Pro Privacy: Projekt zur technischen und rechtlichen Untersuchung von Privatheit unterstützenden Technologien

Ansprechpartner: Prof. Dr. Alexander Roßnagel
Laufzeit: Februar 2014 bis März 2015
Fördernde Einrichtung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektwebseite: Homepage Pro Privacy

Kurzbeschreibung

Das Explorationsprojekt hat zum Ziel, die Anforderungen an die Gewährleistung des Schutzes der Privatheit in der digitalen Welt aus der technischen und rechtlichen Perspektive zu erforschen. Hierfür sind zunächst übergeordnet die Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung und Wirtschaft vor dem Hintergrund der kürzlich bekannt gewordenen Bedrohung der weltweiten Ausspähung zu konkretisieren. In diesem Zusammenhang sind die verschiedenen und teils gegenläufigen Entwicklungen des Schutzbedürfnisses der Privatheit auszuloten. Faktisch lässt sich ein ambivalentes Verhalten der Internetnutzer beobachten. Einerseits geben sie (anscheinend) bewusst und teilweise sehr weitreichend ihre Privatsphäre insbesondere in Form der Selbstoffenbarung in Social Networks auf. Andererseits sprechen die Proteste gegen die Ausspähpraxis für ein hohes Privatheitsbedürfnis. Vor diesem Hintergrund ist das Verständnis von Privatheit in der digitalen Welt gegebenenfalls neu zu bestimmen. Dies muss aus der verfassungsrechtlichen Perspektive erfolgen, da die Grundrechte die Grundlage für den gesellschaftlichen Konsens über das Sicherheitsbedürfnis zum Schutz der Privatheit bieten. Ebenfalls übergeordnet ist es für die Analyse und Bewertung der Sicherheitstechnologien erforderlich, die Infrastruktur umfassend zu erfassen.

Kooperationspartner:

Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT