CrowdServ: Entwicklung und Pilotierung Crowd-basierter Services für Inkubatoren

Projektverantwortlicher im ITeG: Prof. Dr. Jan Marco Leimeister
Ansprechpartner: Dr. Ulrich Bretschneider, Nikolaus Lipusch
Fördernde Einrichtung: Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter der Projektträgerschaft des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)"
Projektwebseite: Projektseite des Fachgebiets Wirtschaftsinformatik

Kurzbeschreibung

Inkubatoren sind Einrichtungen, die Unternehmensgründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit durch verschiedene Dienstleistungsangebote unterstützen. Bei der Erbringung der Dienstleistungen greifen Inkubatoren in der Regel auf ihr Netzwerk aus Fachanwälten, Steuerberatern sowie potenziellen Geldgebern zurück. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass das Netzwerk der Inkubatoren, vor allem von kleineren Inkubatoren, oftmals zu klein ist und somit nur vereinzelte und oberflächliche Expertisen bieten kann. So kann das Netzwerk einzelner Inkubatoren seinen Gründern nicht immer optimal weiterhelfen.

Das Vorhaben will eine Vernetzung mehrerer Inkubatoren und vor allem derer Netzwerke über eine Internetplattform erreichen. Zusammen stellen die Inkubatoren und deren Netzwerke eine über diese Internetplattform interagierende Crowd-Community (Wertschöpfungsnetzwerk) dar, die zusammen im Vergleich zu Netzwerken einzelner Inkubatoren ein leistungsstärkeres Netzwerk darstellt. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Crowd sehr spezifische Fragestellungen und Probleme von Gründern besser adressieren kann. Darüber hinaus kann diese Crowd sogar als potenzieller Geldgeber (Stichwort Crowdfunding) zur Verfügung stehen. Durch diese Crowd werden also neuartige Dienstleistungen für Inkubatoren ermöglicht. Das Verbundprojekt macht es sich zur Aufgabe, diese crowd-basierten Dienstleistungen zu entwickeln und zu pilotieren. Darüber hinaus wird das Verbundprojekt die für die Erbringung dieser Dienstleistungen benötigte virtuelle Crowd-Community sowie deren zugrundeliegende technische Internetplattform, also die Dienstleistungsinfrastruktur, entwickeln und pilotieren.

Die im Rahmen des Projektes zu entwickelnden Dienstleistungen und die Dienstleistungsinfrastruktur bieten vor allem kleinen, autonom agierenden Inkubatoren die Möglichkeit, sich mit anderen Inkubatoren zu vernetzen, dadurch ihre individuellen Netzwerkstärke um ein Vielfaches zu vergrößern und somit Gründern ein leistungsstärkeres Dienstleistungsangebot anzubieten. Inkubatoren können damit noch gezielter Unternehmensgründungen und ihre Wachstumschancen fördern. Aus volkswirtschaftlicher Sicht können Inkubatoren somit noch besser das Wirtschaftswachstum fördern, Arbeitsplätze schaffen und die Überlebenschance von Start-ups erhöhen.

Förderkennzeichen: FKZ:02K14A210


Projektbeteiligte

  • Universität Kassel, Fachgebiet Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Jan Marco Leimeister)
  • Fortiss, An-Institut und wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität München (Prof. Dr. Helmut Krcmar)
  • Werk1.Bayern GmbH, München (Dr. Franz Glatz)