Lokale Bildungslandschaften im empirischen Blick

Lokale Bildungslandschaften und kulturelle Jugendarbeit im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe – eine Studie

Mit den Ergebnissen aus dem Forschungsvorhaben „Lokale Bildungslandschaften im empirischen Blick. Die kulturelle Kinder- und Jugendbildung im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe“ werden Strategien entwickelt, damit lokale Bildungslandschaften  bestmöglich durch die Potenziale der Kulturellen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe bereichert und in ihren Zielen für die Kinder und Jugendlichen unterstützt werden.

Lokale Bildungslandschaften sollen Bildungsgerechtigkeit und Teilhabechancen für junge Menschen fördern. Sie entstehen, wenn vor Ort alle Akteure, die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsaufgaben übernehmen, ihre Angebote und Maßnahmen untereinander kommunizieren, Konzepte abstimmen und zusammenarbeiten.

Die Träger der Kinder- und Jugendarbeit und Kinder- und Jugendbildung sind solche Akteure. Sie übernehmen gemeinsam mit anderen, z. B. Schulen und Kitas, die Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen.

Das Konzept der lokalen Bildungslandschaften beruht auf einem erweiterten Bildungsverständnis, das formale, non-formale und informelle Bildungsprozesse miteinander verbindet. Die kulturell-ästhetische Bildung als elementarer Teil der Kinder- und Jugendarbeit hat dabei eine wichtige Aufgabe.

Das Forschungsvorhaben wird in einem ersten Schritt einen empirisch fundierten Überblick über die Modelle lokaler Bildungslandschaften in Deutschland erstellen und analysieren. Die konzeptionellen Grundlagen und die Beteiligung von Trägern und Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sowie insbesondere der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit, werden dargestellt. Außerdem wird betrachtet, welche strukturellen und konzeptionellen Bedingungen notwendig sind, um formale, non-formale und informelle Bildungsgelegenheiten zu verbinden sowie lebensweltorientierte, sozialräumliche und partizipative Qualitäten von Bildungslandschaften durch das Einbinden von Trägern der Kinder- und Jugendarbeit zu fördern.

Anhand der Forschungsergebnisse werden in einem zweiten Schritt Empfehlungen und Materialien für die Praxis erarbeitet. Ergänzend gibt es verschiedene Veranstaltungsformate. Beides dient dazu den Diskurs zu lokalen Bildungslandschaften im Bereich der kulturellen Kinder- und Jugendbildung und in der Kinder- und Jugendarbeit zu intensivieren, Akteur*innen in ihrer Arbeit zu unterstützen und weiter zu qualifizieren.

Das Forschungsvorhaben „Lokale Bildungslandschaften im empirischen Blick. Die kulturelle Kinder- und Jugendbildung im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe“ ist ein Kooperationsprojekt der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) und der Universität Kassel, Fachgebiet „Erziehungswissenschaft, Soziale Arbeit & außerschulische Bildung“. Die Stiftung Deutsche Jugendmarke fördert das Forschungsvorhaben von 2017 bis 2019.

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Thole (Universität Kassel) und Kerstin Hübner (BKJ)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

Heike Gumz (Universität Kassel)

Forschungsförderung und Kooperationspartner:

Forschungsförderer ist die Stiftung Deutsche Jugendmarke: http://www.jugendmarke.de/

Der Projekt-Kooperationspartner die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung: https://www.bkj.de/