Fachbereich 5 Gesellschaftswissenschaften  :   Geographie  |   Geschichte  |   Politikwissenschaft  |    Soziologie    |  Sport

Thomas Schwietring
Fachgruppe Soziologie


Willkommen u. Aktuelles
Biographie u.
Arbeitsgebiete
Forschungsprojekte
Lehrveranstaltungen
Veröffentlichungen
Texte und Materialien
Informationsrecherche im Internet
Kooperationen
und Links
 


Soziologische Informationsrecherche im Internet

Links und ergänzende Hinweise zum Seminar " Soziologische Grundbegriffe".

Dieser Leitfaden ersetzt ein ausführlicheres, älteres Skript, dessen Verlinkungen nach wenigen Jahren fast vollständig ihre Funktion verloren haben - ein praktisches Beispiel für die Probleme mit der Informationsrecherche im Netz. Allerdings enthält das ältere Skript eine allgemeine Anleitung zu Recherchetechniken in Datenbanken und zur Formulierung von Abfragen (Operatoren, Trunktierung usw.), die weiterhin nützlich ist.
 
 

Inhalt

Vorbemerkung

A. Literaturrecherche
A.1. Bibliothekskataloge
A.2. Bibliographische Datenbanken
A.3. Nachschlagewerke

B. Allgemeine Informationsquellen im Internet
B.1. Startseiten und Linksammlungen
B.2. Forschungsinstitute und Verbände
B.3. Soziologische Mailinglisten und Newsforen

Haftungsausschluss


 
 
 
Vorbemerkung

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Informationsrecherche im Internet, auch für wissenschaftliche Themen in der Soziologie. Auf diese Weise kann schnell auf Informationen zugegriffen werden, und besonders Fachliteratur zu einem Thema lässt sich auf diesem Weg effektiv auffinden. Für substantielle Informationen ist die Benutzung einer wissenschaftlichen Bibliothek jedoch unerlässlich. Ein einschlägiges Wörterbuch bietet gegenüber hundert Fundstellen im WWW den Vorteil, die wichtigen Informationen komprimiert und zuverlässig zusammenzufassen. Sich mit der Arbeit in einer Bibliothek vertraut zu machen, spart gegenüber stundenlangen Recherchen im Internet Zeit und ist für wissenschaftliches Arbeiten unerlässlich.

Bei der Recherche über eine allgemeine Suchmaschine ist zu beachten, dass nicht alles, was "schwarz auf weiß" auf einer Web-Site steht, auch eine zuverlässige Information darstellt. Anders als bei gedruckten Fachbüchern, bei denen die Autorin oder der Autor mit ihrem bzw. seinem Namen für die dargestellten Fakten einsteht und der jeweilige Verlag einen qualitätssichernden Filter bildet, gibt es im Internet keine solche Mechanismen. Als erster Anhaltspunkt ist eine Recherche beispielsweise mit "Google" nützlich, sie gleicht hinsichtlich der Zuverlässigkeit der gefundenen Informationen aber auch einer Lotterie.

Generell gilt, dass jede im Internet gefundene Information zusätzlich an anderer Stelle verifiziert werden sollte. Außerdem ist jede aus dem Internet übernommene Information ebenso durch die Angabe der Quelle (Wenn möglich mit Autor, Titel bzw. Kurzbeschreibung des zitierten Textes, Angabe der URL bzw. URI, des Datum der Erstellung der Seite und des eigenen Zugriffs) zu zitieren wie eine Information aus gedruckter Fachliteratur.
 
 

A.  Literaturrecherche

A.1  Bibliothekskataloge

A.1.1  Bibliothekskataloge allgemein

Praktisch alle Bibliotheken haben heute Kataloge, die über das Internet zugänglich sind; man nennt sie OPAC – Open Public Access Catalogue.

Wenn Sie zunächst einmal recherchieren wollen, was es Büchern und Zeitschriften (also "selbständig erschienener" Literatur gibt, dann empfiehlt es sich, mit der Recherche in einer möglichst großen Bibliothek zu beginnen und dann im zweiten Schritt zu kontrollieren, welche Literatur in Kassel vorhanden ist bzw. welche Literatur über Fernleihe bestellt werden muss (was sehr einfach und schnell funktioniert).

