Frau Friederike Thole ist seit dem 01.09.2021 an der Ruhr-Universität Bochum im Arbeitsbereich Historische Bildungsforschung als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.

SoSe 2014 – SoSe 2015

Master Studium Erziehungswissenschaft an der Technischen Universität Dortmund.

Thema Abschlussarbeit : Der Diskurs um Autorität in der Zeitschrift für Pädagogik in den Jahren 1955-1975

 

WiSe 2010 – WiSe 2013/2014

Bachelor Studium Sozialwissenschaft/ Pädagogik an der Bergischen Universität Wuppertal

Thema Abschlussarbeit: Das Verständnis von Erziehung in der Kinderladenbewegung. „Nur der Glaube an uns, nur der Wille zum Werk, Mut zur Utopie.“

Seit Oktober 2016

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Historische Bildungsforschung

Seit SoSe 2015

Lehrbeauftragte an der Technischen Universität Dortmund am Lehrstuhl Allgemeine Pädagogik

April 2014 – Mai 2016

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Südwestfalen im Studiengang Frühpädagogik

April 2014 – Mai 2016

Studentische Hilfskraft im Projekt „Stadtteilinitiative Arrenberg“ am Lehrstuhl für Sozialpädagogik und Sozialpolitik der Bergischen Universität Wuppertal

September 2010-Juli 2015

Dozentin für Seminare für Freiwilligendienstler*innen beim Internationalen Bund

Thole, Friederike; Wedde, Sarah & Kather, Alexander (2021): Über die Notwendigkeit der Historischen Bildungsforschung. Einführung in die Wegbegleiter*innenschrift für Edith Glaser. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. In: Dies. (Hrsg.): Über die Notwendigkeit der Historischen Bildungsforschung. Wegbegleiter*innenschrift für Edith Glaser. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. S. 7-13.

Inklusive Bildung als (Nicht-)Thema der Bildungsreform in der frühen Bundesrepublik. In: Vogt, Michaela / Boger, Mai-Anh / Bühler, Patrick (Hrsg.): Inklusion als Chiffre? Bildungshistorische Analysen und Reflexionen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2021, S. 106-118 (zus. mit Edith Glaser & Sarah Wedde)

Parade, Ralf; Thole, Friederike & Wittig, Steffen (2020). Demokratie und Identität. Anti-Genderismus als Versuch der Schließung des Sozialen. Zeitschrift diskurs 5/ 2020, S. 40-68. Verfügbar unter: https://ojs.ub.uni-due.de/diskurs/article/view/394

Thole, Friederike (2018). 50 Jahre Bildungsproteste – Der Kampf um Mitbestimmung. G&W 8/2018, S. 5-9.

Glaser, Edith & Thole, Friederike (2017). Einleitung (Rückblicke und Ausblicke). Jahrbuch für historische Bildungsforschung 2017, 23, S. 243-266.

Hols, Caroline & Thole, Friederike (2017). 50 Jahre Kritik und Kampf – Bildungsproteste seit 1967. read.me, 2/2017, S. 4-5.

Thole, Friederike (2015). Revival der Psychoanalytischen Pädagogik. Die „Neue Erziehung“ und die Komposition des Theorie-Praxis Verhältnisses in den Anfängen der Kinderladenbewegung. Jahrbuch für historische Bildungsforschung 2015, 21, S. 243-266.

Thole, Friederike (2014). Kinderläden. In Werner Thole; Davina Höblich & Sarina Ahmed; Taschenwörterbuch Soziale Arbeit (S. 164-165). Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt.

Rezensionen

Rezension zu: Karin Bock, Nina Göddertz, Franziska Heyden, Miriam Mauritz (Hrsg.) (2019). Zugänge zur Kinderladenbewegung. Wiesbaden: Springer VS 2019. In: Sozial Extra, 16.06.2020, https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs12054-020-00293-4

Rezension zu: Rieger-Ladich, Markus; Amos, Karin; Rohstock, Anne (Hrsg.): Erinnern. Umschreiben. Vergessen. Die Stiftung des disziplinären Gedächtnisses als soziale Praxis. Weilerswist  2019. In: H-Soz-Kult, 02.09.2019, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-24624>.

