene Bibliotheken

Für den Bereich des zu planenden integrierten Gesamt-Bibliotheks-
systems wurde davon ausgegangen, dass folgende Bibliotheksbestände
einen gewissen Grundstock boten: Außer der Murhardschen Bibliothek
der Stadt Kassel und Landesbibliothek (MuLB) (300.000 Bde.) mit ihrer
universellen Sammelaufgabe gab es in Kassel eine Reihe von wissen-
schaftlichen Spezialbibliotheken. Am Sitz der beiden hier tätigen Bun-
desgerichte entwickelten sich seit 1954 die Bibliotheken des Bundesso-
zialgerichtes (60.000 Bde.) und des Bundesarbeitsgerichtes (30.000 Bde.)
als juristische Spezialbibliotheken; diese Bibliotheken wurden ergänzt
durch eine etwa 10.000 Bände umfassende Sammlung mit Literatur zum
Verwaltungsrecht im Regierungspräsidium und den recht umfangreichen
Handbibliotheken im Landgericht, im Verwaltungsgericht und im Hessi-
schen Verwaltungsgerichtshof. Seit 1950 bestand eine theologische Spe-
zialbibliothek des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von
Kurhessen-Waldeck (25.000 Bde.) Die inzwischen vereinigten Biblio-
theken der Werkkunstschule (6.200 Bde.) und der Staatlichen Hochschu-
le für bildende Künste (7. 500 Bde.) sowie vor allem die Kunstbibliothek
der Staatlichen Kunstsammlungen (30.000 Bde.) enthielten jeweils mehr
oder minder umfangreiche Sammlungen von Literatur zur allgemeinen
und speziellen Kunstgeschichte. Eine umfassendere Bibliothek mit pä-
dagogischer Literatur (20.000 Bde.) war der Außenstelle Kassel des
Hessischen Instituts für Lehrerfortbildung angegliedert. Spezielle wirt-
schaftswissenschaftliche Literatur sammelte die Bibliothek der Indust-
rie- und Handelskammer (8.000 Bde.) Den wissenschaftlichen Vorbe-
reitungen der industriellen Fertigung dienten die Werksbibliotheken der
Rheinstahl Henschel AG (13.000 Bde.) der Wintershall AG (4.000 Bde.)
und der Glanzstoff Spinnfaser AG (4.000 Bde.) Technische Literatur
fand sich in den Bibliotheken der Staatlichen Ingenieurschulen für Bau-
wesen (5.000 Bde.) und für Maschinenwesen (3.300 Bde.) Die Amerika-
nische Bücherei (17.500 Bde.) hatte amerikanische Literatur aller Be-
reiche in umfassendem Sinne gesammelt und eröffnete ihren Besuchern
schnelle Informationsmöglichkeiten. Die geplante Einrichtung einer me-
dizinischen Fachbibliothek als Abteilung der Murhardschen und Landes-
bibliothek im Bereich des Akademischen Lehrkrankenhauses sollte die
Versorgung mit medizinischer Fachliteratur, vor allem mit den Zeit-
schriften dieses Fachgebietes, wesentlich verbessern. Als allgemeine
Bildungsbibliothek diente die Stadtbücherei (StB) Kassel (100.000 Bde.)
mit ihrem ausgedehnten Sachbuchbestand an umfassender Information,
fachlicher Weiterbildung und Jugendbildung.

Zwei dieser Bibliotheken - MuLB und StB - hatten bereits begonnen,
sich mit dem Ziel engerer Zusammenarbeit zu einem Bibliotheksorga-
nismus mit wohl abgestimmter Aufgabenverteilung zu konsolidieren. So
entlastete die unter gleicher Leitung stehende StB die MuLB von den Auf-
gaben einer allgemeinen Bildungs- und Lesebibliothek für die Bürger
der Stadt. Andererseits ergänzte die MuLB die öffentlichen Kirchen-,
Hoch- und Fachschulbibliotheken sowie die Bibliotheken der Bundesge-
richte mit allgemeiner und allgemein fachlicher Literatur. lm Laufe
der weiteren Entwicklung der Hochschule wurde aufgrund eines beson-
deren Vertrages die Murhardsche Bibliothek im Jahre 1976 in die Ver-
waltung des Landes überführt.

