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WZ1
Internationale Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit von Universitäten und Forschungsorganisationen -
Neue Governance-Formen
Teilstudie im Rahmen des Verbundprojektes: Wirkung unterschiedlicher Governance-Formen/Steuerungsmodelle auf die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Forschung
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2003-2005 |
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Projektleitung/-beteiligte:
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Prof. Dr. Barbara Kehm
Dr. Ute Lanzendorf
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Neue Governance-Formen/Steuerungsmechanismen scheinen vielversprechende Ansätze für die Gewährleistung der
Wettbewerbsfähigkeit von Forschung zu bergen. In Deutschland wurden in einer Reihe von Bundesländern bereits
die Universitäts- und Hochschulgesetze entsprechend novelliert. Ergänzend hat außerdem der Bund das Hochschulrahmengesetz
erneuert. Der Staat definiert heute zunehmend strategische Zielsetzungen für die weitere Entwicklung des Forschungssektors.
Im Mittelpunkt der Reformen bisheriger Governance-Modelle an den Forschungseinrichtungen steht einerseits die
Einführung an betriebswirtschaftlichen Konzepten orientierter interner Managementverfahren. Andererseits soll
der externe Wettbewerb zwischen einzelnen Universitäten und zwischen Universitäten und den außeruniversitären
Forschungseinrichtungen verstärkt werden. Gleichzeitig fordert die Politik aber auch mehr Kooperation und Vernetzung
zur gegenseitigen Befruchtung unterschiedlicher neuer Technologien und eine stärkere Rückkopplung zwischen Grundlagen-
und Anwendungsforschung ein. In der Praxis führt dies derzeit zu einer unübersichtlichen Gemengelage von organisations- und
landesspezifischen Reformen, die sich auf die Forschungsfunktion des Wissenschaftssystems auswirken.
Ab Oktober 2003 wird nun eine von der DFG geförderte, ortsverteilte und interdisziplinäre Forschergruppe diese Thematik
systematisch aufarbeiten. Sie geht der Frage nach, wie unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eine
adäquate Gestaltung von Forschungsbedingungen aussehen kann. Hierfür sollen bereits umgesetzte Reformen im Wissenschaftssystem
empirisch und theoretisch aufgearbeitet und überdies die Governance-Formen in verschiedenen europäischen Ländern verglichen werden.
Unter der Koordination der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer (Frau Prof. Dr. Dorothea Jansen)
bearbeiten sechs Teilprojekte die Thematik aus juristischer,
politikwissenschaftlicher, soziologischer und verwaltungswissenschaftlicher Perspektive. Im weiteren Verlauf der
Untersuchungen soll noch ein wirtschaftswissenschaftliches Teilprojekt hinzu gewonnen werden.
Das Wissenschaftliche Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung (Prof. Dr. Barbara Kehm und Dr. Ute Lanzendorf)
beteiligt sich an dem
Teilprojekt, das sich mit „Entscheidungsprozessen im Management- und Selbstverwaltungsmodell
der Universitäten und den Folgen für die Forschung im internationalen Vergleich“ befasst. Zunächst wird anhand von
vier Länderstudien untersuchen, wie sich zwei konträre Governance-Muster zum einen auf generelle Merkmale des
Entscheidungsgeschehens in Universitäten und zum anderen auf spezifische Merkmalsdimensionen der Forschung auswirken.
Es werden sowohl die hochschulpolitische Steuerung durch staatliche Akteure (Makroebene) als auch intraorganisatorische
Entscheidungsprozesse innerhalb der Universitäten (Mesoebene) und das forschungsbezogene Handeln einzelner Institute
und Forscher bzw. Forschergruppen innerhalb der Universitäten (Mikroebene) berücksichtigt. Im Mittelpunkt der Empirie
stehen detaillierte Fallstudien von Forschergruppen und Instituten aus den Forschungsfeldern „rote“ Biotechnologie und
Geschichtswissenschaft in den Niederlanden, Großbritannien, Österreich und Deutschland.
Der theoretische Hintergrund für diese Fallstudien wird in einem weiteren Teilprojekt erarbeitet.
Kooperationspartner im Teilprojekt sind: Prof. Dr. Uwe Schimank
(FernUniversität Hagen; als Projektkoordinator) und Prof. Dr. Jürgen Enders (CHEPS, Universität Twente, NL).
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