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Fachgebiet Berufliche Aus- und Weiterbildung

Projekte


Sicherung von Ausbildungsplätzen und Qualitätsstandards in der Region durch selbst gesteuerte und kooperative Lernformen (SIQUA)

Laufzeit: April 2005 bis März 2008

Das Projekt SIQUA ist Teil des Modellvorhabens „Selbst gesteuertes und kooperatives Lernen in der beruflichen Erstausbildung (SKOLA)“ der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung.
Im Rahmen dieses Projekts sollen alternative Unterrichtskonzepte zum Fachklassenprinzip in der beruflichen Bildung entwickelt und erprobt werden. Es wird untersucht, ob es möglich ist, ein differenziertes und attraktives Bildungs- und Lehrstellenangebot im ländlichen Raum durch intelligente Formen der Klassenbildung und den Einsatz individualisierter Lehr- und Lernvereinbarungen zu sichern.
Selbstverantwortung, lebenslanges Lernen, Qualitätssicherung und Profilbildung sind zentrale Bildungsthemen und stehen auch im Zentrum des geplanten Modellvorhabens, das sowohl die Stärkung der Selbstverantwortung der Einzelschulen als auch die Entwicklung regionaler Bildungsstrukturen zum Ziel hat.

Projektleitung Ansprechpartnerin
Prof. Dr. Ute Clement
Mail: clement@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4547
Carmen Hahn
Dipl.-Hdl.
Mail: chahn@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4186

 

Modellversuch WAWIP (Wechselseitige Anerkennung vorgängig erworbenen Wissens in der Pflege)

ein gemeinsames Projekt von

Laufzeit: Juli 2005- Juni 2008

Problemstellung

Die Pflegebildung erfolgt international überwiegend im tertiären Sektor. Mit dem Abschluss eines Bachelor-Studiums im europäischen Ausland ist auch in Deutschland die Berufsbefähigung gegeben. Für pädagogische Tätigkeiten wird international innerhalb der zweiten Stufe qualifiziert.
In Deutschland ist die Krankenpflegeausbildung durch das „Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege“ (KrPflG) geregelt. Ein Bachelor-Studium in Deutschland führt nicht zur berufsrechtlichen Anerkennung; mindestens ein Jahr schulischer Ausbildung ist zusätzlich vor Ablegung der staatlichen Prüfung erforderlich (§ 6 KrPflG).

Seit Novellierung des KrPflG (2004) müssen Lehrkräfte an Krankenpflegeschulen über eine fachliche und pädagogische Qualifikation auf Hochschulebene verfügen (§ 4 KrPflG). Der in der Grafik dargestellte „Nachqualifizierungsweg“ für bereits berufstätige Lehrerinnen und Lehrer bezieht sich auf ein Bachelor- und Master-Studium in Vollzeit.

Lösungsansatz

Die Voraussetzungen für die Entwicklung eines Verfahrens der Anrechnung außerhalb der Hochschule erworbener Kompetenzen sind mit dem gestuften Studiengangsmodell gegeben. Die erste Stufe ermöglicht die Doppelqualifikation zur „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“ und zum „Bachelor of Science“ innerhalb von vier Jahren, da sich die Module des akkreditierten Bachelor-Studiums Pflege an der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der Krankenpflege (KrPflAPrV) orientieren.
Der Master-Studiengang Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe entspricht den internationalen Standards der Lehrerbildung.

Es soll eine Matrix durch Aus- und Weiterbildung sowie berufliche Erfahrung erwerbbarer Kompetenzen erstellt werden. Aus der Gegenüberstellung mit den Kompetenzzielen der jeweiligen Studienstufe lassen sich thematische Schnittmengen identifizieren und in ein angemessenes Assessment-Verfahren für die Bachelor- und die Master-Ebene übersetzen.

Projektleitung

Ansprechpartnerin
Prof. Dr. Ute Clement
Mail: clement@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4547
Prof. Dr. Henny Annette Grewe
Mail:henny.grewe@pg.fh-fulda.de
Tel.0661/9640-600
Anke Piotrowski
M.A. Erziehungswissenschaftlerin
Mail: piotrowski@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4788

 

Europäisierung der Berufsbildung (VW Coaching)

Entwicklung eines kompetenzbasierten Qualifizierungskonzeptes für Industriemechaniker/innen im Kontext des Konsultationsprozesses zum Europäischen Qualifikationsrahmen

Laufzeit: August 2005- August 2007

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines kompetenzbasierten Ausbildungskonzeptes für die betriebliche Ausbildung des/der Industriemechanikers/in bzw. entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen. Die Abbildung und Anordnung der Kompetenzstandards orientiert sich an Strukturvorgaben, die im Kontext der Debatte über einen Europäischen Qualifikationsrahmen entwickelt wurden. Mit diesem Modellversuch wollen wir einen Beitrag zur nationalen und sektoralen Umsetzung dieses europäischen Konzeptes leisten. Das Projekt wird von der VW Coaching GmbH finanziert und koordiniert.

