Zur Per­son

Anne-Charlott Trepp ist seit Oktober 2012 Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Kassel. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Lateinische Philologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Ihre Dissertation über Geschlechterverhältnisse im Hamburger Bürgertum (1770-1840) wurde 1994 mit dem Nachwuchspreis der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften ausgezeichnet. Von 1994 bis 2004 war Anne-Charlott Trepp als wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen tätig. Zwischen 1995 bis 2001 war sie Mitarbeitervertreterin des Instituts in der Geisteswissenschaftlichen Sektion und des Wissenschaftlichen Rates der Max-Planck-Gesellschaft sowie Frauenbeauftragte und Pressesprecherin des Instituts.

2006 hat sie sich an der Universität Göttingen mit einer Studie zum Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion in der Frühen Neuzeit habilitiert. Von 2007 bis 2008 vertrat sie die Professur für Historische Landesforschung an der Universität Göttingen, verbunden mit der kommissarischen Leitung des Instituts für Historische Landesforschung. 2009 hat Anne-Charlott Trepp einen Ruf auf die Professur für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Ruhr-Universität Bochum angenommen. Von 2009 bis 2013 war sie im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft „Frühe Neuzeit“ im VHD tätig. Seit 2009 ist sie Principal Investigator im „Center for Religious Studies“ (CERES) und seit 2010 Mitglied des Käte-Hamburger-Kollegs „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ an der Universität Bochum. 2011 war sie Mentorin des Seventeenth Transatlantic Doctoral Seminar, Early Modern German History, German Historical Institute, Washington DC. Sie war Mitglied/Antragstellerin im DFG-Graduiertenkolleg 1599 „Dynamiken von Raum und Geschlecht“ (Kassel/Göttingen 2012-2015), Mitglied der internationalen Forschergruppe "Religiöser Dissens im frühneuzeitlichen Europa: Konstruktionen in Bewegung (Bindungen, Sprachen, Objekte), DFG-gefördert im Rahmen des Atelier trilatéral "Villa Vigoni" (Laufzeit 2014-2016) sowie im Loewe-Schwerpunkt "Tier-Mensch-Gesellschaft" (Laufzeit 2014-2017). Von 2017 bis 2019 war sie Sprecherin des beantragten SFBs 1453 "Tier-Mensch-Gesellschaft: Animation - Regulation - Transformation (ART)". Zudem ist sie Sprecherin des interdisziplinären Verbundprojektes "Zurück in die Zukunft. Gesellschafts- und Zukunftsentwürfe in historischer Perspektive", gefördert im Rahmen des Profilbildungsprogramms der Universität Kassel.

Anne-Charlott Trepp war von 2013 bis 2015 Mitglied des Erweiterten Senats; seit 2015 ist sie Mitglied im Senat der Universität Kassel. Von 2013 bis 2015 war sie Sprecherin der Fachgruppe Geschichte im Fachbereich 05-Gesellschaftswissenschaften. Seit 2021 fungiert sie als Senatssprecherin.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Wissens- und Religionsgeschichte, der Geschichte der Tier-Mensch-Beziehungen, der historischen Zukunftsforschung, der Verflechtungs- und Missionsgeschichte, der Geschlechtergeschichte sowie in der Geschichte der Aufklärung.