Willkommen im Fachgebiet Soziologie und Ökonomie sozialer Dienste und Einrichtungen

von links nach rechts: Dr. Julia Höppner, Hannah Heyenn, Prof. Dr. Patricia Frericks, Sarah Schmoll (es fehlen: Martin Gurín, Maximilian Krippner, Lea Hüther und Sophie Glaschke)

Das Fachgebiet widmet sich den Aufgaben und Entwicklungen sozialer Dienste und Einrichtungen im Kontext sozialwissenschaftlicher Theorien, empirischer Befunde und sozialwirtschaftlicher Ansätze. Wir fragen in Forschung und Lehre theoriebasiert empirisch nach der wohlfahrtsstaatlichen Regulierung und Bereitstellung sozialer Dienstleistungen und Sicherungen, nach den arbeits- und sozialrechtlichen Grundlagen sozialer Arbeit sowie nach den Bedingungen, Zielsetzungen und erwartbaren Folgen der Ökonomisierung sozialer Dienste und sozialer Sicherungen. Dabei interessieren uns die sozialen Konstruktionen, Beziehungen und Diskurse, die den gesellschaftlichen Ordnungen zugrunde liegen. Der Fokus der Analysen liegt auf dem Wohlfahrtsstaat und seiner gesellschaftlichen Einbettung und hier insbesondere auf den historisch und international variierenden Verteilungskriterien von Ressourcen, den gesellschaftlichen Prozessen, die einem Wandel dieser Steuerung zugrunde liegen, sowie der jeweiligen Wirkung, insbesondere in sich wandelnden gesellschaftlichen Zusammensetzungen.

Wir gehen im internationalen Vergleich den Fragen nach, inwiefern die in der Nachkriegszeit etablierten Institutionen und sozialpolitischen Ordnungen heutigen Herausforderungen und Ansprüchen gerecht werden, wie gesellschaftliche Ressourcen und Lebensläufe neu justiert werden, und was die verschiedenen sozialpolitischen Reformen gesamtgesellschaftlich bewirken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Differenzen und Entwicklungen des Verhältnisses von wohlfahrtsstaatlicher Ordnung und sozialer Arbeit.