Gründungsbericht

Den Tieren auf der Spur: Zur konstituierenden Sitzung der "Forschungsinitiative Tiertheorien"

Am 27. Februar 2012 wurde an der Universität Konstanz die "Forschungsinitiative Tiertheorien: Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung in den Kultur- und Sozialwissenschaften" (FITT) gegründet. Das Ziel der Initiative ist es, die kultur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung systematisch zu erarbeiten und die theoretischen Ansätze und Methoden im interdisziplinären Diskurs weiterzuentwickeln. Mittelfristig wird die FITT zu einem Knotenpunkt der kultur- und geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzung innovativer Forschung aufgebaut, an dem die Reflexion der Mensch-Tier-Beziehung grundlagenorientiert vorangetrieben und unterstützt wird. Als Pendant zu den Human-Animal Studies im englischsprachigen Raum verschreiben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der fächerübergreifenden Zusammenarbeit und Nachwuchsförderung sowie der Etablierung und Weiterentwicklung der Mensch-Tier-Beziehung als wissenschaftlichem Forschungsbereich. Dabei spielt der Austausch über geschichtswissenschaftliche, philosophische, literaturwissenschaftliche, medienwissenschaftliche, kunstwissenschaftliche, rechtswissenschaftliche und soziologische Zugänge eine wesentliche Rolle, der in regelmäßigen Arbeitstreffen institutionalisiert und gepflegt wird. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden auf Tagungen und in Publikationen präsentiert und im Rahmen internationaler Projektvorhaben weitergeführt. Mit FITT antworten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den gesellschaftlichen Wandel der Mensch-Tier-Beziehung und auf die Tatsache, dass nicht nur die Naturwissenschaften sondern insbesondere die Kultur- und Sozialwissenschaften einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Orientierung und gesellschaftlichen Selbstvergewisserung in diesem Feld leisten können.