Gebäudebetriebsoptimierung durch Nutzeridentifikation in Räumen (GeopNu)

Projektverantwortlicher im ITeG: Prof. Dr. Alexander Roßnagel
Ansprechpartner: Dr. Christian Geminn, Steffen Braun
Laufzeit: Oktober 2016 - September 2019
Fördernde Einrichtung: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Ziele des Projekts sind die Entwicklung und Erprobung eines Systems zur Nutzeridentifikation in einem Bürogebäude, die Erarbeitung von Möglichkeiten unter Einhaltung von datenschutzrechtlichen/datensicherheitsrechtlichen Vorgaben sowie die numerische Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher Belegungsprofile auf den Energiebedarf.

Die Belegung und Benutzung von Räumen in Büro- und Wohngebäuden ändert sich ständig, während die Sollwerte für die Raumtemperaturen oder den Luftwechsel meist für einen festen Zeitraum vorgegeben sind oder teilweise durch Systeme für die Anwesenheitserkennung angepasst werden können. Die Belegung der Räume und die daraus resultierende Wärmeabgabe der Personen und Geräte haben einen großen Einfluss auf Abweichungen der sich im Betrieb ergebenden Energieverbrauchswerte gegenüber den bei der Planung ermittelten Energiebedarfswerten. Diese Energiebedarfswerte basieren auf Standard-Nutzungsprofilen für Räume, die zum Beispiel der DIN V 18599 entnommen werden können.

Tatsächlich ergeben sich jedoch üblicherweise abweichende Nutzungsprofile in den Gebäuden, so dass der Energieverbrauch oftmals deutliche Unterschiede zu den Energiebedarfswerten aufweist. Für das Energiemanagement sollen die Belegungsdaten daher genutzt werden, um die realen Belegungsprofile in die Analyse einfließen zu lassen, um so einfacher zu hohe Energieverbräuche identifizieren zu können. Zudem können die Nutzer des Gebäudes über den von ihnen verantworteten Energieverbrauch informiert werden und eine Rückmeldung über Energieeinsparmöglichkeiten bekommen.

Da eine Nutzeridentifikation Rückschlüsse auf örtliche und zeitliche Anwesenheitsprofile ermöglicht, werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen bezüglich des Datenschutzes und der Datensicherheit untersucht und zulässige technische Verfahren zur Nutzeridentifikation ermittelt. Die praktische Umsetzung eines solchen Systems wird am Beispiel einer Etage eines Bürogebäudes in einem Demonstrationsprojekt aufgezeigt. Mit Hilfe von rechnerischen Untersuchungen des Energiebedarfs, der datenschutzrechtlichen Bewertung, der Betrachtung der Datensicherheit, technischer Umsetzungsvorschläge und der Erkenntnisse aus dem Demonstrationsprojekt sollen mögliche Anwendungen und Vorteile einer Nutzeridentifikation für den Gebäudebetrieb festgestellt werden.

Projektpartner: