Öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft

Öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft

Ansprechpartner: Dr.-Ing. Christian Bruns (Fachgebiet Ökologischer Land- und Pflanzenbau)

Ausgehend von einer zunehmend öffentlich geführten Diskussion um Störstoffe in Biogut-Komposten steigt auch die Anzahl der Projekte zur Störstoffminimierung in Komposten. Diese betreffen meist nur Ausschnitte aus der Wertschöpfungskette und betrachten nicht den Gesamtkontext. Entsprechend fehlt bislang eine Netzwerkinitiative, die alle Akteursgruppen, sowohl die Spezialisten aus der Forschung und Beratung von Bioabfallverwertung als auch die Akteure entlang der Wertschöpfungskette, auf interdisziplinärer und transdisziplinärer Weise zusammenbringt, um gemeinsam an den Herausforderungen für eine qualitativ hochwertige Nährstoffrezyklierung durch Biogut-Komposte zu arbeiten.

Als Zielgruppe gelten alle Akteursgruppen entlang der Wertschöpfungskette „Biogutkompost“ in der Projektregion Nordhessen: begonnen bei den Konsumenten, die als Käufer von Nahrungsmitteln fungieren, die mit regional erzeugtem Kompost gedüngt sind, bzw. als Produzenten von organischen Abfällen erscheinen, über die Kommunen als hoheitlich verantwortliche Stelle für die Entsorgung von Bioabfällen und Abfallentsorger als ausführende Akteure, den Kompostanlagenbetreibern als Verarbeiter von Bioabfall zu Biogutkompost bis hin zu den Landwirtschaftlichen Öko-Betriebe als Abnehmer des Komposts. Nicht zuletzt spielen Verbände als Multiplikatoren eine wichtige Rolle. Es besteht seitens der Konsumenten ein großes Verständnisdefizit zur Verantwortung seitens der Verbraucher im Stoffstrommanagement. Daher muss es eine wesentliche Aufgabe des Projektes sein, dem Verbraucher als wichtigem Stakeholder im System, sein Rolle bewusst zu machen und dazu geeignete Monitoring-Maßnahmen zu entwickeln und in ein Qualitätsmanagementsystem zu integrieren.

Über den strategischen Auf- und Ausbau eines Innovationsnetzwerkes mit dem Fokus auf Nutzung qualitativ hochwertiger Sekundärrohstoffe (Biogutkompost) verbindet das Projekt die wissenschaftlichen Kompetenzen der Universität Kassel mit dem Know-how der Praxispartner. Analog zu dem Teilprojekt „Ressourceneffizientes Bauen“ besteht auch für das Teilprojekt „Ökologische Landwirtschaft“ das Potential, über das Erreichen der Ziele das Projektgebiet zu einer bundesweit bedeutsamen Modellregion zu entwickeln.

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