Die hier eben gegebene Übersicht über die bei Gründung der Gesamt-
hochschule Kassel vorhandenen Lehr- und Forschungseinrichtungen so-
wie Bibliotheken zeugen von dem Faktum, dass diese neue Hochschule
nicht auf Sand gebaut wurde. Eine jahrhundertelange Entwicklung mit
Initiativen und oft auch danach ergebnislosem Auslaufen hatte zu dieser
respektablen Breite von kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen
geführt. Auch die Museen mit ihren großen Beständen gaben und geben
der Stadt eine Atmosphäre, in der sich geistiges Leben wohl zu entwik-
keln vermag. Und schließlich darf die Musikgeschichte dieser Stadt
nicht unerwähnt bleiben, wenn man von dieser Atmosphäre spricht. - Im
Folgenden sollen daher die Bemühungen skizziert werden, die in den
letzten Jahrhunderten auf die Ansiedlung von wissenschaftlichen Schu-
len abzielten.


Geschichtliche Entwicklung

Das politische wie das kulturelle Leben des nordhessischen Raumes
war in den letzten Jahrhunderten von seinen Fürsten bestimmt. Als im
17. Jahrhundert Marburg mit seiner Universität dem Fürstenhaus ver-
loren gegangen war, erhielt Kassel für 20 Jahre von 1633 bis 1653 eine
Universität, die aus dem "Collegium Adelphicum" entstanden war. Als
Marburg an das Herrscherhaus zurückfiel, schien eine Landesuniversi-
tät nicht mehr notwendig zu sein. Doch wurde bereits 60 Jahre später
(1709) das "Collegium Carolinum" gegründet, an dem Physik, Mathe-
natik und Medizin gelehrt wurden.


Die erste deutsche polytechnische Lehranstalt erhielt Kassel im Jahre
1832. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts bestand die Möglich-
keit, in Kassel eine Technische Hochschule zu bekommen, doch hätte
die Stadt Kassel einen Betrag von 80.000 Talern aufbringen müssen,
um die Absicht der Preußen, die sich 1866 Hessen einverleibt hatten,
zu unterstützen. Da die Stadt sich dazu nicht in der Lage fühlte, kam
die Technische Hochschule nach Aachen.

Ein weiterer Schritt auf dem Wege zur künftigen Gesamthochschule wur-
de 1777 mit der Gründung der Zeichen-, Maler- und Bildhauerakademie
begangen. Sie wurde 1918 in "Kunstakademie" umbenannt, 1932 geschlos-
sen. Als "Kunsthochschule des Landes Hessen" wurde sie nach dem
letzten Kriege wieder eröffnet und mit der Staatlichen Werkkunstschule
gemeinsam in die "Hochschule für bildende Künste" überführt. 1930 er-
hielt Kassel mit einer Pädagogischen Akademie einen neuen Ansatz, die
zu großen Hoffnungen berechtigte. Leider wurde dieser Versuch nach
einigen Jahren wieder abgebrochen, da dem preußischen Staat das Geld
ausgegangen war.

Initiativen in der Gegenwart

In dem Bemühen, der aus dem Bombenschutt mühevoll aufgebauten
Stadt Kassel die Chance zu einer neuerlichen Überhöhung des wirtschaft-
lichen und geistigen Lebens zu geben, entwickelte im Jahre 1958 der
damalige Bürgermeister und spätere Oberbürgermeister Karl Branner
zum ersten Mal in der Öffentlichkeit seine Gedanken über Kassel als
Standort einer Universität. Er war zu der Zeit Wirtschaftsdezernent.

