Projekte


2016/17
documenta-Projekt „The Parthenon of Books“ von Marta Minujín (Leitung der kooperierenden wissenschaftlichen Arbeitsgruppe, gemeinsam mit Gastprofessor Dr. Florian Gassner)
– studentische Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts:  Sarah Anders, Jessica Bauer,  Tamara Bodden,  Clara Coldewey,  Andrea Glowig,  Tim Herrmann,  Pauline Hosse-Hartmann,  Ann-Kristin Kemna,  Katharina Kirchberg,  Isabel Kumpe,  Philippe Lorenz,  Nico Mader,  Vanessa Nicole Müller,  Sophia Neitzel,  Ole-Johannes Neumann,  Josefine Rösner,  Andreas Truß,  Melina Werner,  Lisa Wohlgemuth
– lange Liste der verbotenen Bücher (lange Ladezeit)
– Kurzliste besonders bekannter, v.a. deutschsprachiger Titel
   verbotener Bücher
– Vorstellung des Projekts auf der Uniseite
– 1. Pressebericht: HNA
– Pressebericht 14.11.2016: SZ
– Information auf der documenta-Website: Buchspende-Aufruf

2015-2017
Kleines Kasseler Literatur-Lexikon. Autorinnen und Autoren. Ein Projekt zur Erschließung und Bewahrung hessischer Literatur-, Kultur- und Geistes-geschichte (Projektleitung)
Das Kasseler Literatur-Lexikon präsentiert Kassel als Literaturstadt bzw. zeigt literarische Leistungen Kassels der vergangenen Jahrhunderte. Es umfasst ca. 500 Personenartikel weltberühmter und unbekannter Autor_innen. Literatur und Kultur einer Region zeugen von ihrer Interaktionsdichte und -vielfalt. Die Stadt Kassel erweist sich als Ausgangs- oder Zielpunkt, Zwischenstation oder Höhepunkt vielfältiger literarischer und kultureller Manifestationen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Entscheidend für Kassels Bedeutung als Literaturstadt ist dabei die kontinuierlich zu beobachtende intensive Verflechtung lokal-regionaler mit überregional-allgemeinen Dimensionen der Literatur-, Kultur- und Geistes-geschichte. Ca. 100 Beiträger_innen aus verschiedenen akademischen Disziplinen (Philologien, Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Theologie, Jura, Philosophie, Biologie, Soziologie, Bildungsgeschichte) sind beteiligt, außerdem weitere Experten aus Museum, Stadt, Kirche, Schulen, Akademien, Archiven, Literaturbüro etc. Das Projekt wird durch die Stadt Kassel und die Universitätsgesellschaft Kassel gefördert.

2014-
Italien-Netzwerk der Universität Kassel (Mitgründung, seit 2016 Sprecherin des Netzwerks mit Prof. Dr. Angela Schrott)
2014 gründete sich an der Universität Kassel ein Netzwerk von Forschenden und Lehrenden aus den Disziplinen Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte, germanistische und romanistische Literaturwissenschaft. Nachdem die Kasseler Italianistik vor mehr als fünf Jahren ausgelaufen ist, vermissen nicht nur Romanisten und Romanistinnen die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprache, Kultur, Philosophie, Kunst und Literatur des südlichen Nachbarlandes.
Zur Aufgabe des Netzwerks gehören die Konzeption und Ausrichtung eines jährlichen Italientages sowie die Einführung und Organisation eines Zertifikats für interdisziplinäre Italienkompetenz (Italicum). Das Italicum startet zum WiSe 2016/17 in eine 3-jährige Pilotphase.