Noch besser als der Katalog einer großen Bibliothek eignet sich für einen solchen Überblick ein "Meta-Katalog", bei dem Sie Ihre Suchanfrage in eine Maske eintragen, die dann an viele Bibliotheken verschickt wird, so dass Sie Ergebnisse aus ganz Deutschland, europaweit oder gar weltweit erhalten.

Solche Kataloge gibt es auf mehreren ebenen. Jedes Bundesland pflegt einen "Verbundkatalog"; z.B. Hessen den HeBIS (Hessisches BibliotheksInformationsSystem.
Die umfassendste und beste Lösung ist, eine Suchmaschine zu benutzen, die viele oder alle Verbundkataloge gleichzeitig abfragt und auch die beiden deutschen Nationalbibliotheken einbezieht. Dies leistet der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK), der sowohl eine Recherche in allen deutschen Universitätskatalogen als auch in weltweiten Nationalbibliotheken ermöglicht.

Eine Übersicht über weitere vergleichbare Werkzeuge zur Literaturrecherche bietet das Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen.


A.1.2  Bibliothekskataloge in Kassel

Der Katalog der Universitätsbibliothek Kassel existiert in mehreren Fassungen.

Die ältere Fassung ist der OPAC (Inline-Katalog der Universitätsbilbiothek Kassel". Hier kann leider nur Literatur, die seit 1987 erschienen ist, zuverlässig recherchiert werden.

Für ältere Literatur ist die Recherche im sog. Hebis-Retro-Katalog, denn die ältere Literatur wurde auf Karteikarten und nicht digital erfasst, so dass hier als Ergebnis auch lediglich die Karteikarten angezeigt werden. Deshalb sind Funktionen wie die Anzeige des auleihstatus oder eine Online-Vorbestellung auch nicht direkt nötig. Dafür müssen Sie sich die EDV-Nummer notieren und nach dieser dann im OPAC recherchieren.

Neu entwickelt ist KARLA (KAsseler Recherche-, Literatur- und Auskunftsportal). Hier können Sie gleichzeitig in den aktuellen und in den älteren Beständen recherchieren, den Ausleihstatus einsehen, Vorbestellungen und Fernleihen aufgeben.


 

A.2  Bibliographische Datenbanken

Bibliothekskataloge verzeichnen selbstständig erschienene Publikationen, einfach gesagt: Bücher und Zeitschriften. Aufsätze in Zeitschriften oder in Sammelbänden sind dort nicht verzeichnet. Für aktuelle Forschung sind aber gerade sie oft eine entscheidende Quelle.

Um solche Aufsätze zu finden, gibt es verschiedene bibliographische Datenbanken, die früher in gedruckter Form vorlagen und heute in elektronischer Form zugänglich sind. Da diese Datenbanken teilweise von privaten Instituten oder Verlagen erstellt werden, ist der Zugang zu ihnen kostenpflichtig und nicht allgemein über das Internet möglich.

Die meisten Universitätsbibliotheken haben diese Datenbanken jedoch abonniert, so dass von den Computern innerhalb der Universität eine Nutzung der Datenbanken möglich ist. Studierende können die Datenbanken auch von zuhause aus nutzen, sie müssen hierfür aber über das Internet eine Verbindung zum Hochschulnetz herstellen. Entweder indem sie aber über die Telefonnummer der Universität in das Internet oder indem sie (bei einem DSL-Anschluss) eine VPN-Vernindung (Virtuel Private Network) ins Hochschulnetz aufbauen. Das ist übrigens auch nötig, wenn man auf dem Campus in das WLAN-Netz der Hochschule nutzen will. Informationen hierzu gibt das Hochschulrechenzentrum.

Zu den in Kassel abonnierten Datenbanken gelangt man über eine Startseite zur Datenbankrecherche der Kasseler Universitätsbibliothek. Die Datenbanken sind nach Fachgebieten geordnet.

