Exkursion nach Berlin vom 11.12. – 13.12.2017

Die dreitägige Exkursion nach Berlin stand unter dem Themenschwerpunkt „Ankommen in Deutschland?“. Ziel war es mithilfe des Besuchs unterschiedlicher Akteure in dem Aufnahmeprozess von Geflüchteten einerseits die (aktuellen) strukturellen Rahmenbedingungen für Asylantragsteller_innen und andererseits die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Prozess zu verstehen und zu hinterfragen.

Besuch des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF)

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist als Reaktion auf die steigende Anzahl geflüchteter Menschen und ihrer Bedarfe im August 2016 gegründet worden und ist für die Versorgung, Betreuung und Unterbringung von Menschen mit Fluchterfahrungen zuständig.

Workshop im Rahmen des Projektes „SUPPORT- Homosexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete stärken“

Das Projekt SUPPORT des Lesben- und Schwulenverbands Berlin unterstützt geflüchtete Asylantragstellende, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und intersexuell (LSBTI) positionieren oder positionieren möchten von der Asylantragstellung, über den Wechsel in eine „queere“ Unterkunft bis hin zu gesundheitlichen Fragen.

Besuch bei „Oromo- Horn von Afrika Zentrum e.V.“

Neben vielfältigen Fort- und Weiterbildungsangeboten der interkulturellen und politischen Bildung unterstützt das "Oromo- Horn von Afrika Zentrum e.V." seit über 25 Jahren ehrenamtlich Geflüchtete u.a. bei der Asylantragstellung, Übersetzung und Begleitung von Geflüchteten. Neben einem Vortrag zur Geschichte, Kultur und politischen Situation der Oromo in der Region Ostafrikas fand ein Workshop zu Interkultureller Kompetenz statt.

Besuch bei der Aktivistin Fatuma Musa

Einladung zum Abendessen bei der Aktivistin Fatuma Musa. Sie arbeitet aktuell in unterschiedlichen Projekten u.a. in Berlin und Brandenburg zu den Themen „Integration of Newcomers into the labour market, community building, women and human rights and empowerment“. Neben einem Einblick in ihre Projekte, fand eine Diskussion zum Thema Teilhabe, Umgang mit Privilegien und partizipativer Arbeit mit Geflüchteten statt.

Refugee Voices Tour

Seit 2015 bietet Refugee Voices Tours Spaziergänge durch historisch relevante Orte in Berlin an. Während der „Why we are here“ Tour, erzählt der Tour Guide über die Geschichte Berlins und zeigt Parallelen zwischen der Geschichte Berlins und der in Aleppo (Syrien) auf. Am Beispiel der eigenen Fluchtbiographie wird über Fluchtursachen, Fluchtwege und die Ankunft in Deutschland berichtet.

 

Mobile Bildungsberatung (MoBiBe)

Ein weiterer Besuch fand bei der „Mobilen Bildungsberatung zur Integration von geflüchteten Menschen in Bildung und Arbeit“ (MoBiBe), einem Projekt der Berliner Senatsverwaltung für Integration Arbeit und Soziales, statt. Die Bildungsberater_innen geben u.a. Auskunft über Anerkennungsverfahren von „mitgebrachten“ Zeugnissen, Spracheinstufung, über Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Unterstützung bei Bewerbungen.

Erstaufnahmeeinrichtung AWO Refugium

Der Vormittag in der Erstaufnahmeeinrichtung „AWO Refugium“ in Lichtenberg hat im Austausch mit der Wohnheimleitung und Mitarbeiter_innen die alltäglichen Spannungsfelder und (begrenzten) Handlungsspielräume im Kontext der Sozialen Arbeit in Erstaufnahmeeinrichtungen aufgezeigt. Des Weiteren erhielten die Studierenden einen Einblick in die Unterbringungssituation der Geflüchteten in dieser Aufnahmeeinrichtung.