Die Fakten, die durch die 80%ige Zerstörung der Stadt während des Luft-
krieges geschaffen waren, bestimmten die Wirtschaftskraft der Stadt.
Durch die Teilung Deutschlands war der Industrie- und Handelskammer
Kassel die Hälfte ihres Hinterlandes in Thüringen um Mühlhausen herum
verlorengegangen. K. Branner richtete als Wirtschaftsdezernent in Kas-
sel Universitätswochen ein, an denen die um Kassel liegenden hessi-
schen Hochschulen, eingeschlossen das niedersächsische Göttingen, be-
teiligt wurden. 1964 wurden die Universitätswochen zum ersten Mal ver-
anstaltet. Hierbei äußerte er Gedanken über die Möglichkeit der Bil-
dung einer Medizinischen Akademie. Auch schien ihm der Gedanke an-
gebracht, Kassel als Sitz einer Technischen Hochschule zu wählen. Er
bedauerte in diesem Zusammenhang, dass es nicht bereits 1866 zur
Gründung einer solchen Hochschule in Kassel gekommen sei. Seit die-
ser Zeit wurden die Gedanken an die Gründung einer wissenschaftlichen
Hochschule im nordhessischen Raum sowohl in der Presse wie im Rund-
funk und Fernsehen immer breiter erörtert. Der heutige Leiter des Stu-
dio Kassel des Hessischen Rundfunks, Kurt Morneweg, analysierte in
zahlreichen Interviews mit vielen Persönlichkeiten, wie auch dem da-
maligen Ministerpräsidenten Georg August Zinn, die Gegebenheiten
Nordhessens und bestand immer wieder auf der Forderung nach einer
Hochschule.

In den Jahren 1962 bis 1964 richtete sich das Streben der Politiker in
Kassel auf die Errichtung einer medizinischen Akademie. Ausgelöst
waren diese Bemühungen durch die Notwendigkeit, die Kliniken der
Stadt zu modernisieren und auf die Bedürfnisse des Umlandes von Kas-
sel auszurichten. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrates schienen
die Perspektiven eröffnet zu haben. Der Magistrat der Stadt behandelte
diese Fragen am 26. März 1962, wenige Wochen später die Kasseler
Stadtverordneten1. Die Ärzteschaft des Stadtkrankenhauses legte ihre
Überlegungen in einer Denkschrift über eine medizinische Akademie in
Kassel ebenfalls nieder. Der damalige Hessische Kultusminister Schüt-
te wollte die Frage der medizinischen Akademie in einer Sachverständi-
genkommission klären lassen. Ein Jahr später lebte die Diskussion in
veränderter Form, nämlich mit der Zielsetzung einer 2. Medizinischen
Fakultät der Universität Marburg in Kassel, wieder auf. Die Stadt Kas-
sel ergriff selbst die Initiative zu einem Gespräch mit der Universität
Marburg. Seit dieser Zeit betrieb die Stadt intensiv den Ausbau ihrer
Kliniken, und sie zog ebenso systematisch habilitierte Ärzte heran, die
zugleich Lehraufträge an anderen Universitäten ausführten. Dennoch
gelang es nicht, mit diesen Intentionen voranzukommen.

Nach diesem Versuch, sozusagen auf einem schmalen Weg erste Bastio-
nen zu errichten, wandte sich das Interesse wiederum großen Lösungen
zu. Am 4. Mai 1966 stellte die Stadtverordnetenfraktion der SPD den
Antrag, Kassel zum Standort einer naturwissenschaftlich-technischen
Universität zu machen. Die Stadtverordnetenversammlung stellte sich
einstimmig hinter diesen Antrag und beauftragte den Magistrat, vorbe-
reitende Gespräche zur Errichtung einer naturwissenschaftlich-techni-
schen Universität zu führen. Das Land Hessen reagierte auf das ständi-
ge Drängen Kassels mit Zurückhaltung. Letztlich war diese Einstellung
verständlich, da das Land, das in der Bundesrepublik mit seiner Hoch-
schulpolitik eine führende Stellung einnahm, bereits mit vier Hochschulen
belastet war. Die Gesamtdiskussion um Fragen der Wissenschaft
und Hochschulpolitik aber war noch nicht so weit gediehen, dass die Län-
der in ihrer Gesamtheit bereit waren, gemeinsam mit dem Bund Fragen
der Wissenschaftspolitik anzufassen. Der Magistrat der Stadt verfolgte
dennoch hartnäckig und zielbewusst eine Politik vorbereitender Schritte.

