Mittwoch, 26.11.2025

Programmübersicht für Mittwoch, 26.11.2025

Hier finden Sie die Veranstaltungsübersicht für Mittwoch.
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Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Programme

von 9:00 bis 12:00 Uhr

Muss aufgrund von Krankheit leider entfallen!

Wenn es um die Frage geht, wie Bildung zum Schutz von Demokratie beitragen kann, spielt die Auswahl von Lektüre für den Literaturunterricht, aber auch das gemeinsame (kritische) Reflektieren über das Gelesene eine wichtige Rolle.

In der geplanten Veranstaltung soll gemeinsam ein exemplarisches Werk für die Grundschule gelesen und kritisch diskutiert werden, bezogen auf die Frage wie Gender in diesem Werk dargestellt wird und wie man damit umgehen kann.

 

Hinweis: Das Angebot baut auf die Veranstaltung „Geschlechtliche Vielfalt in Schule in Zeiten erstarkender Queerfeindlichkeit“ auf.

 

Ort: Kurt-Wolters-Straße 3, Raum 2207 - 2. OG (InqWis I-Geb.)

Die Slow Reading Session nimmt Isabelle Stengers’ Plädoyer für eine Slow Science zum Anlass, um über die epistemischen, politischen und zeitlichen Bedingungen wissenschaftlicher Praxis nachzudenken. Im Zentrum steht die Frage, wie Unterbrechungen – im Denken, im Lesen, im gemeinsamen Arbeiten – jene Mechanismen der Beschleunigung sichtbar machen können, die Fast Science auf individueller wie gesellschaftlicher Ebene hervorbringt: Entpolitisierung, Verantwortungsverschiebung, Vereinzelung und einen wachsenden Vertrauensverlust in wissenschaftliche Institutionen. Slow Science erscheint hier als Gegenbewegung, die In-Beziehung-Setzen, Unvorhergesehenes und Nicht-Wissen rehabilitiert und zugleich dazu einlädt, aus dem Text wie auch aus eigenen Erfahrungen in Studium und Lehre heraus kritisch zu reflektieren, welche alternativen Formen wissenschaftlicher Aufmerksamkeit und Solidarität denkbar und einforderbar wären.



Ort: Campuscenter, Seminarraum 1, 1110. 

Das Seminar richtet sich an Lehramtsstudierende und bietet eine vertiefte, kritische Auseinandersetzung mit dem Beutelsbacher Konsens – einem zentralen Bezugspunkt der politischen Bildung in Deutschland. Aus bildungshistorischer Perspektive werden die Entstehungskontexte und ursprünglichen Zielsetzungen beleuchtet, während eine politikdidaktische Perspektive dessen Reichweite, Ambivalenzen und Grenzen im heutigen schulischen Alltag diskutiert.

Im Zentrum steht die Frage, wie Neutralität im Unterricht verstanden und verantwortet werden kann – gerade unter aktuellen Bedingungen, in denen rechte Akteure den Neutralitätsbegriff instrumentalisieren, um pluralistische Bildungsinhalte zu delegitimieren. Lehrkräfte sehen sich zunehmend unter Druck und erleben Unsicherheit im Umgang mit politischen Themen. Das Seminar bietet Raum zur Reflexion, Diskussion und Entwicklung einer professionellen Haltung zwischen MeinungsvielfaltDemokratieförderung und Abwehr antidemokratischer Vereinnahmungen.

 

Ort: Campuscenter, Seminarraum 2, 1111. 

 

Die Forderung nach einer „politisch neutralen“ Bildung wird heutzutage wieder lauter. Besonders Schulen und Lehrkräfte werden mit dem vermeintlichen „Neutralitätsgebot“ immer wieder unter Druck gesetzt. Doch gibt es eine solche „neutrale“ Bildung überhaupt? Für Paulo Freire ist die Antwort klar: „Bildung kann niemals neutral sein.“ 

 

In seinem Hauptwerk „Pädagogik der Unterdrückten. Bildung als Praxis zur Freiheit“ entwickelte Freire, der selbst vor der brasilianischen Militärdiktatur fliehen musste, eine Didaktik, welche sich dieser vermeintlichen Neutralität entgegenstellt und der Befreiung der Menschen dienen soll. 

 

Zentraler Punkt dieser Pädagogik der Befreiung ist der Dialog, der Lehrende und Lernende zu Teilen eines gemeinsamen Bildungsprozesses macht.

