Untersuchung von Hallengebäuden mit ihrer charakteristischen Gebäudestruktur und HLK-Anlagentechnik zur zielgerichteten Erschließung des gesamten Potenzials der Energieeinsparung und Emissionsminderung im Zuge der Fortschreibung der Normenreihe DIN V 1859

Leitung

Prof. Dr.-Ing. Anton Maas
Tel.: +49 561 804-2414
Fax: +49 561 804-3238
E-Mail: maas@uni-kassel.de

Weitere Mitarbeitende

Dr.-Ing. Frank Otto

Zusammenfassung

Im Bereich von hallenartigen Gebäuden treten Besonderheiten hinsichtlich der Beheizung auf. Dies betrifft sowohl die eingesetzten Techniken als auch die Berechnungsmethoden. Das Regelwerk für die rechnerische Bewertung von Hallengebäuden im Rahmen der EnEV, DIN V 18599, beschreibt die typischen Gegebenheiten nur unzureichend.

Seit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in der Fassung 2009 und dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG ) sollen auch Nichtwohngebäude nach ihrer Energieeffizienz und ihren möglichen Energieeinsparpotenzialen bewertet werden. Die Übertragung der Thematik auf Nichtwohngebäude hat bisher noch nicht stattgefunden. Dies lag unter anderem daran, dass es bei Nichtwohngebäuden viele stark differenzierte Gebäudetypen gibt. Eine Vergleichbarkeit wie zwischen ähnlichen Wohngebäuden ist beispielsweise für Lagerhallen, Fertigungshallen oder Werkstatthallen nicht möglich. Trotz der fehlenden Vergleichbarkeit werden unterschiedliche Hallengebäude in der Normenreihe unter den sonstigen Nichtwohngebäuden einheitlich behandelt.

An dieser Stelle setzt das Vorhaben an. Erstmals soll eine differenzierte Betrachtung von Hallengebäuden stattfinden, um genauere Aussagen zu dieser Untergruppierung der Nichtwohngebäude treffen zu können.

Ziel der Untersuchung ist die Schaffung von Grundlagen zur Weiterentwicklung von DIN V 18599 sowie zur Erschließung weiterer Energieeinsparpotenziale auf der gebäudetechnischen wie anlagentechnischen Seite für Hallengebäude.

Im Einzelnen werden folgende Aufgaben bearbeitet:

  • Charakterisierung typischer Hallengebäude (Neubau und Bestand)
    • Bestimmung von Standardnutzungsprofilen für Hallengebäude
    • Bestimmung der wirksamen Wärmespeicherkapazität und der Zeitkonstanten von Hallengebäuden während der realen Nutzung
    • Durchführung von thermischen Simulationsrechnungen zur Bestimmung der Bilanz-Innentemperaturen und der Jahresheizwärmebedarfswerte
    • Erarbeitung eines vereinfachten und für die Normung geeigneten Berechnungsansatzes zur Ermittlung der Bilanz-Innentemperatur von Hallengebäuden bei zeitlich eingeschränktem Heizbetrieb

Laufzeit

03 / 2010 - 06 / 2011

Mittelgeber

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Kooperation

Kooperatinsvertrag mit FIGAWA Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e. V.