Geschichte Großbritanniens und Nordamerikas

Es ist das Interesse an den Untersuchungskategorien gender, race und class, das der Forschung im Fachgebiet Profil verleiht. Dabei sind es neben der Kulturgeschichte die Gender Studies, die African American Studies, die Reise- und Tourismusgeschichte und die Geschichte der gebauten Umgebung, die den methodisch-theoretischen Rahmen für die Forschungsarbeiten liefern. Diese widmen sich den folgenden thematischen Schwerpunkten: Es geht erstens um Formen gesellschaftlicher Teilhabe und Ausgrenzung, wobei die Untersuchung von Geschlechter- und Rassendiskriminierung im Vordergrund steht. Dabei wird auch das sich wandelnde Verständnis von amerikanischer Staatsbürgerschaft betrachtet. Mehrere Projekte befassen sich zweitens mit Bedeutung von Räumen und Bebauung als Spiegel von und Akteur bei der Gestaltung gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Ein drittes Themenfeld sind Formen des Reisens und des Tourismus, die in einem neuen Forschungsprojekt mit Blick auf die Karibik untersucht werden. Viertens geht es um Identitätsbildungsprozesse bei Kindern und Jugendlichen, deren Erforschung sich an Konzepten der historischen Childhood Studies orientiert.

Diese Themen fließen in die Lehrveranstaltungen des Fachgebiets ein. Dabei deckt die Lehre die gesamte Geschichte Nordamerikas von der Kolonialzeit bis zur Wahl Barack Obamas sowie die Geschichte Großbritanniens von der Glorious Revolution bis zur Jahrtausendwende ab. Neben Einführungs- und Überblicksveranstaltungen werden vertiefende Seminare angeboten, zu denen auch Theorie- und Methodenseminare gehören. Zentrale Themenfeldern der Lehre sind: die Epochen der amerikanischen, kanadischen und britischen Geschichte, politische Kultur, Geschichte von Männern und Frauen, Populärkultur, ethnische Gruppen und Minderheiten, Kinder und Jugendliche, Reisen und Tourismus, Städte und gebaute Umgebung, Urbanisierung und Suburbanisierung, Konsumgesellschaft, die Geschichte der Dinge, transatlantische und transpazifische Beziehungen.