Abgeschlossene Projekte

 

 

 

Simulation des empirischen Forschungsprozesses

Leitung: Dr. Manuela Pötschke und Dr. Reinhard Gerhold

Im Rahmen der Betreuung von Abschlussarbeiten am Arbeitsgebiet fiel in der Vergangenheit die große Unsicherheit von Studierenden auf, in einem eigenen empirischen Forschungsprozess begründete Entscheidungen zu treffen. Dabei fehlt es den Studierenden nicht an Grundlagenkenntnissen. Aber die Konsequenzen einer Entscheidung im Forschungsprozess abzuschätzen ist offensichtlich eine besondere Herausforderung.

Im Rahmen des Projektes "Simulation des empirischen Forschungsprozesses" entsteht zu Übungszwecken ein Onlinespiel, das mögliche Entscheidungen in einer empirischen Forschung simuliert und den Studierenden so Gelegenheit gibt, eine größere Sicherheit und einen Überblick für die eigenen Forschung zu gewinnen.   

 

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KoSt: Kontinuierliche Studierendenbefragung zur Studiensituation und Studienzufriedenheit am FB 05

Leitung: Dr. Manuela Pötschke

Im Rahmen des Projektes wurden zwischen 2008 und 2016 die Studiernden des Fachbereichs 05 an der Universität Kassel zu Ihren Erfahrungen im und mit dem Studium befragt. Das Ziel bestand darin, Informationen z generieren, die es dem Fachbereich erlauben, Massnahmen zur Verbeserung der Studiensituation zu generieren.

Das Projekt wurde 2016 mit einem Bericht abgeschlossen.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier.

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"Was wollen wir uns leisten?"
Bürgerbefragung Eschwege zum kommunalen Haushalt

Leitung: Dr. Manuela Pötschke und Dr. Bernd Reef

Die finanzielle Situation vieler Kommunen ist angespannt. Entscheidungen zur Einsparung kommunaler Mittel und Ideen zur Mittelgenerierung sind gefragter denn je. Das gilt auch für die Stadt Eschwege. Um eine stärkere Einbindung der Bürgermeinung in den Prozeß der Haushaltsdebatte zu erreichen, wurde im August 2013 eine repräsentative Bürgerbefragung durchgeführt. Dazu waren 3000 Eschweger Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Mehr als zwei Fünftel sind dieser Einladung gefolgt und haben zum Teil sehr ausführliche Statements zu verschiedenen Maßnahmen im Rahmen einer Haushaltssanierung gegeben.

Die Konzeption der Erhebung, die Entwicklung der Befragungsinstrumente und die Datenanalyse unterstützten Studierende unterschiedlicher Lehrveranstaltungen, die unter der Leitung von Dr. Manuela Pötschke und/oder Dr. Bernd Reef stattfanden (Kommunalpolitik und Kommunalfinanzen, Einführung in STATA, Befragungen in der Kommunalpolitik). 

Die Ergebnisse wurden dann im Rahmen einer Bürger-Informationsveranstaltung (Präsentation 1) und der planmäßigen Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses der Stadt Eschwege (Präsentation 2) im Herbst 2013 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. 

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Multimediale Szenarien in der Statistikausbildung II

Leitung: Dr. Manuela Pötschke

Laufzeit: 2011 bis 2012

Studentische Mitarbeit

  • Laurine Hellmuth
  • Nastasia Sluzalek

Projektantrag

Zwischen 2007 und 2009 wurde das Projekt „Multimediale Szenarien in der Statistikausbildung“ entwickelt und finanziert. Die Ergebnisse wurden zum E-Learning-Tag des Fachbereichs 2010 präsentiert.

Die Szenarien erfreuen sich bei den Studierenden einer großen Beliebtheit. In ihnen werden Themen der Veranstaltungen Statistik I und II aufgegriffen und in anschaulichen alltäglichen Alltagsbeispielen dargestellt. Die Szenarien gehen dabei kleinschrittig vor und sollen einerseits statistische Konzepte veranschaulichen, andererseits aber auch das Handwerkszeug für die eigene Analyse liefern.

Im Laufe des bisherigen Projektes wurden animierte Darstellungen um Videos ergänzt. Diese Entwicklung soll fortgesetzt werden. Damit verbunden sind zwei Ziele: Zum einen sollen die statistischen Themen mit anderen Medien präsentiert werden als in der Vorlesung. Zum anderen sollen Beispiele verwendet werden, die nahe am Alltagsleben der Studierenden ansetzen und die möglichst facettenreich das entsprechende Thema aufarbeiten.

Die Konzeption der Szenarien orientiert sich dabei an den Erkenntnissen des Projektes „Lernstrategien“ am Arbeitsbereich Angewandte Statistik. In diesem Projekt wurde deutlich, dass die Herangehensweisen an statistische Probleme nicht nur von Studierendem zu Studierendem unterschiedlich ausfallen, sondern auch themenspezifisch für den Einzelnen variieren. Für die Lehre wurde deshalb die Konsequenz gezogen, ein möglichst großes Angebot unterschiedlicher Lernmaterialien und Herangehensweisen zu unterbreiten und vor allem die Ergebnissicherung zu professionalisieren.  Der letzte Punkt wurde in den bisherigen Projektabschnitten zu stark vernachlässigt.