 

Im Rahmen einer Slow-Reading Session werden wir uns mithilfe verschiedener Ausschnitte der „Pädagogik der Unterdrückten“ den Ideen Paulo Freires annähern und diese von Student:in zu Student:in kritisch diskutieren. Das Ziel ist es, einen demokratischen Ort der Begegnung und des Dialoges im Sinne Paulo Freires zu schaffen, in dem alle zu Wort kommen und ihre Perspektiven einbringen können.

 

Ort: Lernfläche im Studihaus (OG)

Pause / Rahmenprogramm

von 12:00 bis 14:00 Uhr

(öffnet Vergrößerung des Bildes)

Angriffe auf queere Demonstrationen wie den Christopher Street Day, rassistische Hetze gegen Migrant*innen, politische Kampagnen gegen Kandidatinnen für das Verfassungsrichteramt,  - die Art und Weise, wie (extrem) rechte* Akteure demokratische Errungenschaften angreifen und in Frage stellen, ist vielfältig. Hochschulen sind Bildungsräumen, die für eine demokratische Gesellschaft unerlässlich sind. Auch hier sehen wir vielerorts die Zunahme(extren) rechter Tendenzen, etwa in Form von rechten Symboliken, rassistischen oder queerfeindlichen Kommentaren und Handlungen. Dieser Trend birgt eine Gefahr für die Demokratie und Gleichberechtigung.   

Deshalb nehmen wir die Demokratie-Tage 2025 zum Anlass, euren Erfahrungen mit rechten Umtrieben an der Uni Kassel Raum und Zeit zu geben. Wir wollen diese Erlebnisse sichtbar machen. Im Rahmen der Demokratietage habt ihr die Möglichkeit eure Erfahrungen in Form anonymer Erzählungen oder Texte sicht- und hörbar zu machen. Diese sollen im Anschluss an die Demokratietage zudem in Form einer Wanderausstellung aufbereitet und an verschiedenen Standorten der Universität  präsentiert werden. Wir bitten euch, ab Anfang November eure Erlebnisse und Erfahrungen online zu teilen (Link siehe unten). Zudem könnte ihr an den Demokratietagen täglich zwischen 12 und 14 Uhr eure Erfahrungen aufschreiben oder erzählen. Denn: Nur wenn wir über (extrem) rechte Tendenzen sprechen, können wir gemeinsam Umgangsweisen entwickeln, um für eine demokratische, offene und sichere Uni Kassel einstehen zu können und Hochschulen als Ort kritischer Auseinandersetzung, Emanzipation und Gleichberechtigung zu stärken.

*Mit der Formulierung ‚extrem rechts‘ orientieren wir uns an der Definition aus dem Handlungskonzept gegen (extrem) rechte Einflussnahme der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, „die eine Alternative zu topo-logischen Konzepten eröffnet, mit denen vereinfacht formuliert im sog. Hufeisenansatz oder in der Extre-mismustheorie bedrohliche politische ‚Ränder‘ und gleichzeitig eine ‚gute Mitte‘ der Gesellschaft konstruiert werden. Unter Rechtsextremismus wird die Gesamtheit von undemokratischen, antipluralistischen, geschichtsrevisionistischen und autoritaristischen Einstellungen, Verhaltensweisen, politische Aktivitäten und Aktionen von (nicht-) organisierten Einzelpersonen und Gruppen gefasst, die eine Ungleichheit von Menschen proklamieren und entsprechende Macht- und Herrschaftsverhältnisse etablieren bzw. verstärken (Jaschke 2001, 30; Virchow 2016, 13-17). Extrem rechte Ideologie legitimiert Gewalt, bereits die Vorstellung einer Ungleichwertigkeit von Menschen impliziert dies. Als zentrale Bestandteile der Ideologie des modernen Rechtsextremismus gelten Antisemitismus, Rassismus, Gadje-Rassismus (der sich gegen Sinti, Roma und Jenische richtet), (Hetero-)Sexismus und Antifeminismus, ableism/ Behindertenfeindlichkeit, Nationalismus, Ethnozentrismus, Sozialdarwinismus, Heteronormativität und Feindlichkeit gegenüber Trans*Personen. Diese Einstellungen und damit verbundene Formen von Diskriminierung werden überall in der Gesellschaft vertreten, sie sind nicht auf einen ‚rechten Rand‘ begrenzt.“ (Handlungskonzept gegen (extrem) rechte Einflussnahme an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg 2022)  

 

 

Ort: Nora Platiel Straße 7, Raum 0404

 

Link zur Umfrage (deutsch):      https://umfrage.uni-kassel.de/index.php?r=survey/index&sid=478326&lang=de

Link zur Umfrage (englisch): https://umfrage.uni-kassel.de/index.php?r=survey/index&sid=478326&lang=en

Raum für studentisches Wissen. 

