Willkommen im Fachgebiet Grundschulpädagogik

Aktuell - Projekt Nordstern – Ein solidarischer Weg durch die Krise

Grundschullehramtsstudierende lernen mit Grundschüler*innen der Kasseler Nordstadt in Corona-Zeiten

Das Projekt Nordstern möchte Grundschullehramtsstudierenden als Ehrenamtsleistung die Möglichkeit bieten, mit einem Kind via Telefon, Handy-/Videochat oder Computer, die von der Schule gestellten Aufgaben zu besprechen. Damit erhalten die Schüler*innen die Möglichkeit individuelle inhaltliche Unterstützung zu bekommen; es gibt ihnen im besten Fall zudem ein Gefühl gesellschaftlicher Sorge um sie und für sie als junge Menschen. Die Studierenden wiederum können - trotz sozialer Isolation - ihre „Erklärkompetenzen“ üben und etwas dazu beitragen, dass möglicherweise nicht ganz so viele Kinder mit Wissenslücken aus der Krise kommen. Wir arbeiten dazu mit der Schule am Wall und der Carl-Anton-Henschel-Schule in der Kasseler Nordstadt zusammen.

Bei Interesse am Projekt schreiben Sie bitte an nordstern@uni-kassel.de.

(verantwortlich: Prof. Dr. Friederike Heinzel, Julian Storck-Odabasi, Kevin Sennhenn)

Die Professur Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Grundschul-pädagogik ist eine von drei schulstufenbezogenen Schulpädagogikprofessuren im Institut für Erziehungswissenschaft. Im Zentrum des Fachgebietes stehen erziehungswissenschaftliche und grundschulpädagogische Theorie- und Forschungsbezüge.

Ein wesentliches Ziel des Arbeitsgebietes ist es, die Perspektiven der Kindheits- und Grundschulforschung zusammenzuführen, d.h. die Kinder als Akteure zu betrachten und zu untersuchen, in welcher Weise die veränderten Lebenswelten von Kindern aufgenommen und verarbeitet werden und welche Orientierungen und Verhaltensweisen sich in der Grundschule daraus entwickeln. Diese Verbindung der Diskurse von Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung erfordert einen Perspektivenwechsel hin zu den SchülerInnen, den Kindern und dem Lernen.

Mein Forschungsinteresse richtet sich auf den Alltag von Schule und Unterricht, besonders auf die Prozesse der kindlichen Welterschließung im Spannungsverhältnis zur pädagogischen Praxis und im Kontext institutioneller und gesellschaftlicher Strukturprobleme. Die Verbindung von Kindheits- und Grundschulforschung soll die kritische Analyse der Differenz und der Unterscheidungspraktiken vom Kind- und Schülersein bzw. Erwachsen- und Lehrersein zum Erkenntnisprinzip der Analyse von Generationen- und Unterrichtsverhältnissen machen.

Meine Lehrtätigkeit bezieht sich insbesondere auf die Kernbereiche der Grundschulpädagogik. Im Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland ist sie eine Schule für Kinder, stellt ihre erste und grundlegende Schulerfahrung dar und sozialisiert sie zu Schülerinnen und Schülern. Die Schülerschaft besteht aus vielfältig zusammengesetzten Lerngruppen; diese Heterogenität erfordert soziale Integration und Differenzierung im Unterricht.

In der Hochschullehre stelle ich zudem Fallarbeit und Forschendes Lernen, Pädagogische Selbstreflexion und die Qualifikation zur kindzentrierten Gesprächspraxis und zum Verstehen von Kindern ins Zentrum.

Fortbildungsangebot im Wintersemester 2020/21

Kollegial zum Ziel - Gelingender Unterricht durch gelingende Beziehung: Phasenübergreifende Fortbildung im Tandem für Lehrkräfte aller Schulformen