An­wen­dungs­zen­trum Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung (UNI­pace)

An­wen­dungs­zen­trum Kunst­stoff­ver­ar­bei­tung (UNI­pace)

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Ralf Giesen (UNIpace)

Als besondere Form strategischer Industriekooperationen ist das Konzept „Anwendungszentrum“ entstanden. Mit einem Anwendungszentrum wird besonders deutlich markiert, wie relevant die Kooperation für beide Seiten ist. Zu den notwendigen Qualitätsmerkmalen eines solchen Zentrums gehört eine verbindliche Plattform für dauerhafte Zusammenarbeit und entsprechend fachlich spezialisiertes Personal sowie eine infrastrukturelle Ausstattung. Als erste Realisation eines solchen Zentrums ist das im Jahr 2013 mit der B. Braun Melsungen AG begründete Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace zu nennen. Ziel ist es, die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Kunststoffverarbeitung mit der Praxis der angewandten Fertigung stärker zu verknüpfen - hier mit prioritärem Fokus auf die Silikonelastomere. Dazu zählen zum Beispiel das Upscaling von Laborversuchen und die Optimierung von bestehenden Fertigungsprozessen. 

Als Strategie- und Kontrollorgan fungiert ein Industriebeirat. Dieser setzt sich paritätisch aus Vertretern der Universität Kassel und der B. Braun Melsungen AG zusammen. Zusätzlich kann ein Kuratorium als beratendes Gremium aus weiteren Industrievertretern eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit wird über einen Rahmenvertrag geregelt, in dem Laufzeit, Finanzierung, Vertraulichkeit sowie die Schutzrechte geregelt sind.

Neben der Zusammenarbeit mit der Fa. B. Braun Melsungen AG sind mittlerweile Projekte im Bereich der Silikonelastomere mit über 40 Firmen durchgeführt worden, u. a. mit Apple, Dow, Philips, Wacker, Momentive und Volkswagen. Aber auch Firmen aus der direkten Umgebung von Kassel sind Kunden von UNIpace und schätzen die Nähe zur Universität. Neben der B. Braun Melsungen AG können hier die Firmen Hübner, Wegu, Ewikon, Wetekam und Technoform genannt werden.

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