SDGp­lus LAB

Das künf­ti­ge SDGp­lus Lab

Von 2023 bis 2027 wird die Universität Kassel für den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ein SDG-Lab entwickeln, das sich den großen Nachhaltigkeitsfragen unserer Zeit widmet und konkrete Lösungen auch für die Region Nordhessen erarbeiten soll.
Das Lab wird durch das Förderprogramm „Innovative Hochschule“ mit rund 8 Millionen Euro ermöglicht und ist bei UniKasselTransfer, der zentralen Einrichtung für Wissenstransfer, angesiedelt.

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Um das Überleben von Mensch und Natur innerhalb der planetaren Grenzen zu sichern, haben die Vereinten Nationen 2015 die Agenda 2030 mit 17 „Sustainable Development Goals“ (SDG) verabschiedet. Sie richten sich an die Regierungen weltweit, aber ebenso an die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.

Diesen Auftrag nimmt die Universität Kassel an: Seit ihrer Gründung 1971 und vorgedacht durch ihren zweiten Präsidenten Ernst Ulrich von Weizsäcker ist Nachhaltigkeit ein historisch gewachsener Schwerpunkt in Forschung und Lehre. Entsprechend einer 2019 beschlossenen Stärkung werden ab 2022 bis zu 17 neue zusätzliche Professuren internationale Spitzenforschung zu den SDG übernehmen und gemeinsam ein durch seine Bandbreite weltweit einzigartiges SDG-Zentrum an der Universität Kassel bilden.

Komplexe gesellschaftliche Fragen im Kontext der SDG können heute jedoch nicht mehr von einer Disziplin oder Institution allein beantwortet werden. Daher möchte die Universität aktiv Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenführen, um gemeinsam praktische Lösungen und Innovationen zum Erreichen der SDG in Nordhessen zu entwickeln. Als einzige Hochschule in der Region sieht sich die Universität Kassel in einer besonderen Verantwortung, Innovationsmotor und Impulsgeberin für die Region zu sein, die sich in einem nachhaltigen Transformationsprozess und Strukturwandel befindet. Hierfür kann nun im Rahmen des Förderprogramms „Innovative Hochschule“ flankierend zum neuen SDG-Zentrum „Kassel Institute for Sustainability“ ein profilbildendes Transferlaboratorium aufgebaut werden: das SDG+ Lab. Wesentliche Säulen des SDG+ Lab sind neue Methoden des Forschens und Entwickelns mit der Gesellschaft, des Dialoges, der Beratung sowie der Pilotierung und Verankerung von Lösungen. In dieser Verzahnung von Wissenschaft und Praxis begreift sich das Labor als ein Think & Do Tank, der aus verschiedenen Modulen bestehen wird, um Wissenschaft und Gesellschaft zu verbinden.

Neben einem Dialogforum und Ausstellungsmodul zu den SDGs werden in vier Themenjahren vier große Reallabore zu zentralen Wandlungsfragen in der Region entstehen. Diese werden begleitet von neuen Transferprogrammen, die sich am Konzept der „Open Social Innovation“ orientieren und konkrete Herausforderungen, die sich hinter den SDG verbergen, adressieren. Alle Module sollen neue Lösungsideen-, Konzepte und Prototypen in und für die Region entwickeln. Ein Pilotierungsprogramm wird den besten Ideen in eine vertiefte Umsetzung verhelfen.

Durch diese Maßnahmen soll ein konkreter wissenschaftsgeleiteter Mehrwert für die Entwicklung der Region hin zu einer innovativen Nachhaltigkeitsregion entstehen, und ebenso überregional relevante Lösungsangebote und Transformationswissen gesammelt werden. Das Labor und seine Programme sollen der Verankerung des neuen SDG-Forschungszentrums der Universität Kassel in der Region den Weg bereiten und damit nachhaltig in die Universität integriert werden. Nordhessen wird kein „Silicon Valley“, aber hat das Potenzial für ein „Sustainable Valley“.

Dafür soll das SDG+ Lab das Kasseler Paradigma eines „gestaltungsorientierten Transfers“ (→ siehe Transferstrategie 2021–2025) und damit einen erweiterten Transferbegriff erproben. Eine Innovative Hochschule definiert sich demnach als eine Hochschule, die selbst zum Aktanten von gesellschaftlichen Transformationsprozessen wird, diese nicht nur beobachtet, sondern mit Gestaltungsanspruch selbst mitgestaltet. Damit soll das hier beantragte Vorhaben neben der Etablierung neuer Transferstrukturen auch zu einer Standortbestimmung der Institution Wissenschaft in gesellschaftlichen Veränderungsprozessen beitragen.

„Das Programm wird eine ideale Ergänzung zum Kassel Institute for Sustainability sein. Wir wollen hier neue Wege gehen, um gesellschaftliche Entwicklungen mit Wissenschaft zu verschränken und aufeinander zu beziehen“, sagt Universitäts-Präsidentin Prof. Dr. Ute Clement. „Daraus entstehen neue Formen des Dialogs über Forschung zwischen Grundlagen und Anwendung.“

„Nach dem Erfolg der Gründerhochschule und der Errichtung des Science Parks, mit denen wir die Uni Kassel als Ideen- und Startup-Universität in der Mitte Deutschlands etabliert haben, wird dieses Programm uns ermöglichen, die Idee von Wissenstransfer auf die gesamte Vielfalt von gesellschaftlicher Interaktion zu beziehen“, ergänzte Kanzler Dr. Oliver Fromm.

„Komplexe gesellschaftliche Fragen können heute nicht mehr von einer Disziplin oder Institution allein beantwortet werden. Daher möchte die Universität aktiv Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenführen, um gemeinsam praktische Lösungen und Innovationen zum Erreichen der SDG in der Region Nordhessen zu entwickeln. Dafür bietet uns das Programm „Innovative Hochschule“ die einmalige Gelegenheit, neue Programme in Kassel zu entwickeln und zu erproben, die auch den Interessen junger Menschen nahekommen, die aktiv die Welt von morgen mitgestalten wollen“, so Daniel Opper, Leiter von UniKasselTransfer. „Nordhessen wird kein „Silicon Valley“, aber hat das Potenzial für ein „Sustainable Valley“, so Daniel Opper. Das Lab soll Wege dahin aufzeigen.

Kon­takt:

Daniel Opper
Leiter UniKasselTransfer
E-Mail: opper[at]uni-kassel[dot]de

Katharina Leinius
Projektbeauftragte Innovative Hochschule
E-Mail: katharina.leinius[at]uni-kassel[dot]de