Unter den über einhundert sozialwissenschaftlichen Datenbanken sind vor allem drei besonders umfangreich und nützlich:

  • WISO-Net, die umfassendste Bibliographie deutscher sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher seit den frühen achtziger Jahren
  • Sociological Abstracts, die weltweit umfangreichste, bis in die 1950er Jahre zurückreichende Datenbank, die zwar in den USA erstellt wird, aber auch deutschsprachige und andere internationale Literatur jeweils mit englischsprachigen Abstracts verzeichnet
  • Social Science Citation Index (SSCI), der neben sozialwissenschaftlicher Literatur auch Querverweise zu den Orten, an denen ein Werk zitiert wurde, nachweist

Neben diesen soziologischen Literaturdatenbanken gibt es eine Vielzahl allgemeiner bibliographischer Datenbanken, die natürlich auch für die Soziologie nützlich sind. Die allgemeinen Datenbanken stehen am Beginn der nach Fachgebieten sortierten Übersicht.



A.3  Nachschlagewerke

Brauchbare Soziologische Lexika oder Nachschlagewerke finden sich meines Wissens nirgends im Netz. Für ergänzende Hinweise zu der vorliegenden Sammlung wäre ich aber dankbar. 
Wie bei vielen "wertvollen", weil aufbereiteten Informationen sind Nachschlagewerke durch ein Copyright geschützt und werden nicht kostenlos im Internet verbreitet. Unter den zahlreichen Angeboten gibt es nur wenige Ausnahmen, die (wiederum mit Einschränkungen) nützliche und zuverlässige Informationen beiten:




B. Allgemeine Informationsquellen im Internet

B.1  Startseiten und Linksammlungen

Es gibt unzählige im Internet unzählige Sammlungen mit soziologischen Links. Selbst bei den größten unter ihnen verweisen die meisten Links jedoch nur auf weitere Linksammlungen, so dass sich die Suche schnell im Kreis bewegt und man nur schwer zu handfesten Informationen gelangt, die mit der Benutzung einer Bibliothek vergleichbar wären. Außerdem gelangt man angesichts der Informationsfülle im WWW über einen allgemeinen Suchdienst oftmals schneller zu Ergebnissen als über eine Sammlung von Links. Dennoch hier eine Auswahl


B.2  Forschungsinstitute und Verbände

Alle soziologischen Forschungsinstitute und Fachverbände unterhalten Homepages, auf denen in unterschiedlichem Maß Informationen bereitgestellt werden bis hin zu Aufsätzen, Bibliographien, statistischem Datenmaterial sowie Sammlungen mit Links zu weiteren Internetangeboten.


B.3  Soziologische Mailinglisten und Newsforen mit allgemeine Informationen und Rezensionen neuer Literatur

Mailinglisten lassen sich abonnieren wie Zeitschriften. Je nach Konzeption der Liste kann jeder Teilnehmer direkt Beiträge beisteuern, z.B. Fragen stellen, oder es ist eine Redaktion zwischengeschaltet, die Beiträge vorsortiert, Unfug aussortiert oder gar Beiträge einwirbt.
Durch Blogs und foren gab es hier einen starken Umbruch, und dieser Punkt im vorliegenden Skript benötigt eine Aktualisierung.

  • Die aktivste und umfangreichste Mailingliste im deutschsprachigen Raum ist wahrscheinlich die Liste "Sozial-und Kulturgeschichte" (h-soz-u-kult) aus dem Humanities Network (h-net), das zahlreiche Listen unterhält, wovon die meisten jedoch international und daher englischsprachig sind. Die Liste h-soz-u-kult ist deutschsprachig und interdisziplinär. Es finden sich viele Beiträge zu historischen Themen, aber auch sehr viel zu Sozial- und Kulturwissenschaften in einem interdisziplinären Verständnis.




Haftungsausschluss

Diese Seite verzeichnet Internetadressen zum Thema Soziologie, soziologische Literatur und Soziologie-Studium. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist der Autor nicht verantwortlich und übernimmt dafür auch keine Verantwortung.

 
   
Suchen  |  Hilfe  |  Drucken
 
Impressum

Letzte Änderung: 1.10.2007

Thomas Schwietring
E-Mail