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Ausstellung: Empört Euch! Opposition, Widerstand und Protest in Geschichte und Gegenwart (Mai 2018)

Mit eindringlichen Worten ruft Stéphane Hessel in „Empört Euch!“ zum friedlichen Widerstand gegen Ungerechtigkeit in der Gesellschaft, gegen Diktatur und Finanzkapitalismus, gegen die Unterdrückung von Minderheiten und gegen die Umweltzerstörung auf unserem Planeten auf!

Das lebenslange politische Engagement Stéphane Hessels dient als roter Faden für die Auseinandersetzung mit dem Thema Widerstand, Opposition und Protest in Geschichte und Gegenwart.

In dieser Ausstellung geht es zum einen um die Geschichte des Widerstands in der NS-Zeit in Nordhessen. Wir fragen danach, wie und durch wen auch in unserer Stadt Widerstand geleistet wurde.

Zum anderen blicken wir auf die Gegenwart, für die Stéphane Hessel als 93-Jähriger seinen Appell „Empört Euch““ geschrieben hatte: Am Beispiel der deutschen Demokratie befassen wir uns mit den Formen des Protests, fragen danach, welche gerechtfertigt sind und was sie bringen, und zeigen Beispiele aktueller Proteste wie zum Beispiel beim G20 Gipfel in Hamburg.

 

Beitrag HNA vom 30. April 2018

 

Auftaktveranstaltung am 25. April

 Grußworte

  • Wolfgang Knappe, Maria Pawlowna Gesellschaft e.V., Weimar. „Wie kommt man zu einer Ausstellung zu Hessel?“
  • Paul Leuck, Frankreichforum Kassel/Cercle Français

 Impulsvortrag

  • Prof. em. Dr. Ditfried Krause-Vilmar: „Der Lebensweg von Einzelnen als Zugang zur Geschichte“

Ausstellung

  • Rundgang
  • Gespräche mit den Ausstellungsmacher*innen BA Politikwissenschaft unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar
  • Film über Stéphane Hessel - „Der Diplomat“ (1995)

 

Abschlussveranstaltung am 8. Mai

„Ziviler Ungehorsam  - Störfall der Demokratie oder ihre letzte Rettung?“

mit  Aktivist*innen u.a. von Ende-Gelände und dem Politologen Prof. em. Dr. Peter Grottian, Berlin.

 

Die Ausstellung ist entstanden als Projekt von Studierenden des Kasseler Studiengangs BA Politikwissenschaft unter Leitung von Frau Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar in Zusammenarbeit mit der Anna Pawlowna Gesellschaft e.V., Weimar und dem Deutsch-Französischen Forum Kassel e. V. - Cercle Français.

Vortragsreihe: 100 Jahre Russische Revolution (November 2017)

Vortragsreihe „100 Jahre Russische Revolution – Vom Zarenreich zum Sowjetimperium“

  • 02.11.2017: Der Weg zur Revolution: Politisierung und Polarisierung der gesellschaftlichen Kräfte in Russland (1905-1917)

  • 09.11.2017: Die politischen und sozialen Kämpfe 1917/1918. Das Scheitern der Liberalen und die Etablierung der kommunistischen Herrschaft

  • 16.11.2017: Der Bürgerkrieg von 1918-1921/22 – Wie russisch war die Russische Revolution?

Die Machtergreifung der Bolschewiki in der Nacht zum 25. Oktober 1917 wurde in der Sowjetunion als sozialistische Oktoberrevolution gefeiert. Sie war jedoch nur ein Teil des politisch-sozialen Prozesses, der bereits Monate zuvor begann und seinen vorläufigen Abschluss im kommunistischen Sieg am Bürgerkriegsende 1921/22 fand. In der Geschichtsschreibung wird heute daher der gesamte Zeitraum vom Februar 1917 bis Sommer 1921 unter dem Begriff Russische Revolution subsumiert. Zu ihrer Erklärung konkurrieren jedoch unterschiedliche Ansätze. Im Mittelpunkt der gegenwärtigen Debatte steht dabei die Frage, ob die Revolution unvermeidlich gewesen war oder ob es Alternativen gegeben hätte. Aus Sicht der vergleichenden Revolutionsforschung ist zudem umstritten, wie russisch die Russische Revolution war. Diese Fragen und die unterschiedlichen Deutungen der Russischen Revolution werden in der Vortragsreihe diskutiert.

Workshop: Die Kunst des Zusammenlebens (Juli 2017)

Workshop: Die Kunst des Zusammenlebens. Solidarität und Kreativität in Projekten mit Geflüchteten (Griechenland, Türkei, Deutschland)

Vom 08.07. bis 10.07.2017 fand in Kassel der Workshop on Tour statt. Studierende, Forscher*innen und in Initiativen engagierte Menschen sind zu dem Workshop mit Rundgängen und Abendprogramm mit Klängen aus interkulturellen Musikprojekten eingeladen. Die Veranstaltung startet an der Universität Kassel und besucht das Stadtteilzentrum Wesertor, Sandershaus und das Narrowcast House.
Um Solidarität und Kreativität in Projekten mit Geflüchteten geht es im Workshop „die Kunst des Zusammenlebens“, der von Samstag, den 08. Juli bis Montag, den 10. Juli 2017 an der Universität Kassel und weiteren Orten stattfindet.
Die Workshopleiter*innen Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar (FB 05, Vergleichende Politikwissenschaften), Prof. Dr. Skevos Papaioannou (FB 01, Institut für Sozialwesen) und Esther Mikuszies (FB 05, Politikwissenschaften und Stadtteilzentrum Wesertor) laden ein, die vielfältigen Projekte in und um Kassel in einen Dialog zu setzen mit vergleichbaren Initiativen in Griechenland und der Türkei.

Das Workshop-Format wird mit Vorträgen und Diskussionen ergänzt sowie durch gemeinsame Vor-Ort Besuche von Projekten und Initiativen in Kassel sowie ausgewählten Documenta-Außenprojekte. Denn gutes (Zusammen-)Leben heißt, dass Menschen im kreativen Miteinander arbeiten und feiern können. Zu teilen und sich mitzuteilen gehört zu solchen kreativen Momenten sozialer Praxis. Aus ihnen entsteht die „Kunst des Zusammenlebens“.

Programm: Kunst des Zusammelebens

Flyer: Kunst der Zusammenlebens

Gesprächsrunde im Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg (April 2017)

Macron oder Le Pen? – Frankreich hat die Wahl Podiumsdiskussion nach dem ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahlen

 

Podiumsdiskussion über die Ergebnisse des ersten Wahlgangs zu den französischen Präsidentschaftswahle. Es diskutierten der Leiter des Pariser Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung, Stefan Dehnert, und die beiden Politikwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Schild (Universität Trier) und Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar (Universität Kassel), moderiert wurde das Gespräch von Dr. Marcus Obrecht (Seminar für wissenschaftliche Politik, Universität Freiburg) und Dr. Michael Wehner (Landeszentrale für politische Bildung, Freiburg.

Bericht auf dem Blog der Angewandten Politikwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg