In­fos zur SUM­MER­SCHOOL

Im Mittelpunkt der SUMMERSCHOOL 22 steht die Auseinandersetzung mit Fragen nach Partizipation und Kollektiven in den Künsten. Diese Fragen schließen auch an die Ideen des Künstler:innenkollektivs ruangrupa und die lumbung-Prinzipien zur documenta fifteen an.

Die SUMMERSCHOOL findet in diesem Jahr in Kooperation mit der Hochschule Merseburg statt.

Die SUMMERSCHOOL richtet sich an Studierende der Universität Kassel sowie an interessierte Lehrer:innen und Schüler:innen.

Alle Infos finden sich hier:

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Work­shops der SUM­MER­SCHOOL

In drei Workshops soll das Thema ‚Kunst und Partizipation/Kollektive in den Künsten‘ aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven sowie in Auseinandersetzung mit den künstlerischen Arbeiten auf der documenta fifteen be- und erarbeitet werden.

Work­shop 1

Kunst & Kul­tur im öf­fent­li­chen Raum

Ko­lor­Cu­bes

KolorCubes ist ein Verein mit Fokus auf großformatige Wandgestaltungen, Kunstvermittlung und soziokulturelle Konzepte. 2016 haben sie die Public Art Gallery, die Galerie im öffentlichen Raum, im Schillerviertel begonnen, zu der inzwischen über 20 Murals zählen. Innerhalb des Workshops erzählen die drei freien Kunstkulturschaffenden, aus denen KolorCubes besteht, von ihrem Konzept, das durch unterschiedliche partizipative Formate barrierefreie Teilhabe an Kunst ermöglicht, führen durch die Public Art Gallery und bemalen mit den Teilnehmer:innen eine Wand an ihrem Atelier im Schillerviertel. KolorCubes haben die visuelle Identität der documenta fifteen am ruruHaus und an der Hütt-Brauerei umgesetzt und sind Teil des Eco-Systems von ruangrupa. Die Auseinandersetzung mit dem Gedanken des lumbung-Prinzips wird sich konzeptuell und gestalterisch durch den Workshop ziehen.

Work­shop 2

Kör­per­Schrei­ben: Ein kol­lek­tiv-cho­reo­gra­fi­sches Ex­pe­ri­ment

Lu­cia Rai­ner

Körper auf Papier. Schreiben. Zusammen. Mit vertrauten Alltagsbewegungen. Im Rahmen des Workshops experimentieren wir mit choreografischen Strategien, die die Heterogenität der Teilnehmer:innen fokussieren. Angelehnt an die kollaborative Methode des dialogisch-experimentellen Schreibens (Freygarten/Rainer) erarbeiten wir ein kollektives Thema, das wir in dialogischen Bewegungssequenzen weiter erkunden. Mit fremden Worten und Gesten entwickeln wir eine kollektive Choreografie, in der eigene und fremde Sätze und Bewegungen ergänzt, gekürzt, erweitert und gestrichen werden. Schritt für Schritt machen wir uns auf die Suche nach der Vielschichtigkeit und den produktiven Spannungen zwischen dem Eigenen und dem Gemeinschaftlichen, dem Fremden und Bekannten, dem Absurden und Realistischen. KörperSchreiben erforscht das Potenzial künstlerischen Arbeitens in Gruppen, entgegen konventioneller und starrer Rollenzuschreibungen.

Work­shop 3

Par­ti­zi­pa­ti­on Stra­te­gi­en in der Kunst

Die­mut Schil­ling

Bereits vor 20 Jahren begann die Bildhauerin Diemut Schilling mit der Entwicklung und Realisation von umfangreichen Projekten im öffentlichen Raum unter der aktiven Einbindung der jeweiligen Bewohner:innen des Stadtteils. Seither entstanden unter ihrer künstlerischen Leitung 40 teils temporäre, aber auch bleibende partizipative Großprojekte im Stadtraum, deren Besonderheit unter anderem die explizite gestalterische Einbindung aller am Projekt Beteiligten darstellt. Unter Miteinbeziehung der in der aktuellen documenta 15 präsentierten künstlerischen Positionen wird im Workshop die historische Entstehung und derzeitige Vielfalt partizipativer Strategien in der Kunst vorgestellt und diskutiert sowie durch kleinere Workshopformate selbst konzipiert, erfahren und diskutiert.

Organisation:

Universität Kassel – Institut für Musik – Ästhetische Bildung und Bewegungserziehung

Prof. Dr. Verena Freytag & Julia Rohde

 

in Kooperation mit:

Hochschule Merseburg – Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur – Kulturelle Bildung

Prof. Dr. Nana Eger