Projekttagung

Sprachgebrauch in Verschwörungstheorien

Tagung des DFG-Projekts Sprache in Verschwörungstheorien

Universität Kassel, 18. – 20. März 2025

Im Rahmen der Projekttagung wurde das Phänomen ‚Verschwörungstheorie’ erstmalig umfassend aus sprachwissenschaftlicher Sicht beleuchtet. Mit insgesamt 21 Vorträgen konnte die innerdisziplinäre Bandbreite methodischer und inhaltlicher Fokussierungen anschaulich gemacht werden: Neben pragmatischen, interaktionalen und lexikalisch-semantischen Zugängen wurden multimodale sowie sprachdidaktische Perspektiven präsentiert. Mehrere Beiträge widmeten sich den medialen Verbreitungsbedingungen von Verschwörungstheorien im digitalen Raum vor dem Hintergrund plattformspezifischer Affordanzen. Thematisch standen Verschwörungstheorien unterschiedlicher Diskursräume wie Gesundheit, Migration und Religion im Zentrum des Interesses. Überschneidungen von verschwörungstheoretischen mit populistischen und (rechts-)extremistischen Sprachgebrauchsmustern konnten über mehrere Vorträge hinweg nachgezeichnet werden. Die Beiträge der Tagung einte der Fokus auf die Hervorbringung verschwörungstheoretischen Wissens durch Sprache. Ein Sammelband, der Ende 2026 bei transcipt erscheinen wird, bündelt die Erkenntnisse der Tagung.