KleVer-Projekt
Direkt zur Anmeldung
Projektbeschreibung und Kontakt
KleVer zielt auf die nachhaltige Implementierung von kooperativem Lernen und multiprofessioneller Kooperation im inklusiven Unterricht. Gerade kooperative Methoden haben das Potenzial, Schüler:innen mit Förderbedarf individuell zu unterstützen, werden aber in inklusiven Settings eher selten genutzt. Insbesondere die Kooperation in Tandems aus förderpädagogischen und Fachlehrkräften kann die lernförderliche Umsetzung kooperativer Lernmethoden unterstützen und helfen, besondere Herausforderungen zu meistern.
KleVer unterstützt dieTandems bei der Weiterentwicklung ihrer Zusammenarbeit sowie der Umsetzung kooperativer Lernmethoden im Rahmen einer Fortbildung. Von diesem ‚pädagogischen Doppeldecker‘ sollen neben den Lehrkräften auch die Lernenden profitieren. Eine Besonderheit ist die fortlaufende Anpassung der Inhalte an die spezifischen Erfordernisse und Bedürfnisse der Teilnehmenden und ihrer Klassen. Hier bietet das KleVer-Team eine Evaluationsstrategie und die gemeinsame Reflexion der Ergebnisse u.a. in professionellen Lerngemeinschaften. Durch eine längerfristige wissenschaftliche Begleitung und den Aufbau von Kooperationsnetzwerken wird die Nachhaltigkeit der Maßnahme unterstützt.
Methoden und Materialien, deren Wirksamkeit empirisch belegt ist, werden so partizipativ und praxisorientiert weiterentwickelt und für den breiten Transfer in die Praxis vorbereitet. Das Projekt leistet damit nicht nur einen Beitrag zur schulischen Praxis, sondern unterstützt auch die langfristige Transformation hin zu einem inklusiven Bildungssystem.
| Leitung: | Prof. Dr. Natalie Fischer Prof. Dr. Susanne Jurkowski Prof. Dr. Timo Lüke |
| Projektkoordination | Dr. Katrin Gabriel-Busse |
| Wiss. Mitarbeit: | Robin Gleim Felix Piegsda Jasmin Klostermeier |
| Stud. Mitarbeit: | Tabea Anna Steffen Pascal Holzendorf |
| Laufzeit: | von 2025 bis 2028 |
AKTUELLES
Klever-Fortbildungsreihe
Wie KleVer forscht
Die Fortbildungsreihe wird von Beginn an wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, nicht nur wirksame Konzepte zu vermitteln, sondern auch systematisch zu untersuchen, wie multiprofessionelle Kooperation und kooperatives Lernen im Schulalltag gelingen und nachhaltig verankert werden können.
Zentrale Forschungsfragen
Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Begleitung stehen unter anderem folgende Fragen:
Wie lassen sich bewährte Konzepte zu multiprofessioneller Kooperation und kooperativem Lernen so anpassen, dass sie im inklusiven Unterrichtsalltag dauerhaft umsetzbar sind?
Wie verändern sich Einstellungen, Kooperationserfahrungen und die Qualität der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams durch eine fortbildungsbegleitende, vertrauensfokussierte Unterstützung?
Welche Rolle spielt Vertrauen – im Team, zwischen Lehrkräften und Schüler:innen sowie unter Schüler:innen – für gelingende Kooperation und Lernprozesse?
KleVer ist als praxisnahes Implementationsprojekt angelegt. Multiprofessionelle Tandems aus förderpädagogischen und Fachlehrkräften nehmen über ein Schuljahr hinweg an aufeinander abgestimmten Fortbildungsmodulen teil und erproben die Inhalte direkt im Unterricht.
Die wissenschaftliche Begleitung folgt einem Prä-Post-Follow-Up-Vergleichsgruppendesign und kombiniert quantitative und qualitative Methoden, darunter:
Fragebogenerhebungen bei Lehrkräften und Schüler:innen
hochfrequente Verlaufsmessungen
Unterrichtsbeobachtungen und Experience Sampling
Gruppeninterviews mit beteiligten Akteur:innen
Diese Mehrperspektivität ermöglicht es, Wirkungen, Prozesse und Gelingensbedingungen differenziert zu analysieren.