Regionale und überregionale Motive für die Gründung einer Hochschule

Die Bevölkerung der Stadt Kassel betrug 1970 rund 214. 000 Einwohner.
Im weiteren Raum Kassels lebten auf rund 3.000 qkm rund 600.000 Men-
schen. Beinahe eine Million Menschen wohnten in jenem Einzugsbereich,
für den Kassel als Oberzentrum galt. Dieser Raum war mit Hochschul-
einrichtungen nicht ausreichend versorgt. Ein großer Teil der heran-
wachsenden bildungswilligen Menschen dieses Raumes ging verloren, da
er nicht in unmittelbarer Nähe Hochschuleinrichtungen zu seiner Aus-
bildung fand. Diese Tatsache blieb in Zukunft von gleicher Bedeutung,
da der Anteil der Kinder von Nichtakademikern unter den Studierenden
stieg und diese Gruppe aus verschiedenen Gründen heraus nicht gewillt
war, sich zu entfernter liegenden Hochschulen zu begeben.

Einer Abwanderung von Studienwilligen ist nur durch eine Hochschul-
gründung entgegenzuwirken. Die Arbeitsgruppe Standortforschung der
TU Hannover gab bei ihrem Zwischenbericht vor der Stadtverordneten-
versammlung im Mai 1970 folgendes Zahlenmaterial bekannt2:

70 % der im engeren Untermaingebiet beheimateten Studierenden waren
1961 an hessischen Hochschulen immatrikuliert. Die Quote für den Be-
zirk Kassel betrug lediglich 68 %. Sie blieb auch 1965 unverändert. Noch
erheblich niedrigere Werte ergaben sich in beiden Jahren für die Stadt
Kassel und die anliegenden Landkreise Kassel, Wolfhagen, Witzenhausen
und Eschwege. Es muss also festgestellt werden, dass entgegen der Situa-
tion in den übrigen Landesteilen Hessens nur im Raum Kassel die Stu-
dierenden in erheblichem Maße "Fernwanderer" waren. Da der Anteil
der Fernwanderer in den hochschulversorgten Gebieten weniger als

20 %, zum Teil weniger als 15 %, betrug, muss im hochschulfernen Nord-
hessen ein Teil der beheimateten Studierenden als "Zwangswanderer" an-
gesehen werden.

Kassel als Wirtschaftsstadt ist geprägt durch große Unternehmen des
produzierenden Gewerbes und durch einen weitdifferenzierten Dienst-
leistungssektor. Eine so strukturierte Wirtschaft benötigt zur weiteren
Steigerung ihrer Leistungskraft eine Hochschule mit naturwissenschaft-
lich-technischen Einrichtungen.3 Erfahrungen an anderen Hochschulen
hatten längst erwiesen, dass ein konkreter Austausch von Personen zwi-
schen Wirtschaft und Wissenschaft oder zumindest ihre gegenseitige Ein-
bindung (Honorarprofessoren) zu einer Steigerung der Leistung in beiden
Bereichen beiträgt. Diese Einsichten gewannen in Nordhessen, vor al-
lem bei den verantwortlichen Persönlichkeiten in Wirtschaft und politi-
schem Leben, Raum, so dass am Ende der 60er Jahre genügend Voraus-
setzungen bestanden, um eine Initiative zur Gründung eines Arbeitskrei-
ses zu tragen, der die Errichtung einer Hochschule im nordhessischen
Raum anstrebte.

