ProTutorium

Damit der Einsatz von Tutorien zu einer Verbesserung von Studium und Lehre führt, müssen Tutor(inn)en neben fachlichen Kompetenzen auch über grundlegende didaktische und pädagogische Fähigkeiten verfügen. Diese Kompetenzen können sie in Veranstaltungen zur Tutorenausbilderqualifizierung erwerben.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt analog zur Anmeldung für LLukas-Workshops. Da die Workshops "Grundlagen der Tutorienarbeit", "Studierende auf Prüfungen vorbereiten" und "Reflexion der Tutorenausbildung" kostenlos sind, muss auf dem Anmeldeformular keine Kostenstelle angegeben werden.

Train-the-Trainer-Modell

In der vom Servicecenter Lehre angebotenen Basisqualifizierung werden Lehrende der Fachbereiche, insbesondere wissenschaftliche Mitarbeiter(innen), nach einem Train-the-Trainer-Modell für die Aufgaben des Tutorenausbilders/der Tutorenausbilderin qualifiziert. Ziel ist, dass die Teilnehmenden eigenständig eine (fachbereichsspezifische) Veranstaltung zur Tutor(inn)enqualifizierung planen, durchführen und optimieren können. Dadurch verbinden sich fach- und hochschuldidaktische Kompetenzen.

Methodisch besteht die Basisqualifizierung zum einen aus Workshops mit Inputphasen sowie Einzel- und Gruppenarbeit unterstützt durch individuelle und gemeinsame Reflexion. Zum anderen arbeiten die Teilnehmer(innen) in Tandems an ihren individuellen Workshopplanungen – diese Arbeit wird durch eine individuelle Beratung begleitet. Die Durchführung einer eigenen Tutor(inn)enschulung in der Praxisphase wird durch eine Hospitation unterstützt. 

Die Qualifizierung richtet sich an Personen, die bereits als Tutorenausbilder(in) arbeiten oder in naher Zukunft an ihrem Fachbereich Tutorinnen und Tutoren ausbilden werden. 

Die Workshops

Die Tutorenausbilderqualifizierung ProTutorium besteht aus allgemeinen hochschuldidaktischen und tutoriumsspezifischen Anteilen. 

Zu den allgemeinen Anteilen gehören:

  • Grundlagen des Lehrens und Lernens an Hochschulen (48 AE) 
  • Aktivierendes Lehren mit Methode(n) (24 AE)

In den allgemeinen hochschuldidaktischen Workshops werden didaktische Grundlagen (Lerngerechte Lehre, Veranstaltungsplanung, Lehr-/Lernziele, Lernmotivation etc.) (Workshop: „Grundlagen des Lehrens und Lernens an Hochschulen“) sowie „Aktivierendes Lehren mit Methode(n)“ thematisiert. Die allgemeinen hochschuldidaktischen Workshops (insgesamt 72 AE) sind im LLukas Basismodul anrechenbar. Bitte beachten Sie, dass für diese beiden Workshops Teilnahmegebühren anfallen.

Zu den tutoriumsspezifischen Anteilen gehören:

  • Workshop "Grundlagen der Tutorienarbeit" (16 AE) 
  • Planung der eigenen Tutorenausbildung mit individueller Begleitung durch Dr. Timo Nolle (4 AE)
  • Durchführung der Tutorenausbildung incl. Hospitation durch Dr. Timo Nolle (16 AE)
  • Workshop "Studierende auf Prüfungen vorbereiten" (8 AE)
  • Workshop "Reflexion der Tutorenausbildung“ (8 AE) 

Es wird empfohlen, vor Beginn der tutorienspezifischen Anteile den Workshop „Grundlagen des Lehrens und Lernens“ zu belegen. Die tutoriumsspezifischen Workshops bauen auf die allgemeinen hochschuldidaktischen Grundlagen auf und konzentrieren sich auf Themen wie Rolle der Tutorin bzw. des Tutors, Einsatz und Funktion von Tutorien in modularisierten Studiengängen, Arbeiten mit Gruppen, Umgang mit Konflikten, Planung von Workshops. Die tutoriumspezifischen Anteile haben einen Umfang von insgesamt 52 AE. Damit entsprechen sie dem Umfang des Vertiefungsmoduls in LLukas und können als tutoriumsspezifische Vertiefung dort angerechnet werden. 

Tutorenausbilder(innen) sind herzlich eingeladen, einmal im Jahr am Netzwerktreffen ProTutorium teilzunehmen. Nähere Informationen hierzu erhalten direkt bei Dr. Timo Nolle.