Das DFG-Projekts „Kleine Souveränität“ geht mit dem Fokus Plantagenliteratur in die zweite Runde
Im jüngst bewilligten zweiten Projektteil steht die literarische Repräsentation von Plantagen im Mittelpunkt. Untersucht werden thematisch einschlägige Romane des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihnen werden kulturdiagnostische Eigenschaften zugesprochen. Zwischen Paternalismus und Widerstand ergeben sich neue machtkritische Fragestellungen. Zudem wird ein weiterer wissenschaftlich wie gesellschaftlich hochrelevanter Kontext beleuchtet.
Durch die drei thematischen Schwerpunkte
- Arbeit und globale Ausbeutungsverhältnisse,
- lokale Macht- und Administrationsstrukturen
- Wissen und subalterne Agency auch aus ökofeministischer Perspektive
verbindet das Projekt literaturwissenschaftliche Analyse mit dekolonialistischer Theorie und gesellschaftlicher Reflexion.
Mit der erneuten Förderung können die bisherigen Forschungsergebnisse vertieft, internationale Kooperationen ausgebaut und der wissenschaftliche Nachwuchs gezielt gefördert werden. Die Bewilligung setzt ein starkes Zeichen für die Relevanz kultur- und literaturwissenschaftlicher Forschung zur historischen Tiefenstruktur globaler Ungleichheiten und der Zerstörung von natürlichen Umwelten.
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