ENSEMBLES

ENSEMBLE-basierte Vorhersagen zum Klimawandel und dessen Auswirkungen.

Zielsetzung

Durch das EU-Projekt ENSEMBLES sollen die Aktivitäten auf der europäischen Ebene im Bereich der Klimaforschung weiter ausgebaut werden. In diesem Projekt werden sogenannte Modell-Ensembles durchgeführt, d.h. parallele Anwendungen europäischer Erdsystem- und Klimamodelle mit einheitlichen bzw. vergleichbaren Eingangsdaten. Bei den ausgewählten Klimamodellen handelt es sich um Ansätze, die dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen und in Europa entwickelt wurden. Durch dieses Modell-Ensemble wird es erstmalig möglich, für simulierte Klimaänderungen sowie deren Auswirkungen Unsicherheitsbänder bzw. Wahrscheinlichkeiten zuzuweisen. Unsicherheiten in der Abbildung physikalischer, chemischer, biologischer und anthropogener Rückkopplungen in Erdsystem-Modellen sollen so quantifiziert und reduziert werden. Ein größtmöglicher Nutzen soll durch die Übertragung der Projektergebnisse auf Fragestellungen in der Landwirtschaft, der Lebensmittelsicherung, der Gesundheit, der Energie, der Wasserressourcen, im Versicherungswesen und im Risikomanagement erzielt werden.  Etwa 70 Institute sind europaweit an ENSEMBLES beteiligt. Das Projekt selbst gliedert sich in zehn Forschungsschwerpunkte, die wiederum in mehrere Arbeitspakete aufgeteilt sind.

Ergebnis

Das Wissenschaftliche Zentrum für Umweltsystemforschung ist am Forschungsschwerpunkt „Analyse der Auswirkungen des Klimawandels“ beteiligt. Das bearbeitete Arbeitspaket befaßt sich mit einer quantitativen Abschätzung der Überschreitungswahrscheinlichkeit kritischer Schwellenwerte durch Klimawandel. Dazu wird anhand einer Sensitivitätsanalyse der Einfluß möglicher Kombinationen in den Änderungen von Klimavariablen auf den Abfluß mit dem globalen Wassermodell WaterGap untersucht (Abbildung 1).