| Elmar Hörig | Stand: 2006 | ||||||||
Seine Karriere als Radiomoderator begann erst 1980, als er mit der Sendung "Musikbox" beim beliebten Lokalsender SWF3 anfing.
Zu großer Popularität schaffte er es mit seiner Sendung "Elmis Radioshow". Die Jahre von 1985 - 1990 vermuten wir als die Entstehungszeit der Radioserie "Käpt'n Kipp Dotter", einer 3-minütigen Radio-Comedy über die Abenteuer eines Raumschiffkapitäns und seiner Crew, welche Hörig mit eigener Stimme und im eigenen Privat-Studio buchstäblich per Hand produzierte. Vorlage für die unter Hörig-Fans extrem beliebte Radio-Serie diente die Figur des Captain Kremen aus den britischen Radio-Shows von Kenny Everett. Einige der gängigsten Dotter-Sounds scheinen direkt dem britischen Original entsprungen zu sein. Kenny Everett (1944-95) galt in Großbritannien als Genie des Radios und vor allem der Jingle-Erstellung. Die Dotter-Folgen beweisen Hörig als absoluten Profi der Schnitttechnik. Sein professioneller Arbeitsstil war geprägt durch eine unbedingte Hingabe zur (relativ) schnellen und qualitativ hochwertigen Produktion der Folgen. Dabei konnte eine 3-minütige Folge in der Produktion zwischen 3 bis 4 Stunden benötigen.
"Oft war die Zeit so knapp, das meine Frau den Postboten bitten mußte noch 2-3 Minuten zu warten, weil ich die Sendungen immer auf den letzten Drücker gemacht habe." (Elmar Hörig, Mai 2001) Vor allem brillierte Hörig aber mit seinen Witzen und seiner berüchtigten Schlagfertigkeit gegenüber Anrufern. Peter Stockinger (ehemaliger SWF3-Chef), mit welchem Hörig eine Hassliebe verband, sagte einmal über den Moderator, dass es Hörigs größter Verdienst sei, dem Radio in Deutschland Anfang der 80er einen Riesenkick versetzt zu haben. Stockinger reagierte auf Hörigs "Entgleisungen" a la "Pavarotti sei ein fettes Schwein", seinem Senden einer Hitler-Rede zu Adenauers Geburtstag, oder aber seine angeblich schwulenfeindlichen Witze ("warme Wochen bei der Deutschen Bahn" als Reaktion auf die Einführung von Fahrpreisermäßigungen für Homosexuelle) mit "blauen Briefen", welche Hörig nach eigener Aussage zur Tapezierung seines Klo benutzte. Reichten die Reaktionen Stockingers noch bis zu zeitweiligen Sendeverboten, so führte ein Scherz des Moderators in dem aus SDR3 und SWF3 neugegründeten Sender SWR3 unter Chef Gerold Hug sowie Hörfunkdirektor Bernard Hermann zur endgültigen Entlassung von Elmar Hörig am 22.März 1999. "Der spezielle Hörig-Sound, eine Mischung aus Schnoddrigkeit und Haspelton, machte ihn mit der Elmi Radio-Show weit über die Grenzen des Sendegebiets des früheren Südwestfunks (SWF) populär" (RZ-Online 1999)
Beinahe ein ganzes Jahr später, am 13.März 2000, feierte Hörig mit der "Elmi Rockland Radioshow" bei Radio Rockland ein Comeback, wo er Nachmittags von 1 bis 3 Uhr seine Sendung moderierte. Elmar Hörig zu diesem neuen Job: "Das Musikformat kommt mir entgegen, und diesmal habe ich es schriftlich: Ich darf alles sagen!". Einige Jahre später erhielt Hörig dann beim Radiosender "Radio Regenbogen", ebenfalls ein Lokalsender, eine eigene Sendung unter dem Namen "Radio Regenbogen Elmi-Show ", wo er bis heute tätig ist. Der beliebte Moderator setzt dabei auch weiterhin auf seine Ehrlichkeit.