Gründungsinitiativen

So wurde im November 19684 die Diskussion um Kassel als Hochschul-
stadt erneut entfacht. Der Oberbürgermeister rief führende Vertreter
Nordhessens zu einem Beraterkreis zusammen. In ihm waren die Re-
gierungspräsidenten Fritz Hoch und Alfred Schneider, Professor Arnold
Bode sowie der Verleger Karl Vötterle und Kurt Morneweg vertreten.
In einem vielbeachteten Aufsatz informierte Paul Dierichs5, der Ver-
leger der Hessischen Allgemeinen Zeitung, die Öffentlichkeit über die
Bemühungen, einen Arbeitskreis zur Förderung der Kasseler Universi-
tätspläne zu gründen. Die Stadt selbst beauftragte im Januar 1969 einen
ihrer Mitarbeiter, die Möglichkeit des Standorts einer Universität in-
nerhalb der Stadtgrenzen zu untersuchen. Als Mikrostandorte kamen zu-
nächst einmal die so genannte "Dönche" und das "Lange Feld" in Frage.6

P. Dierichs informierte am 3.2.1969 den Magistrat der Stadt, dass er
sich mit einer Reihe von Kasseler Persönlichkeiten in Verbindung ge-
setzt habe, um einen Arbeitskreis zur Propagierung des Gedankens ei-
ner Universität Kassel zu bilden. K. Branner schaltete sich in die öf-
fentliche Diskussion ein und begrüßte die Pläne für eine Universität Kas-
sel.7 In einem vielfach besprochenen Interview in der Zeitschrift "Poli-
tische Studien"8 mit dem Oberbürgermeister differenzierte Dietrich
Urbach den Gedanken einer Stiftungsuniversität, der vor allen Dingen
in Kreisen der Industrie Beachtung fand. Wenn auch dieser Gedanke
nicht realisiert wurde, so belebte er wegen seines prinzipiellen Stand-
punktes die Diskussion ungemein.

Bereits am 24.2.1969 legte das Baudezernat der Stadt eine Kurzfassung
der Standortuntersuchung über die Eignung der Gebiete "Dönche" und
"Langes Feld" als Standort einer Universität vor. Die Stadt selbst fasste
konkrete Maßnahmen zur Realisierung des Hochschulprojektes ins Auge.
Persönlichkeiten der nordhessischen Wirtschaft, nicht zuletzt der In-
dustrie- und Handelskammer Kassel, durch die der Gedanke der Grün-
dung einer Universität in Kassel mitgeboren, mitgetragen und mit voran-
getrieben wurde, fanden sich im Arbeitskreis Universität Kassel zusam-
men. Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, W.
Vigener, wurde im Vorstand des Arbeitskreises im letzten Jahrzehnt der
bedeutendste Vertreter der Zusammenarbeit zwischen der neu gegründe-
ten Hochschule und der hessischen Industrie.

In der Gründungsversammlung am 22.2.1969 erklärte der Vorsitzende,
Staatssekretär a. D. Rust, das Motiv sei nicht "kommunaler Ehrgeiz ei-
ner Stadt, Universitätsstadt zu werden... Wir plädieren für eine Uni-
versität Kassel, weil wir glauben, damit dem Hochschulwesen im Ganzen
zu dienen, danach aber auch der Stadt und der Region". Bei der gleichen
Gelegenheit hielt Clemens Geißler von der Arbeitsgruppe Standortfor-
schung der TU Hannover ein Referat über Kassel als Standort einer
Hochschule. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 3.3.1969
markierte der Oberbürgermeister vor der Versammlung die Positionen
der Entwicklung zur Universität Kassel. Eine Verschiebung der Akzen-
te bei der Diskussion ergab sich durch die Tatsache, dass die Volkswa-
genwerk-Stiftung nicht in der Lage war, ein Gutachten über Kassel als
Hochschulstandort zu finanzieren. Die Stadt Kassel übernahm letztlich
die Aufgabe, das Gutachten zu bezahlen. Am 2.6.1969 berichtete der
Oberbürgermeister dem Magistrat, dass der Auftrag zur Frage der Eig-
nung Kassels als Hochschulstandort an die Arbeitsgruppe Standortfor-
schung der TU Hannover gegeben worden sei. Die Aktivitäten des Ar-
beitskreises Universität Kassel und die Initiativen der Stadt Kassel be-
gannen einander mehr und mehr zu ergänzen. Nachdem bereits 12 nord-
hessische Landkreise dem Arbeitskreis beigetreten waren, beschloss
am 13.10.1969 die Stadtverordnetenversammlung den Beitritt der Stadt
als korporatives Mitglied.