Du wolltest schon immer einmal wissen, wie eine gelungene Seminararbeit oder wissenschaftliche Hausarbeit aussieht? An allen drei Tagen werden ausgewählte studentische Arbeiten ausgestellt, in denen geblättert werden und von denen Inspiration gesammelt kann. Zusätzlich stehen manche der studentischen Autor:innen während der Mittagspause von 12-14 Uhr für eure Fragen zu ihren Arbeiten bereit.

 

Ort & Datum: Die Arbeiten werden im Orga Büro, Konferenzraum des Studierendenhauses(EG), jeden Tag zwischen 12 und 14 Uhr ausgestellt.

Programme

von 14:00 bis 17:00 Uhr

"Halbwahrheiten desorientieren den menschlichen Wirklichkeitssinn. Sie bringen, mit Hannah Arendt gesprochen, den ,Grund, auf dem wir stehen', ins Wanken, indem sie vom Zwang der Tatsachen, der durchaus unbequem sein kann, in die Willkür der Spekulation führen." (Nicola Gess)

Angesichts der zunehmenden politischen Bedeutung von Desinformationskampagnen nimmt der geplante Workshop das Potential des Literaturunterrichts für die Ausbildung einer kritischeren Lektürehaltung gegenüber Halbwahrheiten in den Blick. Konkret gesagt werden wir uns aus literaturwissenschaftlichen und literaturdidaktischen Perspektiven mit dem Phänomen ,Halbwahrheiten' beschäftigen, um zu erkunden, inwiefern ästhetische Werke dazu beitragen können, einen differenzierteren Blick auszubilden, der uns – idealerweise – in unserer medial geprägten Alltagswirklichkeit dabei helfen kann, Fake News und Co. besser zu erkennen.

 

Ort: Nora-Platiel-Straße 1, R.1108.

Wie gehen Lehrer:innen und Pädagog:innen mit Diskriminierung und Abwertung in Schule um?

Die Veranstaltung widmet sich dem Band „Politische Bildung in Reaktionären Zeiten. Plädoyer für eine standhafte Schule“ (Behrens u.a. 2021), in dem das vielgestaltige Phänomen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (z. B. Rassismus, Rechtsextremismus und Sexismus) anhand von 32 realen Fällen bearbeitet wird.

Die Demokratiewoche wollen wir zum Anlass nehmen, über das Buch zu sprechen, die Autor:innen selbst anzuhören, schulische Fälle aus dem Buch vorzulesen und Möglichkeiten und Herausforderungen des Umgangs und Handelns in pädagogischen Kontexten zu diskutieren.

 

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Ort: Kurt-Wolters Straße 3, Raum 2207 - 2. OG (Ing Wis I-Geb.)

 

Behrens, R., Besand, A. und Breuer, S. (2021). Politische Bildung in reaktionären Zeiten. Plädoyer für eine standhafte Schule. Frankfurt/Main: Wochenschau Verlag.

Im Rahmen des Themenblocks „Strategien durchschauen“ widmet sich das Seminar der Frage, wie rechtsextreme Akteur:innen TikTok als jugendaffine Plattform nutzen, um Ihre Inhalte zu verbreiten und Normalisierungsstrategien digital zu etablieren. Aufbauend auf aktuellen Debattenbeiträgen zu rechtsextremen Kommunikationsformen im Social Web diskutieren wir die Mechanismen, mit denen subtile Narrative über Musik, Humor, Lifestyle-Inszenierungen und popkulturelle Codes an junge Menschen herangetragen werden.

 

Das Seminar ist von Studierenden für Studierende als Slow Reading Session konzipiert. Wir lesen gemeinsam ausgewählte Textpassagen in entspannter Atmosphäre, analysieren die darin aufgezeigten Strategien und reflektieren ihre Wirkung auf demokratische Diskurse. Unser Ziel ist es einen Raum, einen demokratischen Ort der Begegnung, zu schaffen, in dem ihr zu Wort kommt und eure Perspektiven einbringen könnt.

