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22.04.2021

Hin­weis „Ge­schlech­ter- und Di­ver­si­ty­re­fle­xi­vi­tät am FB Ge­sell­schafts­wis­sen­schaf­ten“

Forschung und Lehre am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften widmen sich sozialen Phänomenen im gesellschaftlichen, politischen und historischen Wandel. Theoretisch und empirisch erforscht werden unter anderem soziale (globale) Ungleichheiten, decent work, Internationale Beziehungen, Demokratien, politische Systeme und politische Bildung, Sportverhalten, Sozialisationsprozesse, antike und mittelalterliche Lebenswelten, Migration und Rassismus, Gewalt und Konflikt, soziale Disparitäten, Diversität und Inklusion. Dabei werden soziale Strukturen, Ordnungen, Normen, Diskurse, Praktiken und Materialitäten grundlegend, mit Blick auf ihre In- und Exklusionen, sowie z.T. explizit mit Bezug auf die Kategorien von Geschlecht analysiert. Forschungen, Projekte und Lehre am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften analysieren auch internationale, historische und gegenwärtige Geschlechterordnungen und Geschlechterverhältnisse sowie damit verbundene Benachteiligungen, Ausschlüsse und Diskriminierungen, Machtverhältnisse und sexualisierte Gewalt. Auch das machtvolle Feld der Sprache wird am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften analysiert und es finden empirische Lehrveranstaltungen statt, in denen der Diskursivierung von Geschlecht und gender-studies im Rahmen ihrer aktuellen Politisierung nachgegangen wird.  

Die unterschiedlichen und differenzierten Analysen können in einem „generischen Maskulinum“ nicht gegenstandsangemessen erfasst und zum Ausdruck gebracht werden.  Vielmehr kommt je nach Fragestellung und Methode, je nach Ausrichtung und Thema eine diversity- und geschlechtssensibel oder geschlechterinkludierend oder geschlechtergerechte Bezeichnung zum Einsatz. Und in diesem Sinne braucht gesellschaftswissenschaftliche Forschung und Lehre einen differenzsensiblen, diskriminierungskritischen Umgang auch mit Bezeichnungen und Benennungen.

In unseren Leitfäden zeigen wir gemäß der wissenschaftlichen Standards verschiedene Möglichkeiten auf, diversity- und geschlechtssensibel, geschlechterinkludierend, geschlechtergerecht zu forschen und zu schreiben, vgl. hierzu: Leitfaden_Geschlechtergerecht in Sprache und Bild sowie Leitfaden_Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten