Hochschuldidaktische Weiterbildung der Lehrenden

Die Verbesserung der didaktischen Qualität der Lehre durch eine weitere Professionalisierung ist das zweite zentrale Anliegen der Universität Kassel. Als besonders notwendig wird dabei neben der didaktischen Kompetenzentwicklung der Lehrenden insgesamt die Ausweitung von  Angeboten forschenden Lernens angesehen. Neben Projekten in den Technik- und Wirtschaftswissenschaften soll ein Ansatz in der verstärkt an der Forschungspraxis orientierten Ausbildung in den Methoden der empirischen Sozialforschung in einem breiten Feld sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge liegen. Der dritte didaktisch wichtige Aspekt ist der in das Studium eingebundene Erwerb von Praxiserfahrungen. Ein vierter Aspekt ist die verstärkte Nutzung didaktischer Potenziale des Einsatzes neuer Medien in den Prüfungen und in der Präsenzlehre. Entsprechende Bedarfe wurden von den Studierenden nicht nur bei Befragungen und den Workshops im Rahmen des Bachelor-Dialogs 2011, sondern etwa auch bei der Diskussion des „Handlungsrahmens für gute Lehre“ verdeutlicht.

Mit dem Ziel der Professionalisierung der Lehre bieten wir als zentrale Einrichtung der Hochschule ein umfangreiches ausdifferenziertes hochschuldidaktisches Weiterbildungsprogramm an. Zur Verfügung stehen für Professorinnen und Professoren lehrbegleitende Einzelcoachings, kollegiale Hospitationen, maßgeschneiderte Workshops oder Weiterbildungsformate für ein ganzes Fachgebiet wie z.B. eine Lehrwerkstatt. Zudem wird für den wissenschaftlichen Nachwuchs ein an üblichen Standards orientiertes Weiterbildungsprogramm mit Zertifikatsabschluss angeboten. Die Angebote sind gut etabliert, aber quantitativ nicht hinreichend.  

Ziele sind:

  • die Weiterbildung der Lehrenden zur Entwicklung der Lehrqualität;
  • Sicherung der Motivation der Lehrenden für die Lehre. Gerade in der Phase der hohen quantitativen Nachfrage nach Studienplätzen wird auch für eine erhöhte Zahl von Lehrenden ein Angebot bereitzustellen sein. Diese Spitzennachfrage wird in den dann folgenden Jahren abnehmen, zumal das dauerhaft beschäftigte Personal ein hohes Niveau der didaktischen Professionalisierung erreichen wird.