Der Fernsehmoderator Elmar Hörig, welcher beim ARD die Sendung "Die sechs Siebeng'scheiten" (1983-86) und den "WWF Autoclub" (1990) moderiert hatte, wurde den meisten Deutschen während der 90'er Jahre vor allem als Fernsehmoderator bei SAT1 bekannt.
Zunächst war er jedoch 1994 beim ZDF mit der Sendung "Liebe auf den ersten Blick" auf Sendung. Schnell stellte sich für den Fernseh-Neuling Elmar Hörig heraus, dass er diese Sendung nicht in dem Stile moderieren konnte wie er sich das vorgestellt hatte. Auf ein Angebot des Senders SAT1hin, welche Ersatz für den anderweitig benötigten Ingolf Lück (damals mit "Samstagnacht News") suchten, übernahm Hörig 1995 und 1996 die Moderation der Sendung "Pack die Zahnbürste ein". Hörig fuhr stabile Quoten ein, sodaß er folgerichtig als Ersatz für Jörg Dräger ein Jahr später für 150 Restfolgen der beliebten Sendung "Geh aufs Ganze" engagiert wurde. Den vergleichsweise größten Erfolg im Fernsehen feierte Elmar Hörig jedoch 1996 bis 1999 als Moderator seiner eigenen Gameshow, "Bube, Dame, Hörig", sowie mit seiner Sendung "Elmis witzige Oldie-Show" (1996/1997).
"Bube, Dame, Hörig", eine nach den Regeln des Kartenspiels 17+4 funktionierende Gameshow im Vormittagsprogramm des Senders SAT1 ermöglichte Hörig den Einsatz seines schlagfertigen Moderationsstils. Spielkarten-Umlegerin in seiner Show war die später als "blondes Gift" bekannt gewordene Barbara Schöneberger. Seine teils mit provokanten Witzen unterlegte Art der Moderation wurde Hörig auch hier, und ebenfalls im Jahre 1999, zum Verhängnis. Ein in den Medien als sexuelle Belästigung gegenüber einer Minderjährigen bekannt gewordener frecher Wortwechsel mit einem weiblichen Gast seiner Show führte zum Ende seiner Beschäftigung bei SAT1. Elmar Hörig ist seitdem nie wieder als Fernsehmoderator aufgetreten. Ein allerletztes Mal war er 2003 als Kandidat der Gameshow Quizfire zu sehen. Aktuelles Der Erschaffer des Käpt'ns ist dafür bekannt, dass er seine Sendungen nach wie vor zuhause in seinem privaten Studio produziert und sie von dort aus per ISDN-Leitung direkt an seinen Arbeitgeber schickt. Neben seiner täglichen Radioshow beim Sender Radio Regenbogen wurde das letzte relevante Interview mit Elmar Hörig durch "Jaydio" durchgeführt, einer Homepage welche auf Leserwunsch persönlich gehaltene Telefon-Interviews mit verschiedenen Stars durchführt. Link (siehe 05.02.2005) Inzwischen lebt Elmar Hörig abwechselnd in seiner Heimat und auf Lanzarote. Zu seinem Privatleben war Elmar Hörig immer eher schweigsam. So beschreibt er sich selbst als im wahren Leben sehr schüchterner Mensch, der nicht die ganze Zeit so aufgedreht und witzig daherkommt wie er dies als Radiomoderator tut.
Die in dieser Kurzbiographie enthaltenen Daten über den Werdegang Elmar Hörigs entstammen unzähligen privaten Fanseiten im Internet, sowie einigen offiziellen Angaben über Elmar Hörig aus originalen (Ego-)Dokumenten wie Interviews aus Zeitschriften, einem Bucheinband sowie aus dem Mailverkehr mit vielen anderen Fans in Deutschland. Genau diese Umstände machen es jedoch so gut wie unmöglich, diese Kurzbiographie mit einem Anspruch völliger Vollständigkeit und Korrektheit zu versehen. Alle Angaben sind daher "ohne Gewähr". Alle Fotos wurden mit Genehmigung sowohl Elmar Hörigs als auch anderer Besitzer (www.gameshowkult.de) eingebaut. Hierfür nochmals herzlichen Dank, ohne die Fotos wäre diese Kurzbiographie nur halb so interessant. |
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