Forschungsprojekte

Das FaSo-Team in Corona-Zeiten

von links nach rechts: Martin Gurín, Dr. Julia Höppner, Prof. Dr. Patricia Frericks

Neues Forschungsprojekt

Die Relevanz von Familie für Sozialrechtsansprüche im internationalen Vergleich: Zwischen Gewährung von Leistungen und Einforderung familiärer Solidarität (FaSo)

The relevance of family for social rights in international comparison: between family allowances and claimed family solidarity (FaSo)

finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Leitung: Prof. Dr. Patricia Frericks (PhD)

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Pascal Angerhausen (ab 01/2021), Martin Gurín und Dr. Julia Höppner

Laufzeit: 01.04.2020 – 31.03.2023

Zusammenfassung

Familienmitgliedschaft stellt traditionell und gegenwärtig eine zentrale Bedingung für den Zugang zu wohlfahrtsstaatlichen Leistungen dar. Wie Familienmitgliedschaft wohlfahrtsstaatlich institutionalisiert ist, wurde im internationalen Vergleich bislang jedoch nicht systematisch erfasst oder in wohlfahrtsstaatliche Typologien integriert. Das geplante Projekt analysiert systematisch, welche finanziellen Vor- und Nachteile Familienmitgliedschaft sozialrechtlich in verschiedenen Wohlfahrtsstaaten mit sich bringt, welche Umverteilungsmechanismen damit einhergehen und wie sich internationale Differenzen erklären lassen. Unter Anwendung verschiedener Familienmodelle erfasst es die unterschiedlichen finanziellen Auswirkungen gegenwärtiger wohlfahrtsstaatlicher Institutionen. Dabei nutzt es die europäische Datenbank EUROMOD, insbesondere das Hypothetical Household Tool (HHoT). Durch die Analyse der verschiedenen Umverteilungslogiken gegenwärtiger wohlfahrtsstaatlicher Institutionen in Bezug auf unterschiedliche Familienmodelle können wir internationale Differenzen in den wohlfahrtsstaatlichen Normen in Bezug auf Familien identifizieren. Es leistet empirisch, theoretisch und methodisch einen Beitrag zur vergleichenden Gesellschafts- und Wohlfahrtsstaatsforschung.

Summary

Family membership has been a central condition for rights over welfare resources. However, it has not been analysed systematically and in international comparison how family membership is institutionalised in welfare states neither has it been included in welfare state typologies. The proposed project will systematically analyse the financial advantages and disadvantages of family membership in different social security systems and the resulting redistributive mechanisms. In addition, it aims to explain international differences. The project applies varieties of family models to distinguish the variation in financial effects of different welfare institutions. The tool it uses is the European database EUROMOD, and in particular the Hypothetical Household Tool (HHoT). Reflecting the redistributive logic of current welfare state regulations with regard to different family models allows understanding cross-national differences of welfare state norms with regard to families. With this, it contributes to empirical, theoretical and methodological issues of comparative welfare state analysis.

 

Wir freuen uns über Bewerbungen für die Stelle einer studentischen Hilfskraft für das Forschungsprojekt.

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Vorhergehendes Forschungsprojekt

Die wohlfahrtsstaatliche Individualisierung der social citizens: Entwicklung und Widersprüche in Europa (INDIV)

finanziert durch die Fritz Thyssen Stiftung

unterstützt vom Genderförderfonds 2015 der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg

angesiedelt am CGG, Forschungsschwerpunkt 2

Leitung: Prof. Dr. Patricia Frericks (PhD)

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Dr. Julia Höppner, Dr. Ralf Och, Dipl.-Soz. Nicola Schwindt

Laufzeit: 01.01.2014 - 30.06.2017

Zu Details und Publikationen aus dem Forschungsprojekt siehe Projektwebsite.

 

Eine Übersicht abgeschlossener Projekte findet sich im Curriculum Vitae.