 

Wir freuen uns auf euch!

Jule & Samuel

 

Uhrzeit: 14:00 - 17:00 Uhr 

Ort: Nora-Platiel-Straße 5, Raum 1117 "SELF goes Partizipation"

 

Die Masse an Informationen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Neben dem (immer häufiger) kostenfreien Zugang zu Informationsquellen und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Informationsbeschaffung und -erstellung wächst die Notwendigkeit eines sachkundigen und kritischen Umgangs mit Informationen exponentiell. Neben der Bewertung von Informationsquellen bezüglich ihrer Zitierfähigkeit und Zitierwürdigkeit ist es unverzichtbar, einen kritischen Blick auf die Beschaffenheit, Wirkung und Funktion benötigter Informationen zu werfen. In der Veranstaltung prüfen wir gemeinsam Merkmale und Quellen von Falschinformationen mit Tools und Methoden aus dem wissenschaftlichen und journalistischen Kontext. Wir nutzen dabei Zugänge zu Informationsquellen der Universitätsbibliothek, ermitteln korrekte Faktenlagen und stellen diese visuell dar. In einem „Markt der Möglichkeiten“ betrachten wir unsere Ergebnisse und diskutieren anhand von Leitfragen, welche Tools und Methoden für die kritische Meinungsbildung im wissenschaftlichen und demokratischen Handeln besonders geeignet erscheinen.

 

Ort: Campusbibliothek. Ebene 0. Raum 0242.

Polarisierte Diskurse zu kontroversen Themen wie Gender oder Klima stellen Kommunikator*innen in der Wissenschaftskommunikation vor vielfältige Herausforderungen. Um etwa mit einer Intensivierung und Emotionalisierung der Diskussion, einem stark erschwerten Dialog zwischen unterschiedlichen politischen Lagern und unerwarteter Hassrede umzugehen, braucht es insbesondere auch im Bereich der Wissensvermittlung an Schulen kommunikative Strategien, um mit Polarisierung umzugehen. Der Workshop erarbeitet durch einen Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Analysen am konkreten Material mit Methoden aus dem Bereich der Rhetorik und Linguistik ein besseres Verständnis davon, wie polarisierte Diskurse in der Wissenschaftskommunikation erkannt werden können und vermittelt außerdem kommunikative Tools, um Polarisierung vorzubeugen oder zu entschärfen. Dazu führt er in das Framework der »Invitational Rhetoric« (Foss/Griffin 1995) ein, das nicht auf Gegenargumentation, sondern einer Einladung zum Perspektivenwechsel basiert. Hintergrund des Workshops zur De-Polarisierung ist es, ein demokratiestärkendes Debattenklima zu fördern. Die Referentinnen bringen aktuelle Forschung zur Förderung eines gemeinsamen Verstehenshorizonts in polarisierten Diskursen aus dem vom BMFTR geförderten Projekt „KoKoKom“ ein.

 

Ort: Lernfläche im Studihaus (EG)

 

Referentinnen:

PD Dr. Nina Kalwa ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Karlsruher Institut für Technologie und forscht aus linguistischer Perspektive zu Wissens- und Identitätskonstitutionen in öffentlichen Diskussionen.

https://www.wmk.itz.kit.edu/1320_3900.php

 

Selina Bernarding, M.A., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen und forscht zur Rhetorik in der Diplomatie, kommunikativen Strategien der Kooperation sowie Fragen der Polarisierung in politischen Diskursen.

https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/philosophie-rhetorik-medien/seminar-fuer-allgemeine-rhetorik/team/selina-bernarding/ 

Für weitere Informationen zum BMFTR-geförderten Projekt „KoKoKom“: Über Geschlecht und Gender streiten. Konflikt und Konsens als Herausforderung der Wissenschaftskommunikation siehehttps://kokokom.de/.

Programme

ab 17.30 Uhr

Das Filmdrama basiert auf der wahren Geschichte der US-amerikanischen Historikern und Holocaust-Forscherin Deborah Esther Lipstadt, die in den 1990ern von dem britischen Holocaust-Leugner David Irving verklagt wurde. 

 

Datum: Mi, 26.11.25

Uhrzeit: 20 Uhr

Ort: Kino Bali

Eintritt frei

 

Zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=bU89ppTeVko