RadAR+: Reiseassistenzsystem für dynamische Umgebungen auf Basis von Augmented Reality

Projektverantwortlicher im ITeG: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt
Laufzeit: 1/2016 - 6/2019
Fördernde Einrichtung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektwebseite: www.radarplus.de

Ziel des Projektes RadAR+ ist die Entwicklung eines persönlichen, adaptiv lernenden Reiseassistenz­­systems für den öffentlichen Verkehr. Insbesondere bei Verkehrsmittelwechseln wird der Nutzer bei der Orientierung und Navigation unterstützt, um so die Beanspruchung bei der Reise zu reduzieren. Der Reisende wird dabei mit den für ihn relevanten Informationen versorgt, also all jenen, die auf der individuellen Route in der aktuellen Situation für ihn nützlich sind. Das System erfasst dabei selbst­ständig die Handlungen und Bedürfnisse des Nutzers, greift auf externe Echtzeit­daten wie beispiels­weise Verspätungsinformationen zurück und integriert diese in seine Mobilitätsplanung. Dazu sammelt, filtert und wertet es die Erfahrungen aus der Vergangenheit auf dem Gerät des Nutzers aus und stellt entsprechend individueller Gewohnheiten und Bedürfnisse, wie bspw. längeren Umsteige­­zeiten von älteren oder körperlich eingeschränkten Nutzern, alternative Möglichkeiten in geeigneter Weise dar. Durch die Verwendung von Augmented-Reality-Technologien zur Darstellung von Informationen in einer Datenbrille sowie eine interaktive Sprachsteuerung entsteht eine Hands-Free-Schnittstelle, die einfach und intuitiv benutzbar ist.

Das Projektkonsortium besteht aus Forschungs-, Entwicklungs- und Anwendungspartnern, die im Verbund alle notwendigen Kompetenzen in den Bereichen Mobilität, Augmented Reality, Sprach-User Interfaces, Mensch-Maschine-Interaktion und Nutzermodellierung bündeln. Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik der Universität Kassel ist dabei insbesondere für die benutzerzentrierte Entwicklung und Gestaltung des Systems zuständig. In allen Entwicklungsphasen von der Konzeption bis zur Evaluation werden Nutzer involviert. So wird von Anfang an dafür gesorgt, dass nötige Anpassungen an Nutzererwartungen früh identifiziert werden und es wird nachhaltig die größt­­­mögliche Gebrauchstauglichkeit und Akzeptanz der technischen Lösung gewährleistet.

Am Projekt beteiligte Wissenschaftler:

  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt
  • Dipl.-Inf. Jens Hegenberg
  • Elisa Klose, M. Sc.

Kooperationspartner :

  • House of Logistics & Mobility GmbH, Frankfurt am Main
  • Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Prien am Chiemsee
  • HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover
  • Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Frankfurt am Main
  • Ubimax GmbH, Bremen
  • voiceINTERconnect GmbH, Dresden
  • Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim am Taunus
  • Fraport AG, Frankfurt am Main