Während sich das Land durch Bildung einer Projektgruppe auf die Grün-
dung einer Gesamthochschule weiter vorbereitete, informierten sich die
Mitglieder des Magistrats und der Stadtverwaltung über die besonderen
kommunalen Probleme einer Universitätsstadt bei der Universität, dem
Studentenwerk und der Stadtverwaltung in Göttingen. Ungeachtet der
künftigen Entscheidung für den endgültigen Standort der Gesamthoch-
schule Kassel gingen Stadt und Land an die Realisierung ihres Vorha-
bens. Ein zentrales Verfügungsgebäude sollte zunächst auf dem Gelände
der Höheren Wirtschaftsfachschule errichtet werden. Im Februar 1971
entschied sich der Kultusminister endgültig für das Gelände in Oberzweh-
ren. Das Gebäude sollte etwa 1.000 Studenten, die zu den 2.300 bereits
in Kassel sich auf ein Examen vorbereitenden Studenten hinzukamen,
für das erste aufnehmen können.

Am 18.6.1970 billigten die Fraktionen der SPD, CDU und FDP das von
der Landesregierung vorgelegte Gesetz über die Errichtung der Gesamt-
hochschule Kassel. Das Gesetz legte den Rechtsstatus für die Zeit der
Gründung und den Rahmen des Aufbaus fest. Die Vorlage des Gesetzes
war notwendig, damit der Bund die Gesamthochschule Kassel in das
Verzeichnis der zu fördernden Hochschulen aufnehmen konnte. Mit dem
Gesetz wurden endgültig die juristischen Voraussetzungen für die Ge-
samthochschule Kassel geschaffen. Die Anmietung der Räume in der
Friedrich-Ebert-Straße 35 für die Projektgruppe gab den Auftakt für
die Aktivität des Landes Hessen am Ort der Gesamthochschule Kassel.

Ehe es zu der Verabschiedung des Gesetzes über die Errichtung der Ge-
samthochschule in Kassel kam, war es einigen Stipendiaten der Fried-
rich-Ebert-Stiftung und der Stiftung Mitbestimmung (der heutigen Hans-
Böckler-Stiftung) klar geworden, dass nach den bestehenden gesetzlichen
Bestimmungen es keine Möglichkeit geben würde, für die Studenten der
Gesamthochschule ein gemeinsames Studentenwerk zu gründen, da die
Studentenwerke nur für die Studenten wissenschaftlicher Hochschulen ge-
dacht waren. So wäre es in Kassel nur zu einem Studentenwerk für die
Studenten der Kunstakademie und der "universitären" Fächer im Allge-
meinen Verfügungszentrum in Niederzwehren gekommen. Da es vor der
Gründung der Gesamthochschule noch keinen allgemeinen AStA in Kas-
sel gab, gründeten die Studenten auf Anregung des Vertreters beider
oben genannten Stiftungen, Karl Fritz Heise, einen Verein zur Gründung
eines Studentenwerkes. Die Mitglieder des Vereins schufen sich damit
rechtzeitig eine Basis, auf der sie ihre gemeinsamen Interessen vertre-
ten konnten. Sie legten fest, dass sie nach der Realisierung eines Studen-
tenwerks Kassel ihren Gründungsverein wieder auflösen wollten. Zum
Zeitpunkt dieser Vereinsgründung gab es rund 2.300 Schüler und Studen-
ten zwischen 19 und 30 Jahren an den bestehenden Hochschuleinrichtun-
gen, aber es gab kein Studentenheim, keine allgemeine Mensa und kein
Clubhaus.

Das aktivste Mitglied dieses Vereins, Gösta Ehrhard, der an der Höheren
Wirtschaftsfachschule studierte, wurde hernach der zweite Vorsitzende
des neu errichteten Studentenwerks Kassel. K. Branner hatte bereits im
April 1970 auf Wunsch der Mitglieder des Vereins in einem Brief an den
Kultusminister auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein Studentenwerk
Kassel ins Leben zu rufen. So ermöglichte dann § 4 des Gesetzes über
die Errichtung der Gesamthochschule die Gründung eines Studentenwerks
in Kassel. Das war der Beginn eines gemeinsamen studentischen Lebens
an der neuen Hochschule.


Vom Arbeitskreis zum Hochschulbund

Mit der Gründung der Gesamthochschule Kassel veränderte sich auch die
Zielrichtung des Arbeitskreises Gesamthochschule Kassel. Zunächst
allerdings wurden eine Reihe seiner aktivsten Mitglieder in die Ausschüs-
se und in den Gründungsbeirat der Hochschule selbst gewählt. Dank der
Unterstützung des Verlegers P. Dierichs konnte sich der Arbeitskreis
noch eine Zeitlang einen hauptamtlichen Geschäftsführer leisten. D. Ur-
bach wurde zum aktivsten Propagandisten der Zielsetzungen des Arbeits-
kreises.

Der Gedanke von Hochschulwochen, der ursprünglich zur Verbreitung
des Wunsches nach einer Hochschule im nordhessischen Raum von der
Stadt Kassel durchgeführt wurde, wurde jetzt aufgenommen und vom Ar-
beitskreis durchgeführt. Seit der ersten Hochschulwoche im Mai 1973,
die vom damaligen Präsidenten Professor Wannagat eröffnet wurde, wur-
den vier weitere Hochschulwochen durchgeführt, deren Themen wichtige
Diskussionspunkte auf dem Weg der Gesamthochschule markieren:
Die Gesamthochschule heute (20.-24.10.1975); Situation Kunststudium
1977 (19.-21.9.1977); Praxisorientierung des Studiums (6.-8.2.1980); Hans-
Henny-Jahnn-Woche (27.-30.5.1980). Die Hans-Henny-Jahnn-Woche zeigt
deutlich, dass der inzwischen in Kasseler Hochschulbund umbenannte Ar-
beitskreis (1978) seine Aufgabe der Integration der Hochschule in die Stadt
weiterhin ernst nahm. Die Hans-Henny-Jahnn-Woche war eine gemeinsame
Leistung des Staatstheaters Kassel, der Germanisten der Gesamthochschule
Kassel und des Kasseler Hochschulbundes. Die Initiative war vom Staatstheater
ausgegangen, vor allen Dingen von der Dramaturgin Hedda Kage.

Dass der Gedanke des Hochschulbundes weiter Raum griff, lässt sich an der Tat-
sache belegen, dass die Riemerschmid-Gesellschaft, die sich um die Förderung
der Arbeit der ehemaligen Werkkunstschule bemühte, sich am 6.2.1979 auflöste
und ihr Vermögen mit dem des Kasseler Hochschulbundes zusammenführte. Der
Kasseler Hochschulbund wandte sich unter dem Vorsitz von K. Branner, der am
27.11.1975 Vorsitzender wurde, noch mehr den eigentlichen Aufgaben zu
Er unterstützte Exkursionen von Professoren und Studenten, er gab die Reihe
der Kasseler Hochschulwochen weiter heraus, er sammelte Rücklagen an,
um die Aktivitäten des Hochschulbundes abzusichern.

Bereits unter dem Vorsitz von Professor Wannagat hatte der Hochschul-
bund begonnen, in der Kasseler Kulturzeitschrift "informationen" regel-
mäßig die Hochschule auf zwei besonderen Seiten vorzustellen.9 Der
Kasseler Hochschulbund ist damit endgültig "zu einem Beiboot" der Hoch-
schule geworden, wie es einmal in einer Rede K. Branner ausführte. Die
Gesamthochschule Kassel, die längst laut Gesetz in die Reihe der hessi-
schen Universitäten aufgenommen wurde, sucht eigenständig ihren Weg.

