Aktuelles

Juristisches Kurzgutachten von Dr. jur. Louis Kasten: Bedeutung der 'Dritten Option' in der Universität – Abbau von Diskriminierungen nicht-binärer und binärer inter- und transgeschlechtlicher Personen

Das Gutachten wurde erarbeitet im Rahmen des Projekts "Herausforderungen und Notwendigkeiten zum dritten Geschlechtseintrag" unter der Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Tuider und Verena Hucke (beide Fachgebiet Soziologie der Diversität) und gefördert im "Sonderfonds Strukturelle Chancengleichheit" der Universität Kassel, 2018.

Die Diskussionen zur und die dann erfolgte Veränderung des Personenstandrechts in Hinblick auf die 3. Geschlechtsoption "divers" fordern Organisationen und Bildungseinrichtungen heraus, geht es doch darum, eine diskriminierungsfreie und anerkennende Arbeits-und Studiensituation für alle zu schaffen. Dementsprechend widmete sich das Projekt der Arbeits-und Studiensituation von Personen, die sich jenseits der cis-und zweigeschlechtlichen Ordnung positionieren.

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Veranstaltungsreihe: "Solidarität und Kämpfe" - Zur Geflüchtetenunterstützung nach dem 'Sommer der Migration'

Dienstags, 18-20h in der Arnold-Bode-Straße 2 Raum 0401

03.12.2019, Film- und Diskussionsveranstaltung: "'Wenn wir auf die Regierung warten, wird nichts passieren' - Aktivismus von Geflüchteten in Hamburg"

Zusätzlich zu zwei von Anne Frisius gedrehten Dokumentarfilmen zum Aktivismus Geflüchteter in Hamburg und Geflüchtetensolidarität in Dresden werden Elisabeth Tuider und Olaf Tietje mit Janina Haupt von der Caritas Kassel gegenwärtige Entwicklungen in der Unterstützungsarbeit für Geflüchtete diskutieren.

21.01.2020, Diskussionsveranstaltung: "Neue Kultur des Helfens oder Schattenökonomie? Freiwilliges Engagement im Strukturwandel des Wohlfahrtsstaats"

Dr. Tine Haubner von der Friedrich-Schiller-Universität Jena wirdaus ihrer aktuellen Forschung zur Resstrukturierung des Wohlfahrtsstaates mit Blick auf die Unterstützungsarbeit von Geflüchteten berichten.Gemeinsam mit ihr möchten wir einen Blick auf die Entwicklung der freiwilligen Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete werfen: Wie lässt sich die unbezahlte Arbeit der freiwilligen Unterstützer*innen vor dem Hintergrund einer aktiven Bürgergesellschaft einordnen? Geht es hier nicht eigentlich um originär staatliche Aufgaben? Und welche Freiräume könn(t)en hier auch entstehen?

05.05.2020, Diskussionsveranstaltung: "'Wenn ich als Ausgangsposition eine weiße Cis-Frau bin...' - Zur (Be-)Deutung von diversitätsbezogenen Selbstpositionierungen für organisationalen Wandel"

mit Dimitra Kostimpas und Hella von Unger, beide LMU München.


Dokumentarfilme im Rahmen des Projekts Willkommenskultur und Demokratie in Deutschland erschienen

Dokumentarfilm: Neue Nachbar*innen. Von der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete zur eigenen Wohnung

In diesem Dokumentarfilm spricht die Filmemacherin Anne Frisius mit Geflüchteten, Beratungsstellen, (ehemaligen) Mitarbeiter*innen aus Unterkünften für Geflüchtete und freiwillig Engagierten in Hamburg, Kassel und Tübingen über ihre Arbeit und Erfahrungen.Auf ohnehin angespannten Wohnungsmärkten eine Wohnung zu finden, ist gerade in größeren Städten schwierig. Die wenigen verfügbaren Wohnräume werden oftmals nicht an Geflüchtete vergeben. Vermieter*innen bevorzugen Menschen mit sicheren Arbeits- oder Ausbildungsverhältnissen und schrecken vor erwarteten oder unterstellten Kommunikationsbarrieren zurück – noch einmal mehr, wenn queere Geflüchtete auf der Suche nach Wohnraum sind. Die Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt können allerdings durch Beratungsstellen, Wohnraumkoordinationen oder selbstorganisierte Projekte, die Geflüchteten Wohnraum schaffen, zumindest in Teilen ausgeglichen werden.

Dokumentarfilm: "Der Staat schafft ein Prekaritätsproblem" - Restriktive Asylpolitik erschwert die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Sprachliche Schwierigkeiten, fehlende Qualifikationsnachweise und eine restriktive staatliche Politik erschweren die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Geflüchtete sind in der Folge besonders gefährdet, im Rahmen der Arbeit ausgebeutet zu werden (z.B. da Löhne einbehalten, Urlaubsansprüche nicht abgegolten oder Überstunden nicht bezahlt werden). Beratungsstellen, ehrenamtlich Engagierte und solidarische Netzwerke unter Geflüchteten ermöglichen es dennoch, dass der Prozess der Arbeitsmarktintegration in vielen Fällen relativ reibungslos abläuft. In ihrem Dokumentarfilm spricht Anne Frisius mit Geflüchteten, Ehrenamtlichen und Beratern in Stuttgart und Tübingen über ihre Erfahrungen.

Dokumentarfilm: "Wenn wir auf die Regierung warten, wird nichts passieren" - Aktivismus von Geflüchteten in Hamburg

Der politische Aktivismus von Geflüchteten hat in Hamburg in den vergangenen Jahren tiefe Spuren hinterlassen. Lampedusa in Hamburg, die Proteste gegen Abschiebungen nach Afghanistan, aber auch öffentlich weniger sichtbare selbstorganisierte Räume der Begegnung und des Empowerments (z.B. Frauengruppen wie das MUT Projekt von DaMigra) trugen dazu bei, alltägliche Probleme von Geflüchteten öffentlich zu machen. In ihrem Dokumentarfilm spricht Anne Frisius mit Aktiven über ihre Erfahrungen in den letzten Jahren. Alltägliche Diskriminierung, Frustration und Ohnmacht kommen dabei ebenso zur Sprache wie Erfolge der Bewegungen. Selbstorganisierte Flüchtlingsproteste, so wird deutlich, machen nicht nur auf die prekäre Situation von Geflüchteten aufmerksam, sondern verweisen auf grundlegende Probleme von Demokratie und Grenzen sozialer Teilhabe (z.B. bei Wohnungs- oder Arbeitslosigkeit).

Dokumentarfilm: Flüchtlingssolidarität in Dresden und Umgebung

Willkommenskultur trotz PEGIDA und neonazistischer GewaltPEGIDA und gewaltbereite neonazistische Mobilisierungen (z.B. in Freital oder Heidenau) prägten in den vergangenen Jahren die öffentliche Wahrnehmung der Debatten über Geflüchtete in Dresden und umliegenden Orten. Medial weniger sichtbar war, dass sich in der Region auch eine aktive zivilgesellschaftliche Willkommenskultur für Geflüchtete entwickelte. In ihrem Dokumentarfilm spricht Anne Frisius vor Ort mit Geflüchteten und flüchtlingspolitischen Initiativen über ihre Erfahrungen mit Rassismus, rechten Mobilisierungen und solidarischer Unterstützung im Alltag.