Psy­cho­lo­gie un­ter­neh­me­ri­schen Han­delns

Herz­lich will­kom­men im Fach­ge­biet Psy­cho­lo­gie un­ter­neh­me­ri­schen Han­delns

Psy­cho­lo­gie Un­ter­neh­me­ri­schen Han­delns

Das Fachgebiet Psychologie unternehmerischen Handelns beschäftigt sich mit den psychologischen Grundlagen von unternehmerischem Denken und Handeln. In der Lehre ist es unser Ziel, das Thema des unternehmerischen Denken und Handelns den Studierenden aller Studiengänge näher zu bringen. Unsere Forschung bezieht sich zum einen auf Innovationprozesse innerhalb von Unternehmen (Intrapreneurship), zum anderen auf Prozesse der Unternehmensgründung (Entrepreneurship).

Eine wichtige Unterscheidung im Innovations- bzw. Gründungsprozess besteht zwischen der Generierung und Umsetzung von (Geschäfts-)Ideen. Während die Generierung von Ideen Risikobereitschaft, Experimentieren mit verschiedenen Ansätzen und Offenheit für Neues erfordert, setzt die Umsetzung von Ideen Effizienz, Vermeidung von Fehlern und einen klaren Zielfokus voraus. Uns interessiert, wie Personen, die in diese Prozesse involviert sind, mit den inhärenten Widersprüchen von der Generierung und Umsetzung von Ideen umgehen. Dabei untersuchen wir u.a. Selbstregulationsprozesse, Führung und Teamprozesse.

Das Fachgebiet ist Mitglied im Forschungs- und Lehrzentrum für Unternehmerisches Denken und Handeln.

Projekt: "Spannungsfeld kreative Arbeit - Einblicke in Teamprozesse"

In diesem Projekt werden Herausforderungen und Widersprüchlichkeiten in kreativ arbeitenden Teams erforscht. Gerade das Arbeiten in kreativen Berufen ist geprägt von sowohl entwerfenden Tätigkeiten, die viel Ideenreichtum erfordern, als auch von organisatorischen Tätigkeiten, die eher administrativer Natur sind. Beide Tätigkeitsbereiche zu vereinbaren ist besonders dann herausfordernd, wenn diese im Rahmen von Teamarbeit bewältigt und dabei verschiedene Ideen, Meinungen, Vorgehensweisen oder Zielvorstellungen aufeinander abgestimmt werden müssen. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf psychologischen Mechanismen, die sich positiv auf die Balance zwischen entwerfenden und administrativen Tätigkeiten in Teams auswirken.

Methodisches Vorgehen: Im Rahmen eines längsschnittlichen Designs werden Teams aus kreativen Berufen (z.B. Architekturbüros, Werbeagenturen) mittels einer wöchentlichen Fragebogenerhebung über einen Zeitraum von einem Monat begleitet.

Teilnehmer: u.a. lauterbach kreativbetreuung e.K. (Würzburg), dico mediadesign (Hannover)

Ansprechpartnerin: Maike Hundeling, M.Sc.

DFG Projekt "Beidhändige Führung für Innovation: Wie das dynamische Zusammenspiel von Führungsverhaltensweisen in Teams Innovation fördern kann"

In diesem Projekt untersuchen wir, wie Führungskräfte die Innovationsprozesse ihrer Mitarbeiter möglichst gut fördern können. Dabei stützen wir uns auf die Theorie der beidhändigen Führung (Rosing, Frese & Bausch, 2011), die die Dynamik von Führungsverhalten in den Fokus rückt. Der Innovationsprozess ist durch dynamische Wechsel, z.B. zwischen kreativer Ideengenerierung und der Umsetzung dieser Ideen, gekennzeichnet. Die Führungskraft muss dabei auf diese Anforderungen flexibel eingehen und je nach Situation unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen, um die Mitarbeiter angemessen zu unterstützen. Die verschiedenen, variablen Führungsverhaltensweisen untersuchen wir im Rahmen von experimentellen Laborexperimenten, längsschnittlichen Feldstudien sowie Situational Judgement Tests (SJT). Falls Sie Interesse an diesen Themen haben, wenden Sie sich gerne an M.SC. Friederike Gerlach.

Ansprechpartner: M.Sc. Friederike Gerlach, f.gerlach@uni-kassel.de

Das Fachgebiet Psychologie unternehmerisches Handeln betreut empirische Bachelor- und Masterarbeiten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei den von uns betreuten Arbeiten auf den Themen Innovation und Kreativität, unternehmerisches Denken und Handeln, Führung, Teams, Selbstregulation, Fehlermanagement und demographischer Wandel. Wenn Sie eine eigene Fragestellung zu anderen Themen im Bereich der Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie mitbringen möchten, können Sie uns ebenfalls gerne ansprechen.

Wir bieten unseren Studierenden soweit möglich die Einbindung in aktuelle Forschungsprojekte, Unterstützung in allen Schritten des Forschungsprozesses und Einblick in empirische Forschung auf hohem Niveau. Dafür erwarten wir von den Studierenden ein hohes Maß an Eigeninitiative und Engagement sowie die Teilnahme am zweiwöchentlich stattfindenden Forschungskolloquium des Fachgebiets. Gute Statistikkenntnisse sind wünschenswert, können aber auch im Laufe der Arbeit ausgebaut werden.

Wenn Sie Interesse an einer Abschlussarbeit in unserem Fachgebiet haben, kommen Sie gerne auf uns zu. Kontaktieren Sie dazu einfach die potentielle Betreuerin, um einen Termin für ein erstes Gespräch zu vereinbaren.