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Freiheitsentziehende Maßnahmen bei betreuten Menschen

Leitung: Tanja Will

Der Umgang mit der persönlichen Freiheit rechtlich betreuter Menschen ist ein so kontrovers diskutiertes, wie wichtiges Thema. Die Anordnung freiheitsentziehender Maßnahmen steht häufig am Ende eines Entscheidungsprozesses, in dem verschiedene Alternativen ausgelotet und verworfen wurden.

Das Forschungsseminar hat diesbezüglich das Ziel, die Perspektiven derjenigen ExpertInnen zu erfragen und darzustellen, die beruflich mit der potentiellen Anordnung freiheitseinschränkender Maßnahmen konfrontiert sind. Dazu zählen u.a. BetreuungsrichterInnen, BetreuerInnen und Pflegepersonal. 

In unserer Studie gehen wir den Fragen nach, wie die Akteure den Prozess der Anordnung freiheitsentziehender Maßnahmen erleben und wie sie mit dieser schwierigen Entscheidungssituation umgehen. Methodisch kommen dafür vor allem Experteninterviews zum Einsatz. In ihnen haben die Befragten die Gelegenheit, von ihren Erfahrungen und Einstellungen zu erzählen.

Das zweisemestrige Projektseminar unter der Leitung von Tanja Will M.A. beginnt im Oktober 2011 und endet im August 2012. Es sind 17 Studierende daran beteiligt.

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Evaluation des BIT (Betreuung im Tandem) - Projektes

Leitung: Dr. Manuela Pötschke

Mitarbeiter:

  • Tanja Will
  • Sebastian Witzel
  • Piet Frieler
  • Anna Graser

Evaluationen haben unterschiedliche Gesichter. Bei der Begleitstudie des BIT-Projektes handelt es sich um eine zielorientierte Evaluation. Das heißt, dass durch die Evaluation herausgefunden werden soll, in welchem Ausmaß die Projektziele erreicht worden sind. Dazu ist es notwendig, in einem ersten Schritt die Projektziele so klar zu formulieren, dass ihre Erreichung beobachtet werden kann. Außerdem ist neben dem örtlichen und zeitlichen Bezug herauszuarbeiten, auf welche Zielgruppe das Projekt ausgerichtet ist und wie die Ziele erreicht werden sollen. Die Zielgruppen des BIT-Projektes sind unterschiedliche: im Mittelpunkt stehen die Betreuten und die Betreuer. Für beide soll sich die Betreuungsqualität verbessern. Aber auch an die Betreuungsvereine und die Behörde richtet sich das BIT-Projekt. Für ersteres wird ein Kompetenzzuwachs erwartet, bei letzteren geht es vor allem um die Steigerung der Akzeptanz von Tandembetreuungen.

Das Mittel der Zielerreichung ist die Durchführung der Betreuungen im Tandem im Vergleich zur Einzelbetreuung. Das Projekt wird in ausgewählten Regionen in Hessen realisiert und die Pilotphase läuft Ende 2011 aus.

Zielorientierte Evaluation heißt also, dass die Aufgabenstellung der Evaluation sich aus dem Projekt selber ergibt. Ihre Durchführung ist unabhängig vom Projekt. Sie folgt dabei den wissenschaftlichen Regeln der Sozialforschung.

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Multimediale Szenarien in der Statistikausbildung I

Leitung: Dr. Manuela Pötschke

Laufzeit: 2007-2009

Studentische Mitarbeiter:

  • Sonja Kopplin
  • Martin Kühne

Kurzzusammenfassung:

Das Ziel des Vorhabens bestand darin, den Studierenden abstrakte statistische Prinzipien und Ideen anwendungsorientiert auf anderen als den üblichen Kommunikationswegen einer Vorlesung näher zu bringen. Dabei werden die Veranstaltungsbestandteile Vorlesung, Übung und Tutorium um ein multimediales Element und auch um ein Selbstlernelement erweitert. Diese Bausteine stehen unter Moodle allen Teilnehmern der Vorlesung zur Verfügung. Sie sind so konzipiert, dass sie in folgenden Veranstaltungen weitere Verwendung finden.

Im Verlauf des Projektes wurden Sequenzen für die Themenkomplexe „Häufigkeitstabellen“, „arithmetisches Mittel“, „Median“, „Quantile und Interquartilsabstand“, „Varianz und Standardabweichung“ und „Kreuztabellen“, „Testen und Schätzen“, „Regressionsanalyse“ und „fortgeschrittene multivariate Verfahren“ entworfen und umgesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei Überlegungen, wie das Verständnis statistischer Maßzahlen und Verfahren nachhaltig gefördert werden kann.