2011-2015
Literatur in Kassel – mehr als nur GRIMMig. Lehrprojekt (Projektleitung)
Zum Jubiläum 1100 Jahre Kassel‘ (2013) stellte das Projekt Kasseler Schriftstellerin-nen und Schriftsteller des 18.-20. Jahrhunderts vor: Es ging um 45 literarische Wieder- und Neuentdeckungen. Der Beitrag der Stadt Kassel zur literarischen Kunst und Kultur wurde in ihr selbst sichtbar und hörbar gemacht. Sichtbar, indem Literatur in die Stadt „eingeschrieben“ wurde: Jeweils ein Auszug aus jedem literarischen Werk ist auf 45 Schildern in der ganzen Stadt zu lesen. Hörbar, indem literarische Stimmen in der Stadt erklungen sind – bei einem dreistündigen Lesemarathon (Juni 2013). Am 25.6.2015 wurden die letzten beiden Schilder gegenüber der Kasseler GRIMMWELT eingeweiht.
Das Projekt wurde begleitet und gefördert von der Stadt Kassel, der Universitätsgesellschaft Kassel, der Sparkasse Kassel und dem Stadtteilbüro Wesertor.

2011-2016
Dynamiken von Raum und Geschlecht: entdecken – erobern – erfinden – erzählen. DFG-Graduiertenkolleg (Projektleitung)
Im Mittelpunkt des Graduiertenkollegs steht die interdisziplinäre Erforschung der wechselseitigen Prägung von Raum und Geschlecht. Damit greift das Kolleg zwei der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf und stellt sie in einen Zusammenhang: Die Veränderung der Geschlechterordnung zum einen und die Veränderung der Raumordnung, die gerne unter dem Schlagwort Globalisierung betrachtet wird, zum anderen. Ausgangspunkt ist der Befund, dass viele neuere Forschungen zum Raum die Kategorie Geschlecht desto weniger berücksichtigen, je globaler die Ebene der Betrachtung ist. Darum verfolgt das interdisziplinäre Graduiertenkolleg das Ziel, die wechselseitigen Bezüge von Raum- und Geschlech-terkonstitutionen in aktuellen und historischen Gesellschaften inner- und außer-halb Europas aus soziologischer, ethnologischer, historischer und Literaturwissen-schaftlicher Perspektive zu untersuchen.
Beteiligt sind am Graduiertenkolleg die Fächer Anglistik/Kanadistik, Arabistik/Islam-wissenschaft, Ethnologie, Ethik und Geschichte der Medizin, Geschichte, Germanis-tik, Soziologie und Theologie.
Das Projekt wird von der DFG gefördert.

2009-2012
Welt und Wissen auf der Bühne. Die Theatrum-Literatur der Frühen Neuzeit. DFG-Forschungsprojekt (Projektleitung)
Das (Welt-)Theater ist als Schlüsselmetapher der Frühen Neuzeit geläufig. Doch auch die Bücher der Epoche wurden häufig als Theater betrachtet. Diese textuellen Bühnen bildeten ein gewichtiges publizistisches Phänomen: Zwischen 1500 und 1800 erschienen in Europa und mit dem Schwerpunkt im Alten Reich hunderte Werke, auf deren Titel das metaphorische Theatrum oder volkssprachliche Äquivalente prangten (SchaubühneSchauplatz etc.). Ein Großteil der Buchtheater verschrieb sich der Sammlung und Repräsentation von Wissen; es bildet damit ein Segment der weiten enzyklopädischen Literatur der Frühen Neuzeit.
Digitalisierungsvorhaben im Internet stellen meist nur das Textmaterial unkommentiert zur Verfügung. Die dauerhafte Konservierung der kulturellen Überlieferung im Rahmen von Massendigitalisierungsprojekten zeigt sich von der wissenschaftlichen Erschließung weitgehend entkoppelt. Unser Projekt geht durch die Kooperation von Bibliothek und Universität darüber hinaus. Es koppelt klassische Elemente eines Repertoriums – Verzeichnung und kommentierte Beschreibung eines Textkorpus – mit einer umfassenden Datenbank. Durch die Vernetzung von digitalisiertem Quellenmaterial und Forschungsergebnissen wird der digitale Mehrwert des Hypertextes genutzt und sichtbar gemacht.
Das Projekt wurde von der DFG gefördert.