Forschungsprojekte

Zoo-Tiere im Kalten Krieg

Dieses Forschungsprojekt untersucht die Geschichte der Berliner Zoos von 1954-1963. Zoos sind Kristallisierungspunkte für die Umsetzung politischer Visionen und deren Ideologien. Die kritische Nachkriegsphase und der Übergang zu einem Kalten Krieg bietet sich idealtypisch an, um die politische Konstruktion von Zoos im Systemvergleich zu untersuchen. Diese Projekt wird gemeinsam mit Anna-Katharina Wöbse aus Bremen betrieben.

Politische Tiergeschichte der Moderne

Das Forschungsprojekt einer „Politischen Tiergeschichte der Moderne“ bildet einen Fokus im LOEWE-Schwerpunkt „Tier-Mensch-Gesellschaft“ richtet den Fokus auf den Raum als zentrales methodisches Konzept, welches von den historischen Human-Animal Studies als eine Zugriffsmöglichkeit auf Tier-Mensch-Verhältnisse begriffen wird. Thematisch liegt hier die Konzentration auf der Erforschung des Tier-Mensch-Verhältnisses im kolonialen Britisch-Indien 1880-1910 und während des Dritten Reiches. Dabei ist der gewählte Ansatz im Sinne einer Entangled History zu verstehen. Betrachtet werden die Themenkomplexe Jagd, die Haus- und Heimtierhaltung sowie der Zoo als Orte der Mensch-Tier Begegnung. Erforscht werden sollen hier ausgesuchte Orte, an denen diese spezifischen Verhältnisse besonders plastisch darstellbar sind. Gleichzeitig werden die theoretischen Zugänge, die methodisch-empirisch die geschichtliche Wirkmächtigkeit („Agency“) von Tieren und die der gemeinsamen Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung („Co-Evolution“) erfassen helfen sollen, auf ihre Tauglichkeit im Verfassen von spezifischer Tiergeschichte überprüft.

Tiere und historische Epochen

Neben einer Erweiterung des Raumkonzeptes treibt die historischen Human-Animal Studies aktuell die Verknüpfung von Raum mit Aspekten des Zeitlichen um, der Frage nach besonderen „Tierzeiten“ quer zu menschlichen Epocheneinteilungen. Hierzu gibt es ein Forschungsprojekt mit Aline Steinbrecher aus Konstanz.