Rezension zu: Göddertz, Nina: Antiautoritäre Erziehung in der Kinderladenbewegung, Rekonstruktive Analysen biographischer Entwürfe von Zwei-Generationen-Familien . Wiesbaden: Springer VS 2018. In: EWR 18 (2019), Nr. 5 (Veröffentlicht am 18.12.2019), http://www.klinkhardt.de/ewr/978365821282.html

11/2020Erziehungswissenschaftliche Biographien zwischen Bildungsexpansion, empirischer Wende und Kritischer Universität. Link zum Vortrag: https://www.ites-werkstatt.de/weristjens/ (Online-Tagung der Kommission Wissenschaftsforschung der DGfE 20/21)
07/2020Erziehungswissenschaftliche Wissenskulturen: Diskurs und Biographien. (Forschungskolloquium Allgemeine Pädagogik/ Universität Kiel)
01/2020"Innerhalb von drei Jahren wurde die Knastquote halbiert" (Dis-)Kontinuitäten in sozialwissenschaftlicher Theorie und pädagogischer Praxis am Beispiel des 'Labeling Approachs' (Vortragsreihe ‚Theorie.geschichten‘ organisiert von Dr. Sebastian Engelmann/ Universität Tübingen)
04/2019Wissenskulturen des pädagogischen kritisch-alternativen Milieus Wissenstransfer zwischen pädagogischer und politischer Praxis und erziehungswissenschaftlicher Theorie in den 1960er und 1970er Jahren (6. Züricher Werkstatt Historische Bildungsforschung)
07/2018Pädagogik um `68 aus Akteur*innenperspektive (Gastvortrag im Blockseminar von Sandra Wenk/ Ruhr Universität Bochum)
07/2018„Biographien als Partizipation an der Zeit“ Wissenstransfer von pädagogischer und politischer Praxis in erziehungswissenschaftliche Theorie (Kolloquium Prof. Dr. Ferdinand Sutterlüty/ Institut für Sozialforschung Frankfurt)
09/2018Wissenskulturen des pädagogischen kritisch-alternativen Milieus Wissenstransfer zwischen pädagogischer Praxis und erziehungswissenschaftlicher Theorie in den 1960er und 1970er Jahren (12. Forum junger Bildungshistoriker*innen in Wien)
06/2017Pädagogische Praxis und erziehungswissenschaftliche Theorien in den 1960er und 1970er Jahren. Der Versuch einer Rekonstruktion von Wissenskulturen über biographische Zugänge (Wie forschen wir Bildungshistoriker*innen? Quellen-Workshop in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin)
03/2016Thematisierung von Autorität im erziehungswissenschaftlichen Diskurs in den 1960er und 1970er Jahren (Was ist erziehungswissenschaftliches Wissen? Projekte zur Wissensforschung in der Erziehungswissenschaft/ TU Dortmund)
  • Pädagogischer Diskurs der 1968er
  • Wissenschaftsforschung
  • Kritische Pädagogik
  • Lebensalter frühe Kindheit
  • Sozialpolitik

Wissenskulturen des pädagogischen kritisch-alternativen Milieus

Wissenstransfer zwischen pädagogischer Praxis und erziehungswissenschaftlicher Theorie in den 1960er und 1970er Jahren

Im Rahmen der studentischen Bewegung Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre gab es mit der Kinderladenbewegung, der offenen Jugendarbeit, den Heimkampagnen und der Gründung von Alternativschulen pädagogische Projekte des kritisch-alternativen studentischen Milieus, welche auch eigene Theoriediskussion führten. Diese theoretischen und praktischen Auseinandersetzungen eines spezifischen Diskursraumes fanden teilweise abseits der wissenschaftsinternen Diskussionen der Erziehungswissenschaft statt. Doch scheint mittlerweile in der Erziehungswissenschaft Einigkeit darüber zu bestehen, dass diese pädagogischen Auseinandersetzungen der „langen 1968er“ (vgl. Hodenberg & Siegfried, 2006) einen Einfluss auf die pädagogische Praxis und in Teilen auch auf die Wissenschaft gehabt haben. Einflüsse auf die Praxis wurden schon in einigen Projekten – beispielsweise von Meike Baader – nachgezeichnet, doch der Einfluss auf die Wissenschaft ist nach momentaner Sichtung des Forschungsstandes noch nicht systematisch erforscht worden.

Aus diesem Desiderat entwickelt sich die Fragestellung, wie Wissensbestände, Theorien, Konzepte und Grundhaltungen des pädagogisch kritisch-alternativen Milieus der 1960er und 1970er Jahre ihren Weg in den wissenschaftsinternen Diskurs der Erziehungswissenschaft fanden und sich fortdauernd in Konzepten, Theorien oder Grundhaltungen etablierten. Wissenssoziologisch soll untersucht werden, wie ein Wissenstransfer zwischen zwei parallel existierenden Diskursräumen stattgefunden hat.

Die hier anvisierte Fragestellung soll über einen biographischen Zugang auch dem Zusammenhang von politisch und pädagogisch (impliziten)Wissen nachgehen, da die Erziehungsgeschichte und Pädagogik der „langen 1968“ mit ihrem politischen Bestreben untrennbar verbunden ist.