Projektleitung Ansprechpartner
Prof. Dr. Ute Clement
Mail: clement@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4547
Christoph Anderka
Dipl.-Berufspädagoge, Dipl.-Ing. (FH)
Mail: anderka@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4154

 

Modellversuch 'Selbstverantwortung plus’ des Hessischen Kultusministeriums

Laufzeit: Januar 2005 bis Dezember 2009

Ziele

Erweiterte Eigenverantwortung und größere Selbstständigkeit sollen dazu beitragen, dass die 17 Projektschulen ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag besser gerecht werden können. Entscheidungen sollen nach Möglichkeit dort getroffen werden, wo sie sich auswirken.
Im Zentrum des Modellprojekts stehen die Qualitätsentwicklung des Unterrichts und die Verbesserung der schulischen Arbeit. Eng damit verbunden ist die pädagogische Weiterentwicklung der Schulen im Zusammenhang mit der Förderung des lebensbegleitenden Lernens. Die Schulen werden mehr als bisher ihr eigenes – auch an der Region orientiertes – Profil entwickeln. „Selbstverantwortung plus“ ist somit auch ein Projekt, das die Entwicklung regionaler Bildungsstrukturen stärkt.
Die Ergebnisse dieses Vorhabens werden wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung aller Schulen und Regionen in Hessen setzen. Schulen, Schulträger und Schulbehörden beschreiten neue Wege, um gemeinsam Erfahrungen zu gewinnen, wie die Qualität schulischer Arbeit im Rahmen einer verstärkten eigenverantwortlichen Steuerung der Schule verbessert werden kann.

Handlungsfelder des Modellprojekts

Innerhalb der sechs Handlungsfelder des Modellprojektes „Selbstverantwortung plus“ werden folgende Ziele angestrebt:

  • Handlungsfeld 1 „Qualitätsentwicklung“:
    Der Unterricht ist geprägt durch Lehr- und Lernarrangements, die weitgehend selbstorganisiertes und lebenslanges Lernen ermöglichen. Die verschiedenen Schülergruppen werden durch organisatorische und spezielle unterrichtliche Maßnahmen individuell gefördert.
  • Handlungsfeld 2 „Qualitätssicherung“:
    Die Schulen haben ein zertifizierbares Qualitätsmanagementsystem eingeführt und nehmen an Verfahren der externen Evaluation teil.
  • Handlungsfeld 3 „Organisationsstruktur“:
    Die Schulen verfügen über eine Schulverfassung, die weitgehende Deregulierung der Entscheidungen bei einer Rechenschaftspflicht der Entscheidungsträger umfasst.
  • Handlungsfeld 4 „Personalgewinnung und Personalentwicklung“:
    Die Schulen entscheiden selbstständig auf der Grundlage eines Personalentwicklungskonzeptes über die Einstellung, Fortbildung und Beförderung von Lehrkräften und sonstigen Mitarbeitern im Rahmen ihres Budgets.
  • Handlungsfeld 5 „Finanzen“:
    Die Schule verfügt über ein Budget, das sie eigenverantwortlich bewirtschaftet. Mittel können übertragen und erwirtschaftet werden.
  • Handlungsfeld 6 „Bildungsangebot und regionales Bildungsnetzwerk“:
    Die Schulen halten Fort- und Weiterbildungsangebote auch als Zusatzqualifikationen im Rahmen eines regional abgestimmten Bildungsprogramms vor. Die Bearbeitung der Handlungsfelder 1-5 ist für die Projektschulen verpflichtend, das Handlungsfeld 6 kann je nach regionalen Gegebenheiten optional bearbeitet werden. Die Handlungsfelder beschreiben einen Rahmen, der es Einzelschulen ermöglicht, Modelle erweiterter Selbstverantwortung „bottom up“ zu entwickeln und zu erproben.
    Die Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts SV+ und die Unterstützung der teilnehmenden Schulen erfolgt durch:
    • Förderung von Deutero-Lernen an den Schulen mittels formativer Begleitung der Implementierungsprozesse.
    • Unterstützung der Arbeit in den Teilprojektgruppen der Handlungsfelder 'Qualitätsentwicklung’ und 'Qualitätssicherung’.
    • Beratung der Schulen bei der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems.
Projektleitung Ansprechpartner
Prof. Dr. Ute Clement
Mail: clement@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4547
Christian Martin
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Mail: c.martin@uni-kassel.de
Tel. 0561 804-4544

 

  Letzte Änderung: 2005-12-08
Prof. Dr. Ute Clement