Daniel Gneckow, M.A.

Forschungsprojekt im Akademienprogramm, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz "Burchards Dekret Digital: Arbeitsplattform zu Texterschließung und Wirkungsgeschichte früh- und hochmittelalterlicher Rechtskulturen"

daniel.gneckow@uni-kassel.de

Sprechstundentermine

Telefonsprechstunde nach individueller Absprache per E-Mail.

Lehre im SoSe 2020

Dienstags, 10-12 Uhr
Das sogenannte Interregnum - die kaiserlose Zeit 1245-1273
(mit Tutorium)
Geöffnet für: BA HF Mo 2/Tutorium; BA NF Mo 1/Tutorium; L3 Mo 2/Tutorium; L2 Mo 2

Link zu den aktuellen Lehrveranstaltungen im HISPOS.

Zur Person

  • 2013-2016 Kombinations-Bachelor Geschichte/Germanistik an der Universität Kassel; Abschluss mit der Bachelorarbeit "Der Schwäbische Städtebund zwischen 1376 und 1382"
  • 2016-2018 Master Europäische Geschichte an der Universität Kassel; Abschluss mit der Masterarbeit "Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I. Die Landgrafschaft Hessen 1247-1264"
  • 2015-2019 studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Kassel
  • 2015-2019 Fachschaftsvertreter in Gremien des Fachbereichs 05 Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel
  • 2016 Praktikum am Kunsthistorischen Institut in Florenz
  • Seit 2018 Doktorand im Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte der Universität Kassel
  • Seit WiSe 2018/2019 Lehrbeauftragter für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Kassel
  • 2019-2020 Promotionsstipendiat des Otto-Braun-Fonds
  • 2020 Wissenschaftliche Hilfskraft im Akademie-Projekt "Burchards Dekret Digital"
  • Seit Juli 2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel im Akademie-Projekt "Burchards Dekret Digital"

Dissertationsprojekt

Friedenswahrung und Konfliktaustragung im Südwesten des Reichs. Städtische Bündnisse in Schwaben 1347-1389 (Arbeitstitel)

Das Promotionsprojekt untersucht die Strategien der Konfliktaustragung und -beilegung sowie die divergierenden Sicherheitsinteressen der Mitglieder des Schwäbischen Städtebunds in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der Raum Schwaben zeichnete sich in dieser Zeit durch die Existenz zahlreicher Reichsstädte und Freier Städte innerhalb eines herrschaftlich äußerst uneinheitlichen Gebiets aus. Die schwäbischen Städte verbündeten sich und trugen wechselvolle Konflikte mit dem römisch-deutschen Königtum, der Fürstenopposition sowie lokalen Rittern und Herrn aus, um ihre Autonomie zu behaupten. Zentraler Akteur war der von 1376 bis 1389 bestehende Schwäbische Städtebund. Ziel des Projekts ist es, anhand der Urkunden, Akten und Korrespondenzen der städtischen Bündnispartner die dynamischen Entwicklungen der Konfliktbewältigung zu verdeutlichen und die dahinter stehenden Sicherheitsinteressen der Parteien zu beleuchten. Zu diesem Zweck finden die Kooperation und Kommunikation zwischen den Gemeinwesen im Zeitraum von 1347 bis 1389 Betrachtung. Die Analyse erfolgt auf drei Ebenen: Erstens über die Intentionen der beteiligten Akteure in ihrem jeweiligen räumlichen und herrschaftspolitischen Kontext, zweitens über die Strategien und Mittel des Städtebunds zur Beilegung von Konflikten und zur Herstellung sicherer Verhältnisse, sowie drittens über die Kooperation der Städte und ihre Vorgehensweise bei kriegerischen Auseinandersetzungen.

Publikationen

Tagungsberichte

Rezensionen

  • Rez. zu Matthias Seim, Reformation und Stadtverfassung. Die inneren Auseinandersetzungen in den Städten der Landgrafschaft Hessen im frühen 16. Jahrhundert (Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag. Reihe Geschichtswissenschaft 33). Baden-Baden 2017, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 68 (2018), S. 271–273.
  • Rez. zu Miriam Czock/Anja Rathmann-Lutz, ZeitenWelten. Zur Verschränkung von Weltdeutung und Zeitwahrnehmung, 750–1350, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 23/2 (2018), S. 6–7.
  • Rez. zu Gerhard Fouquet/Ferdinand Opll/Sven Rabeler/Martin Scheutz (Hgg.), Social Functions of Urban Spaces through the Ages / Soziale Funktionen städtischer Räume im Wandel (Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof 5), Ostfildern 2018, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 24/2 (2019), S. 7–8.
  • Rez. zu Harm von Seggern (Hg.), Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800). Ein Handbuch, Abteilung I: Analytisches Verzeichnis der Residenzstädte, Teil 1: Nordosten (Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof), Ostfildern 2018, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 25/1 (2020), im Druck.

Aufsätze

  • Zusammen mit Ingrid Baumgärtner, Vollmarshausen 1019. Die urkundliche Ersterwähnung im Kontext, in: Angela Pitzschke (Bearb.), 1000 Jahre Vollmarshausen. Ein Ort mit Geschichte, hg. v. Gemeindevorstand der Gemeinde Lohfelden, 1. Aufl., Gudensberg-Gleichen 2018, S. 13–22.
  • Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I. Die Landgrafschaft Hessen 1247–1264, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 124 (2019), S. 1–36.

Vorträge

  • Januar 2018: "Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I.", Landesgeschichtliches Kolloquium, Philipps-Universität Marburg.
  • Juni 2018: "Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I.", Vortragsreihe 'Zu den Anfängen der Landgrafschaft Hessen: Sophie von Brabant und Landgraf Heinrich I.', Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner in Kooperation mit der VHS Region Kassel.
  • September 2019: "Friedenswahrung und Konfliktaustragung im Südwesten des Reichs. Städtische Bündnisse in Schwaben 1347-1400", 9. Werkstattgespräche "Neues aus dem Mittelalter", Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte der Universität Heidelberg; Historisches Institut der Universität Mannheim.
  • Oktober 2019: "Der Schwäbische Städtebund 1376-1389. Methodische Überlegungen zu Sicherheitsproblemen in urbanen Netzwerken", Medieval History Seminar am German Historical Institute (GHI) in London.
  • Januar 2020: "Der Schwäbische Städtebund (1376-1389) als Instrument urbaner Sicherheitspolitik", Landesgeschichtliches Kolloquium, Philipps-Universität Marburg.