Projekt:

Das Projekt „Pflanzen, Wissen, Engagement - Entwicklung, Erprobung und Verbreitung innovativer Bildungsformate an Naturschutzakademien und Botanischen Gärten“  wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Höhe von 300.000 € bewilligt! Erstmals arbeiten nun die beiden Dachorganisationen „Verband Botanischer Gärten“ (VBG)  und der „Bundesweite Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur-und Umweltschutz“ (BANU) in acht Bundesländern für drei Jahre im Kontext Bildung zusammen. Sie verbinden Biodiversitätsbildung mit politischer Bildung und entwickeln hierzu innovative Veranstaltungsformate mit einer mehrperspektivischen Betrachtungsweise von pflanzlicher Biodiversität. Die Wortmarke „Die politische Pflanze“ soll dabei unterstützen, sinnstiftende Erzählungen und Handlungsoptionen für Individuen und Gruppen zu entwickeln. Sie steht exemplarisch für die Tatsache, dass Ökosysteme, Wild- und Kulturpflanzen gleichermaßen Gegenstand politischer Erwägungen, Konflikte und Gesetzgebungen sind.

Auftaktveranstaltung 13./14.1.2020 in Witzenhausen

In 9 Bundesländern konzipieren 8 Naturschutzakademien gemeinsam mit jeweils 1-2 Botanischen Gärten Angebote und Formate für unterschiedliche Zielgruppen und führen diese in den Jahren 2020 und 2021 durch. Die politische Bildung bringt hierzu ihre Expertise ein. Diese Herangehensweise eröffnet das Erkennen systemischer Zusammenhänge, zeigt Optionen zur demokratischen Mitgestaltung von Nachhaltigkeitsprozessen und lässt sowohl im Projektteam als auch im Kreis der Veranstaltungsteilnehmer*innen Diskussionen über das Mind-Behaviour-Gap zu.

Gemeinsames Arbeiten
Erstellung von Explainer Videos

Das Projekt "Die politische Pflanze" wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet!

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet. Gleichzeitig zeigen diese Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltige Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen.


Das gemeinschaftliche Projekt „Die politische Pflanze“ vom Tropengewächshaus Witzenhausen und der Didaktik der politischen Bildung (beide Universität Kassel) mit dem Verband Botanischer Gärten (VBG) und dem Bundesweiten Arbeitskreis der staatlich getragenen Umweltbildungsstätten (BANU), ausgezeichnet am 18.09.2020, trägt in beispielhafter Weise zum Erhalt biologischer Vielfalt bei. Es verbindet Biodiversitätsbildung mit politischer Bildung. Hierzu kooperieren in 9 Bundesländern 8 Naturschutzakademien mit jeweils 1-2 Botanischen Gärten und Didaktiken der Biologie. Sie konzipieren Bildungsangebote und Formate für unterschiedliche Zielgruppen und führen diese in den Jahren 2021 und 2022 durch.
Biologische Vielfalt


Der Begriff „biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten wiederspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und komplexe ökologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Die Biodiversität ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme mit ihren verschiedenen Ökosystemleistungen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.undekade-biologischevielfalt.de