Anmerkungen

  1. Diese und die weiteren die kommunale Politik betreffenden Anga-
    ben stützen sich auf Akten des Magistrats der Stadt Kassel.
  2. Technische Universität Hannover/Arbeitsgruppe Standortforschung
    Kassel als Hochschulstandort Regionale Hochschulplanung in
    Hessen, Forschungsbericht der Arbeitsgruppe Standortforschung
    der TU Hannover. Hannover 1970
  3. Vgl. hierzu Denkschrift zur beschleunigten Einrichtung anwen-
    dungsbezogener Studiengänge der GhK in den Technik- und Wirt-
    schaftswissenschaften. Kassel 20. 11. 1971
  4. Vgl. den Beitrag von ORZECHOWSKI, Lothar. Hessische-Nieder-
    sächsische Allgemeine HNA vom 30. 11. 1969
  5. Vgl. HNA vom 22.2. 1969
  6. Zum Abschluss dieser Untersuchungen vgl. Technische Universität
    Hannover/Arbeitsgruppe Standortforschung Mikrostandort für die
    Gesamthochschule Kassel, Einordnung der Hochschule in den Sied-
    lungsraum. Hannover 1971
  7. Vgl. HNA vom 22.2.1969
  8. Vgl. den Beitrag von URBACH, Dietrich in "Politische Studien",
    1969, H. 184, S. 103-142
  9. Vgl. in der Zeitschrift "informationen - Theater und Musik, Kunst
    und Wissenschaft in Kassel", hrsg. vom Magistrat der Stadt Kas-
    sel, besonders die Beiträge von BRANNER, Karl in "informatio-
    nen" 1977, Nr. und Nr. 10; 1978, Nr. 1. HEISE, Karl Fritz in
    "informationen" 1969, Nr. 3; 1970, Nr. 7/ Nr. 11/12; 1970/71,
    Nr. 16; 1971, Nr. 1.) WANNAGAT, Georg in "informationen",
    1974, Nr.1, Nr. 6 und Nr. 11.) Vgl. auch "informationen" 1975,
    Nr. 7/8, die die Gesamthochschule Kassel zum Gesamtthema hat.
    Und vgl. die Schrift von HEISE, Karl Fritz Gesamthochschule in
    Kassel Motive, Geschichte, Pläne, Realitäten. Kassel 1970

orka.bibliothek.uni-kassel.de/viewer/toc/1346233123215/63/

1977/78

Der Arbeitskreis Gesamthochschule Kassel wird nach Beschluss der Mitgliederversammlung vom November 1977 dann 1978 ins Vereinsregister als Kasseler Hochschulbund e.V. eingetragen. Der Vorstand mit Vorsitzendem, zwei Stellvertretern, einem Schatzmeister wird ergänzt durch Beisitzer und ein Kuratorium

Vorstandsmitglieder sind Dr. Karl Branner (Vorsitzender), Dr. Renate von Trott zu Solz und  Dr. Walter Vigener als stellvertretende Vorsitzende, Willi Becker (Schatzmeister), Theodor Hennig, Wolfgang Becker, Dr. Josef Rust, Ludolf Wurbs, Dr. Otto Ernst Krasney und Klaus Tümmler als Beisitzer.

Ruth Hochhaus-Alheit, Klaus Kunkel, Karl Spies, Klaus Schuchhardt sind neu in den Vorstand gewählt worden. Richard Häusler, Barbara Dierichs, Dr. Lucius Burckhardt, Ralph Lüdtke, Prof. Dr. Helmut Wolf, Dr. Günter Hartfield und Alfred Schmidt sind aus dem Vorstand ausgeschieden.

Quelle: Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel v. 2.3.1979

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 23.11.1977 ist die Satzung geändert. Der Hochschulbund wird durch den Vorsitzenden und zwei Stellvertreter oder den Schatzmeister vertreten.

Quelle: Vereinsregister beim Amtsgericht Kassel vom 16.2.1988